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Humboldt-Universität zu Berlin - Prüfungs- und Studienangelegenheiten

Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Philosophie | Prüfungs- und Studienangelegenheiten | Ordnungen | Regeln zur Umsetzung der Studien- und Prüfungsordnungen

Regeln zur Umsetzung der Studien- und Prüfungsordnungen

Rundschreiben vom 10. Juli 2009
(Änderungen und Ergänzungen vom 21.10.2009 sind rot markiert.)
(Ergänzungen vom 03.02.2010 sind orange markiert.)
(Ergänzungen vom 04.06.2010 sind beige markiert.)

Auch im zu Ende gehenden Sommersemester 2009 haben sich Studienfach- und Praktikums-berater, Prüfungsausschuß und Institutsrat mit den in der alltäglichen Praxis der Umsetzung unserer Studien- und Prüfungsordnungen auftretenden Fragen und Problemen befaßt und nach Lösungen gesucht. Im Namen des Prüfungsausschusses des Institutes für Philosophie möchte ich Sie auf folgende Beschlüsse und Empfehlungen aufmerksam machen, die auch den Einzelfallentscheidungen des PA zugrunde liegen:

I. Die am 12.01.2009 beschlossenen vier Regeln zur Umsetzung der Studien- und Prü-fungsordnungen (siehe Anlage 1) wurden wie folgt ergänzt:

(a) Die Regel 4 wird ergänzt um den Satz: „Die 33%-Regel findet ebenfalls Anwendung auf die Berufsfeldbezogene Zusatzqualifikation (ohne die 10 SP Praktikum): 7-8 SP (einschließlich ein Modul 2 x 5 SP) können an anderen Berliner Universitäten erworben werden.“
Folgende bisherige Einschränkung der Regel 4 fällt weg: „Ausgenommen bleiben die Veranstaltungen/ Module „Einführung in die Philosophie“ und „Logik“.

(b) Eine zukünftige Regel 5 soll die Betreuung von Masterarbeiten (SO M.A. § 6 (5)) präzisieren: Studierende des Masterstudienganges Philosophie, die einen Hochschullehrer als Betreuer und Prüfer für die Masterarbeit wählen, der kein eigenes Examenskolloquium anbietet, melden sich in einem thematisch passenden Examenskolloquium an. Der betreuende Hochschullehrer sichert, daß er mindestens an der Sitzung des Kolloquiums teilnimmt, in der die/ der Studierende über seine Arbeitsergebnisse in Vorbereitung der Masterarbeit vorträgt. In diesen Fällen von Betreuung ist es wünschenswert, daß das Zweitgutachten der Masterarbeit am Lehrstuhl angefertigt wird, der das Examenskolloquium durchführt.


II. Ich möchte Sie auf folgende, bei der Umsetzung der Ordnungen immer wieder zu Irritationen und Problemen führenden Aspekte gesondert hinweisen und Sie bitten, die getroffenen Regelungen bzw. Bestimmungen unbedingt zu beachten:

a.) Die Wiederholung von Prüfungen zwecks Notenverbesserung ist nach den derzeit geltenden Studien- und Prüfungsordnungen (bis auf die 2004er SO/PO B.A.) nicht möglich. Dennoch abgelegte Prüfungen gelten als irregulär und werden nicht gewertet.

b.) Prüfungsprotokolle müssen vom Prüfer vollständig und korrekt ausgefüllt sein und sollen zügig (sofort oder am nächsten Tag) im Prüfungsamt abgegeben werden. Auch die Modulbögen müssen vollständig und korrekt ausgefüllt sein. Die Modulzuordnung auf den Deckblättern der Hausarbeiten ist einzufordern.

c.) Studienleistungen, insbesondere in den Vorlesungen, die in den Modulbögen bestätigt werden, sind - so fordern dies die SO/PO - tatsächlich auch abzufordern (Protokolle, Essays, Referate etc.) und nicht nur für bloße Präsenz ( 1 SP) zu vergeben.


III. Folgende Ergänzungen und Änderungen an den SO/PO gelten mit Beschluß des IR vom 1. Juli 2009 als Regeln zur Umsetzung der Studien- und Prüfungsordnungen. Ein Antrag auf förmliche Änderungen der Ordnungen wird vom IR später initiiert.

1.) Regelung der Fristen für Begutachtungen von Abschlußarbeiten:

(a) In den PO B.A. Philosophie und Philosophie/Ethik (2007) wird §6 (5) ergänzt durch eine Einführung von Fristen für die Begutachtungen der Abschlußarbeiten. Diese Ergänzung gilt auch für § 18 (7) in der PO B.A. Philosophie (2004): „Die Frist für die Begutachtung der Bachelorarbeit beträgt 6 Wochen (plus 3 Wochen für das evtl. zu bestellende dritte Gutachten).“

(b) In den PO M.A. Philosophie (2007) und Philosophie/Ethik wird §6 (5) ergänzt durch folgende Regelung der Fristen für die Begutachtungen der Abschlußarbeiten: „Die Frist für die Begutachtung der Masterarbeit beträgt 8 Wochen (plus 4 Wochen für das evtl. zu bestellende dritte Gutachten.“

2.) Modifizierte Regelungen des Studienaufbaus:

(a) In der SO B.A. Philosophie (2007) gilt § 7 (1) 2. Abs. wie folgt verändert:
„Die folgenden Module können in beliebiger zeitlicher Reihenfolge belegt werden; das Institut für Philosophie empfiehlt den Studierenden jedoch nachdrücklich, die Module ‚Einführung in die Philosophie’ und ‚Logik’ in den ersten beiden Studiensemestern zu absolvieren.“

(b) In der SO B.A. Philosophie (2007) gilt § 7 (1) 3. Abs. wie folgt verändert und auf diese Weise an die Modulbeschreibungen auf S. 9/10 angepaßt: „Die folgenden Module können nach Abschluß der Module ‚Einführung in die Philosophie’, ‚Logik’, sowie ‚Theoretische Philosophie’ oder ‚Praktische Philosophie’ in beliebiger zeitlicher Reihenfolge belegt werden: Thematischer Schwerpunkt I, Thematischer Schwerpunkt II.“

(c) In der SO B.A. Philosophie wird im § 8 (4) folgender Satz ersatzlos gestrichen:
„Das Modul Schlüsselqualifikation kann erst nach Abschluß der Module Einführung, Logik, Praktische Philosophie oder Theoretische Philosophie belegt werden.“ Der erste Satz wird wie folgt ergänzt: „Die Module Schlüsselqualifikation, Berufsorientierung und Praktikum können während des gesamten Studiums absolviert werden.“

3.) Präzisierungen

(a) In der SO B.A. Philosophie Beifach (2007) muß es auf S. 11 im Modul 1 „Einführung in die Philosophie und VL Wahlfrei“ zukünftig heißen:
VL "Wahlfrei" 2 SWS 1 (anstelle 2) SP (für Präsenz und Vor- und Nachbereitung).
damit gilt: 2 SP (VL "Einführung") + 3 SP (TU) + 1 SP (VL "Wahfrei") + 1 SP (Klausur VL "Einführung") + 1 SP (mündliche Prüfung VL "Wahlfrei") = 8 SP.

(b) In der SO M.A. Philosophie werden im § 6 (S. 4) die Buchstabenkennzeichnung aus der SO B.A. Philosophie (§ 7, S. 4) übernommen:
A Theoretische Philosophie
B Praktische Philosophie
C Logik und Sprachphilosophie
D Phil. Anthropologie/ Kulturphilosophie
E Naturphilosophie und Wissenschaftstheorie

IV. Der Prüfungsausschuß beschließt folgende Handhabungsregel für das Prüfungsamt:
Studierende in B.A.-Studiengängen müssen die Studien- und Prüfungsleistungen für alle Module im Zweitfach nachweislich erbracht haben, um sich auf dem Prüfungsamt für die B.A.-Abschlußprüfung im Fach Philosophie anmelden zu können. Über Ausnahmen entscheidet der Prüfungsausschuß.


Mit besten Grüßen
 
Prof. Dr. Christian Möckel
Vorsitzender des Prüfungsausschusses

Anlage 1:
Regeln zur Umsetzung der Studien- und Prüfungsordnungen (15. Juli 2009)


1. Wiederholung von Prüfungen:
Die Wiederholung einer Prüfung (Notenverbesserung nach 2004er BA-Ordnung und Wiederholung nach nichtbestandener Modulprüfung) hat bei der selben Prüferin/beim selben Prüfer und für das selbe Lehrgebiet zu erfolgen, ein Wechsel der/s Prüferin/s und des Lehrgebietes ist in diesem Fall - bis auf Ausnahmen (Krankheit, Abwesendheit des Prüfers etc.) - ausgeschlossen.

2. Modulzuordnungen von Studien- und Prüfungsleistungen:
Im Nachhinein können bereits erbrachte, zugeordnete und angerechnete Leistungen nicht einem anderen Modul bzw. Lehrgebiet zugeordnet werden. Beim Erbringen bzw. Erfassen aller Studien- und Prüfungsleistungen ist die Modul- bzw. Lehrgebietszuordnung unbedingt auszuweisen. Um spätere Unklarheiten zu vermeiden auf, ist zukünftig die Modulzuordnung auch auf den Deckblättern der eingereichten Hausarbeiten anzugeben.

3. Modul- bzw. Lehrgebietszuordnungen im Vorlesungsverzeichnis:
Nach Bekanntgabe des vom Institutsrat beschlossenen Vorlesungsverzeichnisses können weitere Modul- bzw. Lehrgebietszuordnungen für einzelne Lehrveranstaltungen nur auf Antrag des Lehrenden an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses vorgenommen werden, der sich daraufhin mit dem Institutsdirektor abspricht.

4. Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen:
Die an anderen Universitäten Berlins und Potsdams erworbenen und dokumentierten Studien- und Prüfungsleistungen dürfen max. 33 % der insgesamt je Ordnung zu erbringenden Studienpunkte betragen. Damit können auch ganze Module an anderen Universitäten belegt und abgeschlossen werden. Voraussetzung ist die Übereinstimmung der belegten Leistungen mit den in unseren Ordnungen formulierten Anforderungen. Die 33%-Regel findet ebenfalls Anwendung auf die Berufsfeldbezogene Zusatzqualifikation (ohne die 10 SP Praktikum): 7-8 Studienpunkte (einschließlich ein Modul 2 x 5 SP) können an anderen Berliner Universitäten erworben werden.

5. Betreuung von Masterarbeiten
Studierende des Masterstudienganges Philosophie, die einen Hochschullehrer als Betreuer und Prüfer für die Masterarbeit wählen, der kein eigenes Examenskolloquium anbietet, melden sich in einem passenden Examenskolloquium an. Der betreuende Hochschullehrer sollte an der Sitzung des Kolloquiums teilnehmen, in der die/der Studierende über seine Arbeitsergebnisse in Vorbereitung der Masterarbeit vorträgt. In diesen Fällen von Betreuung ist es wünschenswert, daß das Zweitgutachten der Masterarbeit am Lehrstuhl angefertigt wird, der das Examenskolloquium durchführt.

6. Studieren vor der Immatrikulation

[1] Studierende, die an der HU immatrikuliert sind, jedoch noch nicht in einem Philosophiestudiengang, [2] und Studierende, die noch nicht an der HU immatrikuliert sind, aber bereits einen B.A.-Abschluß in Philosophie besitzen, [3] haben das Recht, auf Antrag an den Prüfungsausschuß am IfPh Lehrveranstaltungen zu belegen und in ihnen anerkennbare Studien- und Prüfungsleistungen zu erbringen, vorbehaltlich dem Einverständnis der jeweils Lehrenden.

[4] In diesen Fällen wird den Studierenden vom Prüfungsamt ein spezieller (farbiger) Modulbogen zum Eintragen der erbrachten Leistungen ausgehändigt, der rechtlich keinen sofortigen Anspruch auf eine Verbuchung von Leistungen begründet, der aber nach ordentlicher Immatrikulation in einem der Philosophiestudiengänge am IfPh der HU zur Vorlage beim Prüfungsausschuß zwecks Anerkennung auf einem regulären Modulbogen des IfPh berechtigt. [5] Der Antrag auf Anerkennung muß bei Leistungen für den M.A.-Studiengang im darauf folgenden Semester, bei Leistungen für den B.A.-Studiengang spätestens im zweiten Folgesemester gestellt werden.

[6] Für Studierende, die am IfPh in einem B.A.-Studiengang immatrikuliert sind und die bereits Lehrveranstaltungen in einem M.A.-Studiengang belegen und dabei Leistungen erbringen wollen, gilt weiterhin die Regelung, daß sie bei Erreichen von mindestens 150 SP (90 SP Kernfach, 60 SP Zweitfach) den Antrag auf Übernahme in den M.A.-Studiengang stellen können. [7] Eine darüber hinausgehende Öffnung der M.A.-Studiengänge ist nicht vorgesehen.

7. Regel: Verfahren bei Täuschungsversuchen

Festgestellte Täuschungsversuche bei Prüfungsleistungen (MAP) haben nach § 10 (2) der B.A.- und M.A.-PO (sowie nach § 38 [2] der ASSP) zur Konsequenz, daß die Prüfung als nicht bestanden gilt. Dies ist vom Prüfer im Prüfungsprotokoll zu vermerken und dem Prüfungsausschuß zur Kenntnis zubringen. Studierende haben nach § 10 (3) der PO das Recht, vom Prüfungsausschuß angehört zu werden und Entscheidungen der Prüfer überprüfen zu lassen. Machen die Studierenden von diesem Recht Gebrauch, so führt der Prüfungsausschuß die Anhörung und die Überprüfung durch und nimmt eine Rechtsbelehrung der Studierenden vor. Grundsätzlich prüft der PA in jedem zur Kenntnis gebrachten Täuschungsversuch, ob ein schwerwiegender Fall von Täuschung vorliegt, bei dem eine Wiederholung der Prüfung nicht möglich ist. Insbesondere Fälle von Täuschungsversuchen in Abschlußarbeiten, im Wiederholungsfall oder bei komplett übernommenen Texten gelten als schwerwiegende Fälle, in denen eine Anhörung vor der Entscheidung zwingend ist. Die Entscheidung, ob ein schwerwiegender Fall von Täuschung vorliegt, trifft der Prüfungsausschuß. Für den Magisterstudiengang gilt diese Durchführungsregel analog gemäß MAPO der HUB § 26 (1) (3).