Valentin Salein
Mail: valentin.salein.1@hu-berlin.de
| Schwerpunkte |
Normative und angewandte Ethik; insb.: Problem der unmerklichen Unterschiede, moralischer Kontraktualismus, Klimaethik |
| Zur Person |
Seit 2023 Doktorand und seit 2024 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Praktische Philosophie/ Didaktik der Philosophie der HU Berlin bei Prof. Dr. Kirsten Meyer. Studium der Philosophie und Anglistik (B.A. und M. Ed.) an der HU Berlin (2017-2023). Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Praktische Philosophie/ Didaktik der Philosophie der HU Berlin bei Prof. Dr. Kirsten Meyer (2020-2023). Stipendiat der Carl-und-Max-Schneider-Stiftung zur Förderung der Philosophie (2023-2024). |
| Promotionsprojekt |
‚What If Everyone Did That?‘ — On Moral Universalization and Collective Harm Sind Individuen moralisch verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren, für wichtige politische Anliegen zu demonstrieren und den Konsum von Produkten zu unterlassen, die unter schlechten Bedingungen gefertigt wurden? Obwohl intuitiv einiges für solche Pflichten zu sprechen scheint, werden sie oft auf der Basis zurückgewiesen, dass das Verhalten von Individuen in kollektiven Kontexten dieser Art nicht dazu in der Lage sei, überhaupt einen relevanten Unterschied zu machen. Folgt man einer verbreiteten Replik auf diese Art der Argumentation, so sollten wir unsere moralischen Überlegungen jedoch nicht davon abhängig machen, was wir mit unserem individuellem Verhalten erreichen können, sondern davon, was der Fall wäre, wenn wir alle entsprechend handeln würden. Obwohl solche sogenannten Universalisierungsansätze zunächst tatsächlich gut zum Umgang mit entsprechenden Konstellationen geeignet scheinen, sehen sie sich in der Literatur mitunter gewichtigen Einwänden ausgesetzt. So zeigt etwa die von Derek Parfit popularisierte „Ideal World Objection“, dass entsprechende Ansätze zu überaus unplausiblen moralischen Urteilen führen können, wenn nicht davon auszugehen ist, dass auch wirklich alle relevanten Akteur:innen entsprechend handeln werden. Mein Promotionsprojekt geht der Frage nach, inwieweit Universalisierungsansätze trotz Einwänden dieser Art der Hoffnung gerecht werden können, eine plausible Möglichkeit zur moralischen Urteilsfindung in kollektiven Kontexten anzubieten. |
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Publikationen |
„Leaving Principle Contractualism Behind? A Response to Salomon“, Journal of Ethics and Social Philosophy 30, no. 1 (March 2025): 146–54. |
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Vorträge |
09/25 — Vortrag zum Kontraktualismus und der Ideal World Objection, GAP.12, Düsseldorf. 09/24 — Vortrag zum Kontraktualismus und der Ideal World Objection, Deutscher Kongress für Philosophie, Münster. 09/24 — Vortrag zum Kontraktualismus und der Ideal World Objection, SOPhia, Salzburg. 06/24 — Vortrag zum Kontraktualismus und der Ideal World Objection, HU-Princeton Gradudate Conference, Berlin. 03/23 — „Kollektive Kontexte und individuelle Gründe. Eine kontraktualistische Antwort auf das Inefficacy Problem“, Berlin-Bern-Bochum Nachwuchskolloquium, Bern. 07/22 — „Contractualism and the Inefficacy Problem“, HU-Princeton Gradudate Conference, Berlin. 01/22 — „Schulden wir es einander, unsere individuellen Emissionen zu reduzieren?“, Ringvorlesung ‚Grüner Faden‘, Berlin. |
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Lehre |
WiSe 25/26 — HS „What We Owe to Future People?“ WiSe 25/26 — PS Klassische Texte des Utilitarismus SoSe 25 — PS Zukunftsethik SoSe 25 — PS „Ideal Code, Real World. A Rule-Consequentialist Theory of Morality“ WiSe 24/25 — PS Individuelle Pflichten in kollektiven Kontexten WiSe 22/23 — Tutorium zur VEV „Einführung in die normative Ethik“ bei Prof. Dr. Thomas Schmidt WiSe 2020/21 — Tutorium zur VEV „Einführung in die normative Ethik“ bei Prof. Dr. Kirsten Meyer |