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Humboldt-Universität zu Berlin - Indexikalische und demonstrative Analyse phänomenaler Begriffe

Indexikalische und demonstrative Analyse phänomenaler Begriffe

Eine Untersuchung zur sprachphilosophischen Dimension des Bewusstseinsproblems

 

Mitarbeiter/Projektleiterin

PD Dr. Bettina Walde

 

Post:

Humboldt-Universität zu Berlin

Institut für Philosophie - Berlin School of Mind and Brain

Unter den Linden 6

10099 Berlin

 

Office:

Ziegelstr. 13C

 

be9093@yahoo.com  
Bettina.Walde@hu-berlin.de
 
Forschungsprojekt

 

Die Erklärung des Zusammenhangs von Geist und Gehirn, wie sie seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts intensiver als je zuvor betrieben wird, bildet ohne Zweifel einen der Dreh- und Angelpunkte, wenn es darum geht, eine umfassende Theorie des Geistes zu formulieren, menschliches Handeln zu verstehen und zu erklären, oder - ganz allgemein - Aussagen zu einem zeitgemäßen, wissenschaftlich fundierten Bild des Menschen zu machen. Das 20. Jahrhundert hat jedoch auch die Probleme bisheriger Erklärungsansätze deutlich werden lassen. Zu diesen Schwierigkeiten gehört unter anderem die Erklärung des phänomenalen Bewusstseins, die Erklärung der spezifischen Qualität mit der Erlebnisse in der Perspektive der ersten Person verbunden sind. Man kann aus den hier bislang bestehenden Schwierigkeiten vielerlei Konsequenzen ziehen. Etwa dass die Annahme, der menschliche Geist sei im weitesten Sinne physikalistisch erklärbar, doch falsch sei, oder dass der naturwissenschaftliche Blick auf die Welt grundsätzlich verfehlt sei und vieles andere mehr. In diesem Projekt jedoch soll ein anderer Weg beschritten werden.
 
Zu den Ausgangspunkten des Projektes gehört die Annahme, dass die bislang bestehenden Schwierigkeiten bei der Erklärung des menschlichen Geistes und des phänomenalen Bewusstseins ganz wesentlich mit den begrifflichen und theoretischen Voraussetzungen zu tun haben, die in bisherige Erklärungsansätze einfließen. Dass phänomenales Bewusstsein, wie es auch das menschliche Handeln begleitet, bislang kaum erklärt werden kann, hätte demnach auch mit den Begriffen zu tun, mit denen wir uns auf das Phänomen beziehen. Phänomenale Begriffe unterscheiden sich womöglich in einem wichtigen Punkt von den deskriptiven Begriffen wie sie u.a. auch in empirisch gestützten Theorien Verwendung finden. In den letzten 15-20 Jahren wurden verschiedene Vorschläge zur Analyse phänomenaler Begriffe entwickelt, die auf demonstrative begriffliche Elemente zurückgreifen (u.a. von K. Balog, J. Levin, B. Loar, J. Perry, M. Tye). Ziel dieses Projektes ist die Ausarbeitung eines Vorschlags zur Analyse phänomenaler Begriffe, der im Sinne eines Hybridansatzes phänomenale Begriffe sowohl mit Hilfe indexikalischer Bestandteile analysiert, als auch mit Hilfe von deskriptiv erfassbaren, kennzeichnenden Merkmalen.              

Formaler Projektrahmen
DFG-Projekt ("Eigene Stelle")
Laufzeit: April 2011 – März 2013