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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Philosophie

Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 2008

Sommersemester 2008

[Stand: 08. Juni 2008] Änderungen sind rot markiert.


Vorlesungen  ·  Proseminare  ·  Hauptseminare  ·  Colloquien  ·  Schlüsselqualifikationen  ·  Fachdidaktik  ·  Meisterkurse  ·  Praxisorientierte Lehrveranstaltungen der Philosophischen Fakultät I  ·  Projekt "Studium & Praxis" der Philosophischen Fakultät I  ·  Job_Enter_08

Das Kommentierte Vorlesungsverzeichnis (KVV) kann hier als pdf heruntergeladen werden.

→ Die Module im Sommersemester 2008 finden Sie hier.
→ KVV früherer Semester finden Sie hier.

→ Zu den Verzeichnissen der Freien Universität Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Universität Potsdam.

Abkürzungen

VL - Vorlesung
TU - Tutorium
PS - Proseminar / Seminar im Grundstudium
UE - Übung
HS - Hauptseminar / Seminar im Hauptstudium
CO - Colloquium

Studienpunkte / ECTS

VL: 2 SP / Credits
TU: 4 SP / Credits
PS: 6 SP / Credits
HS: 8 SP / Credits


Bereiche

a    =    Logik
b    =    Theoretische Philosophie
c    =    Praktische Philosophie
d    =    Wahlfreie Gebiete
e    =    Einführung in die Philosophie
f     =    Fachdidaktik
LA  =    geeignet für Lehramtsstudent(inn)en
            SE:    Einführung in die Philosophie
            S1:    - Handlungstheorie, Praktische Philosophie
                     - Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie
            S2:    - Philosophische Anthropologie und Kulturphilosophie
                     - Philosophie von Sprache und Kommunikation;
                       Staat und Gesellschaft
                     - Philosophie der Ästhetik, Kunst und Religion
                     - Philosophie der Natur und Geschichte
            S3:    - Einführung in die Methoden der Philosophie
                     - Logisch-philosophische Propädeutik
                     - Argumentationstheorie
                     - Hermeneutik


Vorlesungen




Gerhardt, Volker                                                               VL                                                 51 001

Politische Philosophie der Gegenwart (c, d, LA/S1, S2)

Termin: Mo 16-18                   wöch.              Ort: UL6, 2097                       Beginn: 21.04.2008

Kommentar: In den zurückliegenden Semestern wurde in zwei Vorlesungsblöcken die Politische Philosophie der Antike und der Neuzeit behandelt. Den Abschluss bildet die Politische Philosophie der Gegenwart, der man folgen kann, ohne die vorangehenden Vorlesungen gehört zu haben. Die politische Gegenwart beginnt mit der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika und der unter dem Einfluss dieses Ereignisses stehenden Französischen Revolution. Der erste, der dieser Tatsache in vollem Umfang Rechnung trägt ist Alexis de Tocqueville. Mit ihm beginnt die Darstellung, die sich dann dem von Tocqueville beeinflussten John Stuart Mill zuwendet, der mit seiner Theorie des Parlamentarismus die Themen für das 20. Jahrhundert vorgibt. Es sind die Freiheit, die Menschenrechte, die Partizipation, die Repräsentation, die konstitutionelleDemokratie und die Gerechtigkeit. Die Debatte wird bis hin zu John Rawls und seiner zahlreichen Anhängerschaft verfolgt.

Die Politische Philosophie der Moderne ist reich an exponierten Individuen, die großen Einfluss auf ihre Zeit ausüben konnten. Dazu gehören allein in Deutschland Autoren wie Max Weber, Carl Schmitt, Hans Kelsen, Leo Strauß, Eric Voegelin, Karl Jaspers oder Hannah Arendt. Auch sie kommen zur Sprache.

Zur Einführung verweise ich auf die Darstellung einzelner Theorien in Karl Ballestrem/ Henning Ottmann, Politische Philosophie im 20. Jahrhundert, München 1990, auf die systematisch angelegte Einführung von Christoph Horn, Einführung in die Politische Philosophie, Darmstadt 2003 und auf die Gesamtdarstellung in Volker Gerhardt, Partizipation. Das Prinzip der Politik, München 2007.

 

Müller, Olaf                                                                       VL                                                 51 002

Freiheit und Naturwissenschaft (b, d)

Termin: Do 12-14                    wöch.              Ort: UL 6, 1072                      Beginn: 17.04.2008

Kommentar: Vor einem Vierteljahrhundert hat Benjamin Libet Experimente durchgeführt, die bis heute heiss umstritten sind. Ihre Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass unsere angeblich freien, spontanen Willensentscheidungen bereits feststehen, bevor wir uns ihrer bewusst werden. Diese Experimente sind meiner Ansicht nach besser als ihr Ruf – zumindest besser als ihr Ruf unter vielen Philosophen. Wer herauszufinden wünscht, was solche Experimente beweisen und was nicht, sollte sich nicht dafür zu schade sein, die raffinierten, aber lästigen Details neurophysiologischer Forschung kennenzulernen; wie so oft in der Naturwissenschaft kommt es hier aufs Kleingedruckte an. Ich möchte in der Vorlesung vorführen, wie sich die freiheitsfeindlichen Schlüsse Libets am besten rekonstruieren und extrapolieren lassen. Dass sie geradezu unausweichlich sind, wird bei meiner wissenschaftsphilosophischen Analyse natürlich nicht herauskommen. Vielmehr möchte ich (zum Abschluss der Vorlesung) ausarbeiten, welchen intellektuellen Preis wir zu zahlen haben, wenn wir trotz aller empirischer Gegenevidenzen doch an unserer Willensfreiheit festhalten wollen: Es ist der Preis einer dualistischen Metaphysik – einer Metaphysik, in der die Seele auch ausserhalb der Fesseln des Gehirns schalten & walten kann. Wem ist dieser Preis zu hoch?

Anmerkung: Da Hörerinnen, Hörer und Dozent immer gegen 13.00 Uhr in einer zehnminütigen Pause neue Kräfte schöpfen können sollen, kommt die Vorlesung nur für diejenigen infrage, die wirklich bis zum Ende der Vorlesung um 14.00 Uhr Zeit haben.

 

Max, Ingolf                                                                        VL                                                 51 008

Einführung in die Logik mit Tutorium (B.A.) (a, LA/S3)

Termin: Fr 8-10                       wöch.              Ort: UL6, 2014 A                   Beginn: 18.04.2007

Kommentar: In dieser Veranstaltung werden elementare Kenntnisse der Syntax, der Beweistheorie und der Semantik der klassischen Aussagen- und Prädikatenlogik vermittelt: formale Sprachen, Schlussregeln, logische Wahrheit. Besonderes Augenmerk wird auf die Übersetzung natürlichsprachlicher Argumentationen in die formale Sprache und sprachphilosophische Bezüge u.a. mit Blick auf das Modulseminar gelegt.

Anmerkungen:Die Vorlesung, das begleitende Tutorium und das Seminar bilden ein aufeinander abgestimmtes Modul und sollten im selben Semester absolviert werden.

Unter der Internetadresse http://amor.cms.hu-berlin.de/~maxingol/ EL2008_VL/ wird bis zum 01.04.2008 eine Seite eingerichtet, auf der weitere Informationen zur Vorlesung, den Tutorien, Literaturempfehlungen und aktuelle Angaben veröffentlicht werden. Die Modulprüfung erfolgt in der Form einer 90-minütigen Klausur.


Perler, Dominik                                                                  VL                                                 51 003

Ideentheorie in der früher Neuzeit (b, d)

Termin: Mo 12-14                   wöch.              Ort: UL6, 1072                       Beginn: 21.04.2008                

Kommentar: Der Ideenbegriff ist ein Kernbegriff der frühneuzeitlichen Erkenntnistheorie und Philosophie des Geistes. Mit Hilfe dieses Begriffs versuchten Descartes, Locke, Leibniz, Hume und andere prominente Autoren des 17. und 18. Jahrhunderts zu erklären, wie der Geist einen kognitiven Zugang zur Welt haben kann. Dabei gingen sie von der These aus, dass Ideen die Funktion haben, Gegenstände in der Welt zu repräsentieren. Doch was ist unter einer Repräsentation zu verstehen? Wie kommt sie zustande? Welche Art von kognitivem Zugang zur Welt ermöglicht sie? Und welche Art von Erkenntnis wird dadurch gewonnen? Die Vorlesung geht diesen systematisch motivierten Fragen anhand ausgewählter klassischer Texte nach. Dabei soll verdeutlicht werden, dass es keinen einheitlichen „way of ideas“ gab. In der frühen Neuzeit entstanden vielmehr verschiedene Ideentheorien, die von unterschiedlichen Konzeptionen des Geistes ausgingen und unterschiedliche Erklärungen des Geist-Welt-Verhältnisses zur Folge hatten.

Die Vorlesung verfolgt drei Ziele. Erstens sollen einzelne klassische Theorien in ihrem historischen Kontext rekonstruiert und kritisch diskutiert werden. Dabei sollen nicht nur viel zitierte Autoren wie Descartes und Locke, sondern auch weniger beachtete Philosophen wie Malebranche und Arnauld berücksichtigt werden. Zweitens sollen diese Theorien miteinander verglichen und auf ihre metaphysischen und erkenntnistheoretischen Voraussetzungen hin untersucht werden. Drittens schließlich sollen sie auch in Beziehung zu gegenwärtigen Repräsentationstheorien (etwa bei J. Fodor) gesetzt und systematisch ausgewertet werden.

Der Besuch der Vorlesung setzt keine Spezialkenntnisse der frühneuzeitlichen Philosophie voraus. Es wird aber erwartet, dass alle Teilnehmer/innen sorgfältig die Primärtexte lesen, die in der Vorlesung rekonstruiert und kritisch diskutiert werden.

Literatur
zur Vorbereitung (zu Beginn des Semesters wird eine ausführliche Literaturliste vorgestellt):

J. Bennett, Learning from Six Philosophers, 2 Bde., Oxford 2001.

D. Garber & M. Ayers (eds.), The Cambridge History of Seventeenth-Century Philosophy, Cambridge 1998 (Kap. 28-30).

N. Jolley, The Light of the Soul. Theories of Ideas in Leibniz, Malebranche, and Descartes, Oxford 1990.

D. Rutherford (ed.), The Cambridge Companion to Early Modern Philosophy, Cambridge 2006 (Kap. 3-5).

M. D. Wilson, Ideas and Mechanism. Essays on Early Modern Philosophy, Princeton 1999.


Rapp, Christof                                                                    VL                                                 51 004

Die vorsokratischen Philosophen (b, LA/S1)

Termin: Mo 14-16                   wöch.              Ort: UL6, 3038                       Beginn: 21.04.2008

Kommentar: Die abendländische Philosophie beginnt mit den sogenannten Vorsokratikern, nämlich denjenigen Philosophen, die vor Sokrates gelehrt haben. Die Philosophie Platons und Aristoteles stellt in weiten Teilen eine Auseinandersetzung mit diesen frühen Denkern dar. Allerdings bereitet das Verständnis dieser Philosophen einige Schwierigkeiten, die zum Teil durch die dürftige Überlieferung, zum Teil durch die Dunkelheit ihrer Lehren bedingt sind.

Die Vorlesung wird einen Überblick über die wichtigsten vorsokratischen Philosophen geben: Die Milesier (Thales, Anaximander, Anaximenes), Heraklit, Pythagoras und die Pythagoreer, Xenophanes, die Eleaten (Parmenides, Zenon, Melissos), Empedokles, Anaxagoras und die Atomisten (Leukipp und Demokrit).

Die Vorlesung ist als Einführung in die Philosophie und die Methoden der antiken Philosophie geeignet.

 

Schmidt, Thomas                                                                VL                                                 51 005

Werte (c)

Termin: Do 14-16                    wöch.              Ort: UL6, 3094                       Beginn: 17.04.2008

Kommentar: Was sind Werte? Was meinen wir, wenn wir sagen, dass etwas, zum Beispiel Glück, Freiheit oder Freundschaft, ein Wert ist? Was macht etwas Wertvolles überhaupt wertvoll? Welche Arten von Werten lassen sich unterscheiden, und wie hängen sie zusammen? Sind alle Werte miteinander vergleichbar? In welchem Verhältnis stehen Werte zu Normen? - Diese und verwandte Fragen sind Thema dieser Vorlesung, in der grundlegende Begriffe und Positionen aus der philosophischen Werttheorie eingeführt und diskutiert werden.

 

Schwemmer, Oswald                                                          VL                                                 51 006

Philosophie des 20. Jahrhunderts Teil II: Husserl, Heidegger, Cassirer, Wittgenstein

(b, d, LA/S2)

Termin: Di 16-18                     wöch.              Ort: UL6, 3038                       Beginn: 15.04.2008

Kommentar: In der Vorlesung werden vier prägende philosophische Konzeptionen des 20. Jahrhunderts vorgestellt. Als repräsentative Darstellungen dieser Konzeptionen sind folgende Werke empfohlen: Edmund Husserl, Phänomenologische Psychologie. Hamburg [Felix Meiner Verlag] 2003; Ders., Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie. Hamburg [Felix Meiner Verlag] 1982; Martin Heidegger, Sein und Zeit. Tübingen [Max Niemeyer Verlag] 1976; Ders.: Wegmarken, Frankfurt am Main [Vittorio Klostermann] 1976; Ernst Cassirer, Zur Logik der Kulturwissenschaften. Darmstadt [Wissenschaftliche Buchgesellschaft] 1971, Ders., Versuch über den Menschen. Einführung in eine Philosophie der Kultur. Hamburg [Felix Meiner Verlag] 1996; Ludwig Wittgenstein, Tractatus logico-philosophicus, Philosophische Untersuchen. In: Ders., Schriften 1. Frankfurt am Main [Suhrkamp Verlag] 1960.

 

Thöle, Bernhard                                                                 VL                                                 51 007

Kants Kritik der Metaphysik (b, LA/S1)

Termin: Di 14-16                     wöch.              Ort: UL 6, 1072                      Beginn: 15.04.2008

Kommentar: Die in der "Kritik der reinen Vernunft" durchgeführte Untersuchung unserer Erkenntnisvermögen soll in erster Linie dazu dienen, über die Möglichkeit und Grenzen metaphysischer Erkenntnis zu entscheiden. Ein Resultat dieser Untersuchung besteht darin, dass eine über die Grenzen möglicher Erfahrung hinausgehende Vernunfterkenntnis unmöglich sein soll. Gegenstand der Vorlesung ist Kants kritische Auseinandersetzung mit den Erkenntnisansprüchen der traditionellen Metaphysik. Im Zentrum soll Kants Diskussion der folgenden Fragen stehen: Was ist die Natur unserer Seele? In welchem Verhältnis stehen Körper und Seele? Lässt sich die Unsterblichkeit der Seele beweisen? Ist die Welt endlich oder unendlich? Hat sie einen Anfang in der Zeit? Ist Materie unendlich teilbar? Gilt ein vollständiger Determinismus in der Natur? Kann es einen freien Willen geben? Lässt sich die Existenz Gottes beweisen?


Runggaldier, Edmund                                                          VL                                             60850

Ontologie: Dispositionen und Funktionen (b, d)

Termin: Mi 16-18                    wöch.              Ort: BU 26, 008                      Beginn: 16.04.2008

Kommentar:In unserem Alltag schreiben wir Lebewesen, menschlichen Personen, aber auch Maschinen Dispositionen zu: sobald sie sich in entsprechenden Umständen befinden, reagieren bzw. verhalten sie sich auf bestimmte Weise. Wie kann man aber Dispositionen in ihrer Objektivität fassen? Empiristen hatten Probleme, sie zufriedenstellend zu deuten. Probleme hatten sie aber auch mit unserer alltäglichen Annahme, dass Organen, Bestandteilen von Maschinen sowie bestimmten Prozessen in komplexen Systemen Funktionen zukommen. In der Vorlesung möchte ich auf die neueren realistischen Theorien eingehen, die sowohl Dispositionen als auch Funktionen zu den Eigenschaften zählen. Diese Theorien haben heftige Debatten ausgelöst. Wie soll man beispielsweise zu Recht zwischen zufälligen Funktionen und „proper functions“ unterscheiden können?

Literatur: Munford S., Dispositions. Oxford 1998; Ariew A., Cummins R., Perlman M. (Ed.), Functions. Oxford 2002; Molnar G., Powers. Oxford 2003.


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Proseminare

Anwander, Norbert                                                  PS                                             51015

Immanuel Kant: Rechtslehre (c, d, LA/S1, S2)

Termin: Do 12-14                    wöch.              Ort: DOR 24, 1.404                Beginn: 17.04.2008

Kommentar: Immanuel Kants Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre gehört zu den Klassikern der liberalen Rechts- und Staatsphilosophie. Anspruch der 1797 als erster Teil der Metaphysik der Sitten erschienen Schrift ist es, aus der Vernunft die normativen Grundlagen des positiven Rechts zu gewinnen. Im Zentrum von Kants Rechtsphilosophie steht die Freiheit: Das Recht ist „der Inbegriff der Bedingungen, unter denen die Willkür des einen mit der Willkür des anderen nach einem allgemeinen Gesetze der Freiheit zusammen vereinigt werden kann“. Im Proseminar werden wir uns zunächst mit dieser Bestimmung des Rechts auseinandersetzen und untersuchen, wie Kant das Verhältnis von Recht und Moral sieht. Anschließend sollen zentrale Lehrstücke zum Privatrecht und zum Öffentlichen Recht behandelt werden, unter anderem Eigentum und Vertrag sowie staatliches Strafen und das Völkerrecht. Kants Rechtslehre ist kein leicht verständlicher Text; wir werden deshalb begleitend auch Kommentare und Sekundärliteratur lesen.

Literatur: Zur Anschaffung empfohlen: Immanuel Kant, Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre, hrsg. von Bernd Ludwig, Hamburg: Meiner 1986.

Anmerkung: Die Lehrveranstaltung "Kant: Rechtslehre" ist im Rahmen des B.A.-Basismoduls "Praktische Philosophie" geeignet zur Kombination mit der VL "Werte" von Prof. Schmidt.

 

Anwander, Norbert                                                             PS                                                 51 016

Toleranz (c, d, LA/S1, S2)

Termin: Di 14-16                     wöch.              Ort: DOR 24, 1.402                Beginn: 15.04.2008

Kommentar: Zumal in modernen, westlichen, liberalen Gesellschaften gilt Toleranz als eine der wichtigsten öffentlichen Tugenden, und den Vorwurf, intolerant zu sein, möchten wohl auch im Privatbereich die wenigsten von uns auf sich sitzen lassen. Eine unproblematische Tugend ist die Toleranz indes nicht: Zum einen scheint es Verhaltensweisen zu geben, die auf keinen Fall geduldet werden dürfen. Dazu mag auch das Verhalten derer gehören, die selbst intolerant sind. Zum anderen sehen Kritiker in der Toleranz eine Haltung, die immer noch von Ablehnung oder gar Herablassung geprägt ist und zugunsten echter Anerkennung überwunden werden sollte. Ziel dieses Proseminars ist es, Klarheit über Begriff und Wert von Toleranz zu gewinnen. Wir wollen untersuchen, was genau es heißt, etwas zu tolerieren, und uns die Frage stellen, warum Toleranz eine gute Sache sein soll. Dazu werden wir uns mit klassischen und zeitgenössischen Texten zur Toleranz auseinandersetzen sowie gelegentlich auch einen Blick auf aktuelle Debatten werfen.

Literatur: Ein Reader mit der im Seminar behandelten Literatur steht zu Semesterbeginn zur Verfügung.

Anmerkung: Die Lehrveranstaltung „Toleranz“ ist im Rahmen des B.A.-Basismoduls „Praktische Philosophie“ geeignet zur Kombination mit der VL „Werte“ von Prof. Schmidt.


Brüllmann, Philipp                                                              PS                                                 51 017

Aristoteles' Protreptikos (c)

Termin: Do 16-18                    wöch.              Ort: I 110, 241                        Beginn: 17.04.2008

Kommentar: Aristoteles’ Protreptikos, der nur durch Zitate des Neuplatonikers Iamblich überliefert ist, bietet eine Werbeschrift für die Philosophie (das griechische Wort „protrepein“ bedeutet „hinwenden“ oder „ermuntern“). Ziel der Schrift ist zu zeigen, dass die Philosophie nicht nur von großem Nutzen für das tägliche Leben ist, sondern dass sogar erst die Beschäftigung mit ihr ein wahrhaft vollendetes und glückliches Leben ermöglicht. Die Argumente, die dabei zur Anwendung kommen, basieren auf Annahmen aus ganz unterschiedlichen Bereichen wie etwa der Ethik, der Physik, Metaphysik und Seelenlehre. Daher gibt der Protreptikos nicht nur Aufschluss über den Philosophie- und Glücksbegriff des Aristoteles, sondern bietet eine kleine Einführung in die Philosophie selbst. Im Seminar wollen wir versuchen, durch genaue Lektüre die Argumentation nachzuvollziehen und den Spuren zu folgen, die vom Protreptikos zu anderen Werken des Aristoteles, aber auch zu den Dialogen Platons ausgehen. Dabei sollen nicht zuletzt das rhetorische Anliegen und die besondere Überlieferungsgeschichte der Schrift berücksichtigt werden.

Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft, ein Referat zu übernehmen. Griechischkenntnisse sind hilfreich, aber keine Bedingung. Scheinerwerb durch Hausarbeit.

Literatur: Textgrundlage ist: Ingemar Düring, Der Protreptikos des Aristoteles. Einleitung, Übersetzung und Kommentar, Frankfurt am Main 21993 (11969). Im Laufe des Seminars werden wir uns allerdings auch mit anderen Rekonstruktionsversuchen befassen.



Crone, Katja                                                                  PS                                                     51047

Gilbert Ryle: The Concept of Mind (b, d)


Termin: Di 14-16        wöch.        Ort: I 110, 241    Beginn: 15.04.2008

The work of Gilbert Ryle is typically associated with the paradigm of philosophical behaviourism – a critically debated view, which has, at least in its initial versions, largely been abandoned in current theories of consciousness. However, Ryle's work is by no means out-dated: In "The Concept of Mind" Ryle addresses many philosophical problems, which are object of ongoing debates in the philosophy of mind (such as the question of self-knowledge, practical knowledge, free will and emotions). More important, the book reflects fundamental concerns on the nature of mind and mental states and raises provocative questions, which still govern the contemporary debate. Ryle's book is thus suited for an introduction into the field of philosophy of mind.
The seminar will focus on a close reading of selected chapters of Ryle's book.

Literature: Ryle, Gilbert (1949) The Concept of Mind, London: Hutchinson (republication 2000, London: Penguin Books).
Further readings will be announced in the first session.




Crone, Katja                                                               PS                                                     51048


Conceptions of Personal Identity (b, d)

Termin: Mi 14-16        wöch.        Ort: I 110, 241        Beginn: 16.04.2008

What makes a person remain one and the same throughout her life although she obviously changes (physically and psychologically)? This problem has different aspects: On the one hand, it raises the epistemological question of which conditions must be met in order to correctly claim that a person at a certain point in time is identical with her past self. On the other hand, it addresses the practical question of whether and to what extend a person after a period of time is still responsible for actions she performed in the past. The current debate in the philosophy of mind is still strongly influenced by the historical debate, which has been initiated by John Locke. In the seminar we will be dealing with selected texts taken from both strands of discussion.

Literature: Locke, John (1689) An Essay Concerning Human Understanding, book 2, ch. 27 (Of Identity and Diversity).
Reid, Thomas (1785) Essays on the Intellectual Powers of Man (ch. Of Identity).
Butler, Joseph (1763) The Analogy of Religion (ch. Of Personal Identity).
Parfit, Derek (1971) "Personal Identity", in: The Philosophical Review, Vol. 80, No. 1.
Williams, Bernard (1970) "The Self and the Future", in: The Philosophical Review, Vol. 79, No. 2.
Perry, John (Hg.) (1975) Personal Identity, Berekley: University of California Press.
Noonan, Harald W. (1989) Personal Identity, London: Routledge.
Shoemaker, Sidney (1959) "Personal Identity and Memory", in: The Journal of Philosophy, Vol. 55, No. 22.

Further readings will be announced in the first session.


Fischer, Katharina                                                             PS                                                 51 018

Aristoteles, Physik I und III (über Bewegung/Veränderung) (b)

Termin: Fr 10-12                     wöch.              Ort: I 110, 241                        Beginn: 18.04.2008

Kommentar: Der Begriff der Bewegung (kinêsis), der bei Aristoteles nicht nur Ortsbewegung, sondern auch quantitative und qualitative Veränderung umfasst, sowie der Begriff der Veränderung (metabolê), der sich dazu noch auf die substantielle Veränderung bezieht, spielen in seiner Philosophie eine wichtige Rolle. Alle natürlichen Gegenstände zeichnen sich nämlich dadurch aus, wie er sagt, dass sie in sich ein Prinzip der Bewegung und Veränderung haben.

Das Ziel des Seminars ist es, Studierenden im Grundstudium durch die detaillierte Lektüre der wichtigsten Textstellen den aristotelischen Bewegungsbegriff nahe zu bringen. Im Vordergrund stehen dabei das erste und das dritte Buch der „Physik“, in denen Aristoteles einerseits die Prinzipien von Veränderung diskutiert und andererseits Bewegung definiert.

Literatur: Ross, W.D., Aristotle’s Physics. A Revised Text with Introduction and Commentary, Oxford 1936. Wagner, H., Aristoteles. Physikvorlesung, Berlin 51989.

 



Gerhardt, Volker                                                                PS                                                 51 019

Kants Theorie der Kultur (c, d, LA/S1, S2)

Termin: Di 14-16                     wöch.              Ort: DOR 24, 1.406                Beginn: 22.04.2008

Kommentar: Der Begriff der Kultur gehört zu den lange Zeit vernachlässigten Basisbegriffen der Kritischen Philosophie Kants. Er ist zwar in den so genannten Kleinen Schriften sowie in der Critik der Urtheilskraft gar nicht zu übersehen, hat aber, wie auch der Begriff des Lebens, lange Zeit nicht die Beachtung der Kant-Interpreten gefunden, die er verdient. Man kann aber weder Kants Theorie des Menschen, noch die der Wissenschaft, des Rechts, der Geschichte oder der Kunst verstehen, wenn man nicht die tragende Funktion des Kulturbegriffs in Rechnung stellt. Darauf möchte das Proseminar durch Lektüre der einschlägigen Texte aufmerksam machen.

Zur vorbereitenden Lektüre sei Kants 1786 publizierter Aufsatz Muthmaßlicher Anfang der Menschengeschichte empfohlen. Wer sich schon vor Beginn des Seminars für die Übernahme eines Referats interessiert, schreibe an Volker.Gerhardt@Philosophie.HU-Berlin.de.

 

Gertken, Jan                                                                      PS                                                 51 020

Glück und gutes Leben (c, d, LA/S1, S2)

Termin: Do 10-12                    wöch.              Ort: I 110, 239                     Beginn: 17.04.2008

Kommentar: Was zeichnet ein gutes oder gelungenes Leben aus? Was ist das Gute für eine Person? Ist, sich glücklich zu fühlen, das einzige, worauf es im Leben ankommt, oder gibt es Werte, die unabhängig von ihrer Auswirkung auf das subjektive Lebensgefühl von zentraler Bedeutung sind? Fragen wie diese sind seit einiger Zeit wieder verstärkt in den Fokus der Philosophie geraten, so dass bisweilen sogar von einer Renaissance der Frage nach dem guten Leben gesprochen wird. Ziel des Seminars ist es, prominente philosophische Konzeptionen des guten Lebens unter die Lupe zu nehmen und auf ihre Vor- und Nachteile hin zu befragen –  auch, um zu einem besseren Verständnis der Frage selbst zu gelangen.

Literatur: Ein Reader mit der im Seminar behandelten Literatur steht zum Semesterbeginn zur Verfügung. Zur Einstimmung auf das Seminar geeignet: Nozick, Robert (1993) „Glück“, in ders. Vom richtigen, guten und glücklichen Leben, München: DTV.

Anmerkung: Die Lehrveranstaltung „Glück und gutes Leben“ ist im Rahmen des B.A.-Basismoduls „Praktische Philosophie“ geeignet zur Kombination mit der VL „Werte“ von Prof. Schmidt.

 

Graupner, Dieter                                                                PS                                                 51 021

Technische Kultur – Möglichkeiten und Grenzen des menschlich Machbaren

(c, d, LA/S1)

Termin: Mo 10-12                   wöch.              Ort: RUD 25, 408*                 Beginn: 21.04.2008

Kommentar: Technik ist von Anfang an darauf gerichtet, dem Menschen in seiner Lebensgestaltung Erleichterungen zu bringen. Wo liegen Möglichkeiten und Grenzen einer dominant technisch gestalteten Kultur heute? Kann sich eine Ethik, die sich moderner Technik ‚verpflichtet’ fühlt, allein auf die Bewertung des technisch Machbaren einschränken? Techne als Erfahrung menschlicher Existenz impliziert von Anbeginn Werturteile über Absichten und Resultate im technischen Handeln. Ein wesentliches Kriterium dabei ist das der Machbarkeit. Jedoch ist der Machbarkeitsaspekt sowohl technikhistorisch als auch in Blick auf philosophische Ethik vielschichtig. Gleichsam ist gegenwärtig immer mehr die Frage nach der Stellung des Menschen im Rahmen moderner Technik- und Kulturgestaltung ein Diskussionsgegenstand.

Literatur: Hubig, Christoph: Die Kunst des Möglichen. I, Bielefeld 2006. Popitz; Heinrich: Der Aufbruch zur artifiziellen Gesellschaft. Zur Anthropologie der Technik. Tübingen 1995

* Ort der Veranstaltung: Institut für Informatik, Rudower Chaussee 25, Ecke Magnusstr., Haus 3, Etage 4, Raum 408

 

Graupner, Dieter                                                                PS                                                 51 022

Würde und Wert – Tradition und Aktualität der Diskussion (c, d, LA/S1)

Termin: Mi 10-12                    wöch.              Ort: UL 6, 3092                      Beginn: 16.04.2008

Kommentar: Die Wissenschaftsentwicklung – insbesondere in den Human- und Lebenswissenschaften setzt die alten Fragen nach der Würde des Menschen und dem Wert menschlichen Lebens in neuartiger Weise auf die Tagesordnung. Es scheint hier um eine Umwertung von Werten und Orientierungen sowohl für das individuelle als auch für das soziale Leben zu gehen. Wie kann die Unantastbarkeit menschlicher Würde bezüglich aktueller Erkenntnisse aufrecht erhalten werden. Welche Orientierungen aus philosophischer Tradition sind hilfreich im Umgang mit den „neuen“ Werten sowohl in deren Orientierungsfunktion für das Leben als auch in Bezug auf die Würde des Menschen. Anhand einiger Positionen aus verschiedenen philosophischen Strömungen soll diesen Fragen nachgegangen werden. In einem weiteren Schritt geht es um die kritische Diskussion aktueller Einordnungen dieser Probleme.

Literatur: Höffe, Otfried (Hrsg.): Gentechnik und Menschenwürde. An den Grenzen von Ethik und Recht. Köln 2002. Leist, Anton: Die gute Handlung. Eine Einführung in die Ethik. Berlin 2000

 

Hennig, Boris                                                                     PS                                                 51 023

Zur Geschichte des Begriffs der Ursache (b, d)

Termin: Do 12-16                    wöch.              Ort: I 110, 239                        Beginn: 17.04.2008

Kommentar: Wir verstehen etwas dann, sagt Aristoteles, wenn wir seine Ursachen kennen. Philosophen wollen wissen, was es heißt, etwas zu verstehen. Deshalb müssen sie sich auch fragen, was eigentlich eine Ursache ist. Aristoteles unterscheidet zwischen verschiedenen Arten von Ursachen, die verschiedenen Arten des Erklärens und Verstehens entsprechen. In der Neuzeit hat es sich durchgesetzt, vor allem eine davon ernst zu nehmen: die so genannte effiziente Ursache, und ihr entsprechend die „kausale“ Erklärung.

Im Seminar soll es darum gehen, diese Entwicklung anhand ausgewählter Texte nachzuvollziehen. Die Texte, die wir lesen werden, fallen in drei Gruppen: (1) Aristoteles und das Mittelalter, (2) Hume und Kant, und (3) ausgewählte Kausalitätsbegriffe und -theorien des 20. Jahrhunderts.

Referate sollen nicht gehalten werden. Das bedeutet, dass jeder Teilnehmer alle Texte selbst gründlich vorbereiten muss. Scheinerwerb und sonstige Qualifikation erfolgt über schriftliche Arbeiten.

Texte, die auf jeden Fall eine Anschaffung lohnen: Aristoteles, Physik. Jede Ausgabe mit Bekker-Paginierung (z.B. “191b”). Kant, Immanuel, Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, Meiner Verlag.

 

Herzberg, Guntolf                                                              PS                                                 51 024

Hannah Arendt: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft (c, d, LA/S1, S2)

Termin: Fr 10-12                     wöch.              Ort: UL 6, 2014 B                   Beginn: 18.04.2008

Kommentar: Dieses monumentale (und verquere und mißzuverstehende und kritisierte) Werk von über 1000 Seiten gehört zu den wichtigsten Resultaten des politischen Denkens im 20. Jahrhundert – es umfasst Segmente der Philosophie, der Soziologie, der Politikwissenschaft und der Geschichtsschreibung – und analysiert materialreich in drei umfangreichen Teilen den Antisemitismus, den Imperialismus, die totale Herrschaft des Nationalsozialismus und des stalinistischen Bolschewismus. In genau ausgewählten Kapiteln wird der Stoff auf ein zu bewältigendes Lesepensum reduziert. (Wer sich nicht zutraut, in 13 Wochen ca. 500 Seiten Hannah Arendt plus einige Sekundärliteratur zu lesen, sollte besser nicht teilnehmen.)

Das Seminar versteht sich als eine Einführung in das politische Denken von Hannah Arendt, als analytischer Zugang zu den großen Katastrophen des 20. Jahrhunderts – Weltkriege – Holocaust – Diktaturen – und möchte zur persönlichen Orientierung in politischen Krisen beitragen.

Karl Jaspers schreibt über das Buch: „Für die Verfasserin gilt nicht der alte Satz: so mußte es kommen. Die Konstruktion der Sinnzusammenhänge, die zu Kausalitäten der Geschichte werden oder werden können, sind nicht als schlechthin zwingend gemeint. Denn erkannt, sind sie revidierbar. Es liegt am Menschen und nicht an einem dunklen Verhängnis, was aus ihm wird. […] In diesem Buch wirkt die hohe Vernunft eines leidenschaftlich erfahrenen Menschen, der sich dem Äußersten nicht entzogen hat, der die Augen nicht verschließt, wo Nichtsehen bequemer ist, der rücksichtslos mit sich selber kämpft.“


King, Colin                                                                          PS                                                 51 025

Freiheit in der politischen Philosophie (c)

Termin: Do 10-12                   wöch.              Ort: DOR 24, 1.406                    Beginn: 21.04.2008

Kommentar: Ob Individuen in ihrem Wollen und Handeln frei sind, ist eine Frage der Handlungstheorie. Dass Individuen – innerhalb gewisser Einschränkungen – frei sein sollen, das zu tun, was sie wollen, ist dagegen eine in modernen liberalen Demokratien allgemein akzeptierte politische Forderung. Meinungsverschiedenheiten gibt es allerdings hinsichtlich der Bestimmung und Rechtfertigung von Freiheitseinschränkungen. Eine genuin politikphilosophische Frage ist es, wie andere Forderungen auf Kosten von individueller Freiheit begründet werden können und welche diese sind. Diese Frage kann mit Hinblick auf verschiedene Teilfreiheiten (z.B. Glaubensfreiheit, Redefreit) präzisiert werden; sie soll Gegenstand dieses Seminars sein.

Von der neuzeitlichen Konstruktion des politischen Werts der Freiheit (Constant 1819, Mill 1859) ausgehend werden wir die Analyse des Freiheitsbegriffs bei zeitgenössischen Autoren aufnehmen (Berlin 1958, MacCallum 1967, Williams 2005), um schliesslich bestimmte, praktische Probleme der politischen Freheit zu besprechen.

Literatur: Neben einem Online-Ordner in Moodle mit allen Texten wird ein Reader zur Verfügung gestellt; mit der Ausnahme von wenigen neueren Arbeiten werden die Texte in deutscher Übersetzung gelesen. Zur Einführung empfohlen: Isaiah Berlin (1958): “Two Concepts of Liberty”, nachgedruckt in: Four Essays on Liberty, Oxford 1969.




Krois, John Michael                                                         PS

                                              51 051 

Bewegungswahrnehmung

Kommentar:

Bewegungswahrnehmung ist ein transdisziplinäres Forschungsseminar. Gegenstand der Forschung ist der Wahrnehmungsprozess. Ausgehend von einem Konzept des Wahrnehmens als interaktive, kognitive Handlung – die so genannte enactive approach – wird ihre Ausführung anhand der Wahrnehmung von Klang und Körperbewegung untersucht.
Das Wahrgenommene wird somit Medium für die Untersuchung des Prozesses seiner Entstehung. Die Erforschung des Wahrnehmens erfolgt dementsprechend durch die methodische und reflexive Verknüpfung dreier Prozesse, die sich aus aktiven Handlungen ergeben: Klang, Körperbewegung und das Wahrnehmen selbst.

In diesem experimentellen Seminar wird ein methodischer Ansatz verfolgt – die embodied reflection –, der sich aus der synergetischen Anwendung körperzentrierten und situationsspezifischen sowie analytisch-sprachlichen Reflexionsformen ergibt.

Arbeiten von Alva Noë bilden die theoretische Referenz dieses Forschungsvorhabens.

Dozenten:
Alex Arteaga (UNI.K – UdK | Studio für Klangkunst und Klangforschung)
Prof. Ingo Reulecke (Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin – Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz)
Prof. Dr. John Michael Krois (Institut für Philosophie. Humboldt Universität zu Berlin)

Termine:
4.-5. Juli  2008, jeweils von 12 bis 18 Uhr
22.-27. September 2008, jeweils von 12 bis 18 Uhr
Öffentliche Endpräsentation: 27. September 2008 ab 19 Uhr

Ort:
Gemeindesall der Immanuel-Kirchengemeinde
Immanuelkirchstr. 1a, ( parterre), 10405 Berlin

Anmeldung:
Das Seminar ist an Studierende, Wissenschaftler, Tänzer, Choreographer und Künstler adressiert.
Die Teilnahme ist nur als aktiver Teilnehmer an beiden Terminen möglich.
Die Teilnehmerzahl ist auf 30 beschränkt.
Die Anmeldung ist erforderlich.
Anmeldungsfrist: 14. Juni 2008
Anmeldung nur per mail an: katharina_resch@web.de. Bitte dabei angeben (wenn zutreffend) Studiengang und Universität und kurze Darlegung der Motivation für die Teilnahme.

Mit freundlicher Unterstützung der Tanzfabrik Berlin


Lailach, Andrea                                                                  PS                                                 51 026

Johann Gottlieb Fichte: Wissenschaftslehre von 1794 (b, LA/S1)

Termin: Fr 12-14                     wöch.              Ort: DOR 24, 1.406                Beginn: 18.04.2008

Kommentar: Fichte hat, beeinflusst durch Kant, den Versuch unternommen, eine sytematische Version eines transzendentalen Idealismus zu entwickeln, der die Frage beantwortet, wie Wissenschaft als Wissenschaft überhaupt möglich ist. Die einflussreichste These seiner "Wissenschaftslehre" lautet, dass das gesamte System auf einem Konzept der Subjektivtät beruht, von Fichte das "Absolute Ich" genannt. In diesem einführenden Seminar soll zunächst die Lektüre und das Verständnis der ersten Wissenschaftslehre von 1794 im Vordergrund stehen. Dabei soll es einerseits darum gehen, ein Verständnis für Fichtes Thesen zu erarbeiten, andererseits soll aber auch deren Relevanz für aktuelle Fragen in der Philosophie des Geistes untersucht werden.

Literatur:Fichte, Wissenschaftslehre 1794, für weitere Texte wird ein Reader erstellt.

 

Lailach, Andrea                                                                  PS                                                 51 027

Subjektivität und Intersubjektivität. Zu den intersubjektiven Bedingungen von Selbstbewusstsein (b, LA/S1)

Termin: Di 16-18                     wöch.              Ort: DOR 24, 1.406                Beginn: 15.04.2008

Kommentar: Der These, dass Selbstwissen keiner unabhängigen Rechtfertigung bedarf, weil ein Subjekt in dem Wissen um seine eigenen mentalen Zustände direkt und unmittelbar gerechtfertigt ist, ist aus verschieden Gründen widersprochen worden. Einer der Gründe lautet: Die epistemische Selbstaufklärung des einzelnen Subjekts kann nur als Reaktion auf die Aufforderung durch den jeweils Anderen verstanden werden. Das bedeutet, dass Selbstwissen gerade nicht unabhängig zu rechtfertigen ist, sondern im Gegenteil intersubjektive Bedingungen hat. In dem Seminar wird es darum gehen, die verschiedenen Argumente, die für eine intersubjektive Bedingtheit von Selbstbewusstsein sprechen, anhand ausgewählter Intersubjektivitätstheorien vorzustellen und ihre Plausibilität zu diskutieren.

Literatur: Ein Reader mit den zu diskutierenden Texten wird erstellt.

 

Malink, Marko                                                                  PS                                                 51 028

Aristotelische Logik (b, d, LA/S3)

Termin: Di 12-14                     wöch.              Ort: I 110, 241                        Beginn: 15.04.2008

Kommentar: Aristoteles gilt als der Begründer der formalen Logik und hat wie kein Zweiter die Entwicklung der westlichen Logik beeinflusst. Insbesondere seine assertorische Syllogistik bildete bis ins 19. Jh. das dominierende Paradigma der Logik, bis sie von der Frege-Russellschen Quantorenlogik abgelöst wurde. Neben der assertorischen, d.h. nicht-modalen Syllogistik (Erste Analytiken I.1-2 und 4-7) gibt es die modale Syllogistik, in welcher modalisierte Sätze wie „A kommt notwendigerweise allem B zu“ behandelt werden (Erste Analytiken I.3 und 8-22).

Im Seminar werden wir zunächst die assertorische Syllogistik ausführlich besprechen und danach ausgewählte Probleme der modalen Syllogistik behandeln. Wir wollen u.a. die Syllogistik in den Kontext der übrigen logischen Werke des Aristoteles einordnen, verschiedene Strategien zur Darstellung ihrer Syntax und Semantik kennen lernen und sie mit Systemen der modernen Logik vergleichen.

Zur Einführung wird empfohlen: Patzig, Günther: Die Aristotelische Syllogistik, Göttingen 31969; Smith, Robin: Aristotle – Prior Analytics, Indianapolis 1989.

Teilnahmevoraussetzung: Übernahme eines Referats, Lösung von Übungsaufgaben. Prüfungsleistung: Hausarbeit.

 

Max, Ingolf                                                                         PS                                                 51 047

Einführung in die Logik (B.A.) (a, LA/S3)

Termin: Fr 10-12                     wöch.              Ort: UL6, 2014 A                   Beginn: 18.04.2004

Kommentar: Im Seminar wird anhand des originellen Werkes „Logik-philosophische Abhandlung. Tractatus logico-philosophicus“ von Ludwig Wittgenstein diskutiert, inwieweit und auf welche Weise Logik und Philosophie miteinander verflochten sind. Dabei werden einerseits die Kenntnisse aus den Logikvorlesungen und den Tutorien vertieft und andererseits die kontroversen Bemerkungen von Wittgenstein vor dem Hintergrund der klassischen Logik transparent gemacht.

Anmerkungen: Das Seminar, die Vorlesung und das begleitende Tutorium bilden ein aufeinander abgestimmtes Modul und sollten im selben Semester absolviert werden. Die Studierenden müssen zur Erreichung der Leistungspunkte eine kürzere schriftliche Arbeit (Seminarprotokoll, Thesenpapier, Kurzessay) erstellen bzw. ein Referat halten.

Unter der Internetadresse http://amor.cms.hu-berlin.de/~maxingol/ EL2008_PS/ wird bis zum 01.04.2008 eine Seite eingerichtet, auf der weitere Informationen zum Seminar, Literaturempfehlungen und aktuelle Angaben veröffentlicht werden.

 

Müller, Olaf                                                                        PS                                                 51 029

Wissenschaftliche Revolutionen (b, d, LA/S1)

Termin: Do 16-18                    wöch.              Ort: UL 6, 3086                      Beginn: 17.04.2008

Kommentar: Wenn eine wissenschaftliche Theorie von einer dramatisch anderen abgelöst wird, so beruht das nicht allein auf rationalen Faktoren. Was dabei zusätzlich noch alles ins Spiel kommt, hat Thomas Kuhn in seinem Werk The structure of scientific revolutions entfaltet. Er hat die berüchtigten Schlagwörter vom "Paradigma" und von der "Inkommensurabilität" geprägt. Ein Ziel des Seminars besteht darin, den kontrollierten Umgang mit den wichtigen und strittigen Konzepten einzuüben, die sich hinter derartigen Schlagwörtern verbergen.

 

Oberheim, Eric                                                                   PS                                                 51 030

Underdetermination and Empirical equivalence (b, d, LA/S1) (engl. Sprache)

Termin: Mi 10-12                    wöch.              Ort: I 110, 239                        Beginn: 16.04.2008

Kommentar: A proverbial thesis, long central to the philosophy of science, is the underdetermination of theories by the available evidence. The basic idea is that for any scientific theory, there will always be rival theories that are equally well-supported by the evidence. For example, at the time of the trial of Galileo, it was impossible experimentally to force a decision between the Copernican Heliocentric and the Ptolemaic Geocentric systems on the basis of the available observations. In this seminar, we will discuss the underdetermination thesis, beginning with Pierre Duhem’s (1906) founding remarks in The Aim and Structure of Physical Theory. Thereafter, the seminar will be based on a series of contemporary papers on the topic beginning with the more radical reincarnation of the thesis in the work of Willard Quine.

Literature: A reader will be made available.

 

Oberheim, Eric                                                                   PS                                                 51 031

Erklären und Verstehen (b, d, LA/S1)

Termin: Mi 14-16                    wöch.              Ort: I 110, 239                        Beginn: 16.04.2008

Kommentar: Von Wrights Buch, das im Original 1971 auf Englisch erschien, hat bezüglich verschiedener Themen neue Ideen in die Philosophie gebracht. Zunächst ist festzuhalten, dass von Wright (1916 – 2003) der analytischen Richtung der Philosophie zuzurechnen ist; er ist ein bedeutender Logiker. Auffallend ist nun, dass von Wright in seinem Buch Positionen entwickelt, die vor ihm typischerweise nicht von Analytikern vertreten wurden, insbesondere bezüglich des geisteswissenschaftlich so wichtigen „Verstehens“. Im Kontrast zu der in der analytischen Philosophie vorherrschenden Meinung von der Einheit der Wissenschaften verteidigte von Wright nämlich die methodische Eigenständigkeit der Geisteswissenschaften. In der Kausalitätstheorie weicht von Wright ebenfalls von der analytischen Hauptlinie ab, die Kausalität typischerweise mit bestimmten Naturgesetzen verknüpfte. Er vertritt dagegen ein „interventionistisches“ Konzept von Kausalität, das Kausalität als einen mit menschlichen Handlungen verknüpften Begriff ansieht.

Literatur: Wright, G.H. von (2000 [1971]): Erklären und Verstehen. Berlin: Hain.

 

Pauen, Michael                                                                  PS                                                  51032

Self and Self-Consciousness (b, d) (engl. Sprache)

Termin: Fr 14-16                     wöch.              Ort: DOR 24, 1.406                Beginn: 25.04.2008

Kommentar: The debate whether something like a self actually exists goes back to ancient Indian texts. It may seem, however, that skepticism with respect to the self has received support by recent empirical research.

The seminar will focus on papers from the last decades, starting with now classical approaches by Perry, Chisholm, Shoemaker and Davidson. It will discuss skeptical positions (Dennett, Minsky, Metzinger) but also more empirically minded approaches (Damasio). In addition, we will try to shed some light on attitudes de se and the problem of first person authority.

 

Pauen, Michael                                                                  PS                                                  51033

Perception (b, d) (engl. Sprache)

Termin: Mi 14-16                    wöch.              Ort: DOR 24, 1.406                Beginn: 23.04.2008

Kommentar: Perception is a central issue in epistemology, the philosophy of mind, and in psychology. There is still vigorous a discussion going on between sense data theorists and the advocates of direct realism, but on the other hand empirical findings are receiving increased attention.

The seminar will start with some classical texts (Locke, Berkeley, Reid) and will then introduce the most important varieties of the sense datum theory and direct realism, both in their original and in more recent versions. Finally, a number of empirical issues will be discussed.

 

Schnieder, Benjamin                                                          PS                                                 51 034

Einführung in die Sprachphilosophie (b)

Termin: Mi 16-18                    wöch.              Ort: UL 6, 1070                      Beginn: 16.04.2008

Kommentar:„Ein Wort, ein Satz,“ und plötzlich wächst aus solchen Chiffren Sinn. So geht es zu beim Sprechen, was nicht bloß Gottfried Benn fasziniert hat, sondern auch viele Philosophinnen und Philosophen. Die Sprache ist unser wichtigstes Mittel, sich zu verständigen – manchmal gelingt die Verständigung sogar und eine, der etwas gesagt wird, versteht dann auch tatsächlich, was die andere ihr sagen wollte.

Aber was genau macht das Verstehen (oder Missverstehen) sprachlicher Äußerungen aus? Welche Rolle spielt dabei die Bedeutung von Wörtern und welche die Absicht des Sprechers? Und was macht ein Wort zu einem Träger von Bedeutung? Fragen wie diese (sowie grundlegende Antwortversuche) werden im Seminar thematisiert.

Zum Ablauf der Veranstaltung: Das Seminar hat vier Semesterwochenstunden (es können dafür acht Credit Points erworben werden) und besteht aus einer vorlesungsartigen Plenarsitzung sowie einer Übungssitzung, in der wöchentlich ausgegebene Aufgaben zum Stoff der Plenarsitzung besprochen werden (für die Übungssitzung stehen zwei Termine zur Auswahl, nämlich Di 14–16h und Di 16–18h). Voraussetzung für die Teilnahme ist der vorherige (und erfolgreiche) Besuch der Einführung in die Logik.

Literatur: Die Literatur wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben. Zur Vorbereitung und Begleitung wird empfohlen: William G. Lycan (2000): Philosophy of Language, London: Routledge.



Schütte, Michael                                                            PS                                                   51049


Phenomenal Consciousness (b, d) (engl. Sprache)

Termin: Mo 12-14        wöch.        Ort: DOR 24, 1.406    Beginn: 21.04.2008

Qualitative (“what it’s like to have”-) aspects of experience are a central topic in current philosophy of mind. Discussions during the last decades have dealt with a wide spectrum of views on these aspects, from the claim that we will never understand them to the idea that they do not exist at all. In the seminar we will study texts covering this spectrum of views.



Schütte, Michael                                                           PS                                                   51050


Physicalism (b, d) (engl. Sprache)

Termin: Di 10-12        wöch.        Ort: I 110, 239    Beginn: 15.04.2008

At first glance, the idea behind physicalism (materialism) seems to be quite clear: everything that exists is physical. But on closer inspection, things get more complicated. What does “physical” exactly mean? How is the idea of the physical related to physics? And in virtue of which relation (supervenience? identity?) might a mental state count as physical? In the seminar we will read recent philosophical texts which center around three main topics: the idea of the physical, reduction to the physical, and the truth or falsity of physicalism.


 

Schwemmer, Oswald                                                          PS                                                 51 035

William James, Der Pragmatismus (b, d, LA/S2)

Termin: Mo 16-18                   wöch.              Ort: UL 6, 1070                      Beginn: 21.04.2008

Kommentar: Mit seinen acht Vorlesungen über den Pragmatismus hat William James eine Gesamtdarstellung versucht, die an grundlegenden Themen der philosophischen Tradition die Besonderheit der pragmatistischen Methode erläutert. Der auch literarisch interessante Text geht dabei deutlich über die fachsprachlichen Grenzen der akademischen Philosophie hinaus und bemüht sich um eine sozusagen „unmittelbare“ Verständlichkeit. Er eignet sich daher auch in einer besonderen Weise als Einführung in die Philosophie. Zum besseren Verständnis der James'schen Position sollen auch noch einige weitere Texte von Charles Sanders Peirce, Scott Schiller und John Dewey zur Philosophie des Pragmatismus herangezogen werden.

Literatur: William James: Der Pragmatismus. Hamburg [Felix Meiner] 1977 (PhB 297); Ekkehard Martens (Hrsg.): Texte der Philosophie des Pragmatismus. Stuttgart [Philipp Reclam jun.] (UB 9799).

 

Thöle, Bernhard                                                                 PS                                                 51 036

Intentionalität und Bewusstsein. Brentano und Husserl (b, d, LA/S1)

Termin: Di 18-20                     wöch.              Ort: UL 6, 3086                      Beginn:15.04.2008

Kommentar: Was macht ein geistiges Phänomen zu einem geistigen Phänomen? Wodurch unterscheiden sind geistige von physischen Phänomenen. Eine Antwort auf diese Frage lautet: Das Wesen geistiger Phänomene besteht im Bewusstsein. Eine andere Antwort, die auf Franz Brentano zurückgeht, besagt, dass geistige Phänomene sich dadurch von physischen Phänomen unterscheiden, dass sie auf etwas gerichtet sind: Wer wahrnimmt, nimmt etwas wahr; wer sich fürchtet, fürchtet sich vor etwas; wer denkt, denkt an etwas. Im Anschluss an Brentano wird dieses "Gerichtetsein" auf etwas mit dem Stichwort "Intentionalität" bezeichnet.

Beide oben erwähnten Antworten auf die Frage nach der Natur geistiger Phänomene sind umstritten. Ebenso umstritten ist, wie die Begriffe "Bewusstsein" und "Intentionalität" zu explizieren sind. Im Proseminar sollen einschlägige Texte von Brentano und Husserl zu diesen Fragen diskutiert werden.

 

Toepfer, Georg                                                                   PS                                                 51 037

Neurophilosophie der Willensfreiheit (b, d)

Termin: Mo 10-12                   wöch.              Ort: DOR 24, 1.406                Beginn: 21.04.2008

Kommentar: Die Fortschritte der Neurowissenschaften führen zu einem immer detaillierteren Bild der neuronalen Prozesse, die während einer Willensentscheidung einer Person stattfinden. Der deterministische Charakter dieser Prozesse wird häufig als unvereinbar mit der Annahme der Willensfreiheit verstanden. Von anderer Seite wird darauf verwiesen, dass kein Widerspruch zwischen Determinismus und Willensfreiheit bestehen muss, ja dass die Determination eine Voraussetzung für die Wirksamkeit eines freien Willens ist, insofern der freie Wille als eine Form der Determination, nämlich als Selbstbestimmung verstanden wird. Das Seminar wird in die grundlegenden Positionen der gegenwärtigen Debatte einführen und zu einer Klärung der Begriffe beitragen. Leitende Fragen dabei sind: Wie ist das Verhältnis zwischen Willensfreiheit und neuronalem Prozess zu verstehen? Ist jede freie Willensentscheidung bewusst oder kann es einen unbewussten Willen geben (z.B. bei Tieren)? Welches Verhältnis besteht zwischen Willensfreiheit und Sprache? Sind Willensentscheidungen immer begründete Entscheidungen?

Literatur: Walter, H. (1998). Neurophilosophie der Willensfreiheit. Von libertarischen Illusionen zum Konzept natürlicher Autonomie. Schöningh, Paderborn. Pauen, M. (2004). Illusion Freiheit? Mögliche und unmögliche Konsequenzen der Hirnforschung. Fischer, Frankfurt/M. Köchy, K. & Stederoth, D. (Hg.) (2006). Willensfreiheit als interdisziplinäres Problem. Alber, Freiburg

 

Wagner, Tim                                                                       PS                                                 51 038

Heraklit (b)

Termin: Mo 18-20                   wöch.              Ort: DOR 24, 1.406                Beginn: 21.04.2008

Kommentar: Heraklit von Ephesus gilt als besonders „dunkler“ Vertreter der vorsokratischen Philosophie. Seine Lehre ist in Fragmenten überliefert, die häufig paradox und rätselhaft wirken und bereits in der Antike sehr unterschiedlich gedeutet wurden. Nach dem Bericht von Diogenes Laertios soll Heraklit ein Buch mit dem Titel „Über die Natur“ verfasst haben, das den Kosmos, die Polis und die Götterlehre behandelt. Platon und Aristoteles bringen ihn in erster Linie mit der Auffassung in Verbindung, alle Dinge unterlägen einem ständigen Wandel. Dieser Deutung stehen Aussagen gegenüber, in denen Heraklit die konstanten, ordnenden und in ihrer Gesetzmäßigkeit unveränderlichen Züge der Realität thematisiert.

Im Seminar werden zunächst die überlieferten Fragmente Heraklits gelesen. Im zweiten Schritt soll die Heraklit-Rezeption in der antiken Philosophie anhand von ausgewählten Textstellen untersucht werden.

Griechischkenntnisse sind hilfreich, aber keine Teilnahmevoraussetzung.

Literatur:H. Diels/W. Kranz: Die Fragmente der Vorsokratiker, 6. Aufl., Berlin 1951; G.S. Kirk/J.E. Raven/M. Schofield: Die vorsokratischen Philosophen, Stuttgart 1994; J. Mansfeld: Die Vorsokratiker, griechisch/deutsch, Stuttgart 1999.

 

Wagner, Tim                                                                       PS                                                 51 048

Lektüreübung zu Aristoteles, Peri ouranou (b, d)

Termin: Di 14-16                     wöch.              Ort: UL 6, 2048                      Beginn: 15.04.2008

Kommentar: Die Übung dient der vertieften Lektüre der Schrift De caelo im griechischen Original.

Anmerkung: Teilnahmevoraussetzungen sind gute Griechischkenntnisse und persönliche Anmeldung vor Semesterbeginn.

Literatur:Aristotelis De caelo libri quattuor, recognovit brevique adnotatione critica instruxit D.J. Allan, Oxford 1936; Aristote: Du ciel. Texte établit et traduit par P. Moraux, Paris 1965.

 

Wild, Markus                                                                     PS                                                 51 039

Martin Heidegger: Grundbegriffe der Metaphysik (II. Teil: „Was ist Welt?“)

(b, d, LA/S2)

Termin: Mi 10-12                    wöch.              Ort: I 110, 241                        Beginn: 16.04.2008

Kommentar: Kurz nach Erscheinen seines Hauptwerkes Sein und Zeit (1927) hat Martin Heidegger eine Vorlesung zu den Grundbegriffen der Metaphysik gehalten (1929/30). Heideggers Vorlesungen erschließen sich im Allgemeinen besser als seine publizierten Werke. Der zweite Teil der Vorlesung entfaltet einen Grundbegriff von Heideggers Philosophie, nämlich den Begriff der „Welt“. Dieser Begriff wird anhand dreier Thesen expliziert, die da lauten: „Der Stein ist weltlos, das Tier ist weltarm, der Mensch ist weltbildend.“ Im Proseminar wollen wir den zweiten Teil der Vorlesung einer teils genauen, teils kursorischen Lektüre unterziehen, Heideggers Explikation dieser Thesen auf den Punkt zu bringen versuchen und uns überlegen, ob die Mensch-Tier-Unterscheidung, die Heidegger vorschlägt, haltbar ist.

In der ersten Sitzung (16.04.) werden die Teilnahmebedingungen und das Programm dieses Proseminars vorgestellt. Wer in der ersten Sitzung nicht teilnehmen kann, ist gebeten sich per E-mail anzumelden: WildM@philosophie.hu-berlin.de

Textgrundlage: M. Heidegger, Die Grundbegriffe der Metaphysik: Welt - Endlichkeit – Einsamkeit (hrsg. von F.-W. von Herrmann), Frankfurt a.M.: Klostermann 2004 (Reihe Klostermann Seminar Bd. 6, 544 Seiten, Kt € 22.-)

 

Wittwer, Héctor                                                                  PS                                                 51 040

Die Kommunitarismusdebatte in der politischen Philosophie (c, d, LA/S2)

Findet leider nicht statt.

 

 

Wittwer, Héctor                                                                  PS                                                 51 041

John Stuart Mill als Vertreter des politischen Liberalismus (c, d, LA/S2)

Findet leider nicht statt.

 



Schick, Benedikt                                                                PS                                                 51 042

Verantwortung und alternative Möglichkeiten (c, d, LA/S1)

Termin: Mo 12-14                   wöch.              Ort: UL 6, 3086                      Beginn: 21.04.2008

Kommentar: Kann ein Akteur für seine Handlung verantwortlich sein, wenn der Vollzug eben dieser Handlung unvermeidlich war? „Aber ich konnte doch gar nicht anders!“ Diese Beteuerung ─ soweit sie glaubwürdig ist ─ wird gewöhnlich als Entschuldigung akzeptiert. Kritiker des so genannten „Prinzips der alternativen Möglichkeiten“, kurz PAP („principle of alternate possibilities“), behaupten dagegen, dass man jemanden unter Umständen auch dann als verantwortbaren Urheber seines Tuns verstehen kann, wenn dieses Tun alternativlos und damit unvermeidbar ist. Sie stützen sich dabei auf so genannte Frankfurt-Fälle, das sind verschiedene Versionen eines ursprünglich von Harry G. Frankfurt entwickelten Gedankenexperiments, das in jüngster Zeit weiterentwickelt wurde.

Im Proseminar wollen wir exemplarische Texte der Debatte über die Gültigkeit von PAP lesen und diskutieren. Kritische und verteidigende Positionen sollen ebenso behandelt werden wie Kompromissvorschläge und Neuansätze (z.B. das „Prinzip der vermeidbaren Schuld“). Geklärt werden soll auch, wie diese Debatte mit der Frage nach Willensfreiheit zusammenhängt.


Vorlesungen  ·  Proseminare  ·  Hauptseminare  ·  Colloquien  ·  Schlüsselqualifikationen  ·  Fachdidaktik  ·  Meisterkurse  ·  Praxisorientierte Lehrveranstaltungen der Philosophischen Fakultät I  ·  Projekt "Studium & Praxis" der Philosophischen Fakultät I  ·  Job_Enter_08


Schlüsselqualifikationen

 


Malink, Marko                                                                  UE                                                 51 043

Altgriechisch für Philosophiestudierende

Termin: Di 18-20                     wöch.              Ort: I 110, 241                        Beginn: 15.04.2008

Kommentar: Die Übung richtet sich an alle, die in irgendeiner Form über Grundkenntnisse des Altgriechischen verfügen und diese vertiefen oder auffrischen möchten. Anhand ausgewählter Passagen aus den Schriften Platons werden wir die Grundmethoden der Lektüre sowie Interpretation antiker philosophischer Texte üben. Wir wollen gemeinsam versuchen, die sprachliche Struktur des griechischen Textes und die durch sie ausgedrückten philosophischen Sachverhalte zu erfassen. Der Abschluss des Graecums ist hilfreich, wird aber nicht vorausgesetzt. Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft, bei Bedarf aktiv an Erwerb resp. Vertiefung der nötigen Sprachkenntnisse zu arbeiten.

 



Perler, Dominik                                                                  UE                                                 51 044

Philosophisches Unterrichten

Termin: Di 14-16                     wöch.              Ort: DOR 24, 1.404                Beginn: 15.04.2008

Kommentar: Diese Veranstaltung ist für Tutor/innen, die das Tutorium „Theoretische Philosophie“ unterrichten, sowie für fortgeschrittene B.A.-Studierende bestimmt, die sich als Tutor/innen qualifizieren möchten. Sie dient der Aneignung und dem Training didaktischer Fertigkeiten. Dabei sollen vor allem folgende Fähigkeiten vermittelt werden: Leitung von Tutorien, Einführung in Diskussionen, Strukturierung und exegetische Rekonstruktion von Texten, Korrektur von Essays, Vorbereitung auf Klausuren.

Als Textgrundlage dient der Reader „Theoretische Philosophie“, der didaktisch aufgearbeitet werden soll.

 

 

Scheffler, Uwe                                                                    UE                                                 51 045

Argumente in der Philosophie

Termin: 10-18              BS                   Ort: UL 6, 2014 B       Beginn: 22.09.-26.09.08

Kommentar: Im Seminar werden einige bekannte Argumente aus philosophischen Diskussionen vorgestellt und erörtert. Ziel ist es herauszuarbeiten, wie Argumentationen funktionieren und unter welchen Bedingungen sie gelingen.  Mehr Informationen finden Sie hier.


Vorlesungen  ·  Proseminare  ·  Hauptseminare  ·  Colloquien  ·  Schlüsselqualifikationen  ·  Fachdidaktik  ·  Meisterkurse  ·  Praxisorientierte Lehrveranstaltungen der Philosophischen Fakultät I  ·  Projekt "Studium & Praxis" der Philosophischen Fakultät I  ·  Job_Enter_08


Hauptseminare

 

Barth, Christian                                                                 HS                                                 51 050

Inferentialistische Begriffstheorien (a, b)

Termin: Fr 12-14                     wöch.              Ort: I 110, 241                        Beginn: 18.04.2004

Kommentar: Wittgensteins Diktum, dass die Bedeutung sprachlicher Ausdrücke in ihrem Gebrauch besteht, liefert eine Erklärung dessen, wie sprachliche Ausdrücke zu ihrer Bedeutung gelangen und worin diese Bedeutung besteht. Inferentialistische Bedeutungstheorien bieten eine Möglichkeit, die Rede von bedeutungsgebendem Gebrauch zu präzisieren: Sprachliche Ausdrücke erhalten eine Bedeutung auf Grund der Weise, in der sie in Schlussfolgerungen verwendet werden. Ihre Bedeutung besteht in der Rolle, die sie in Schlussfolgerungen spielen. Inferentialistische Theorien sprachlicher Bedeutung stehen somit in Opposition zu repräsentationalistischen Theorien, nach denen sprachliche Ausdrücke eine Bedeutung tragen, weil sie Gegenstände repräsentieren. Der inferentialistische Ansatz lässt sich zudem auf die Gehalte mentaler Zustände und Akte übertragen und konkurriert in dieser Ausformung mit repräsentationalistischen Theorien des Geistes.

In diesem Seminar sollen Texte wichtiger inferentialistischer Autoren wie Wilfrid Sellars, Gilbert Harman, Ned Block und Robert Brandom besprochen werden. Nach einer Darlegung ihrer Positionen werden wir im zweiten Teil des Seminars auf ein Problemkomplex eingehen, dem sich jede inferentialistische Theorie zu stellen hat. Folgen wir dem inferentialistischen Ansatz, dann erweisen sich sprachliche Bedeutung bzw. mentaler Gehalt als nur holistisch individuierbar. Doch ein solcher Holismus scheint mit der Kompositionalität sprachlicher Bedeutung und der Kommunizierbarkeit mentaler Gehalte nicht vereinbar zu sein.

Anmerkungen: Voraussetzung für die Teilnahme sind gute Englischkenntnisse. Darüber hinaus werden eine aktive Teilnahme und die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats erwartet. Die zu besprechenden Texte werden in elektronischer Form oder als Kopiervorlage zur Verfügung gestellt.

Literatur zur Einführung: deVries, W., Wilfrid Sellars, Montreal: McGill-Queen’s University Press, 2005. Fodor, J./Lepore, E., Holism: A Shopper’s Guide, Cambridge (Mass.)/Oxford: Blackwell, 1992. Harman, G., “Conceptual Role Semantics”, Notre Dame Journal of Formal Logic, Volume 23, Number 2, April 1982. Laurence, S./Margolis, E., “Concepts and Cognitive Science”, in: dieselben, Concepts – Core Readings, Cambridge (Mass.)/London: MIT Press, 1999, 3-81 (insbesondere 43-51). Whiting, D., “Conceptual Role Semantics”, Internet Encyclopedia of Philosophy, 2007, http://www.iep.utm.edu/c/conc-rol.htm


Beere, Jonathan                                                                 HS                                                 51 051

Research Topics in Ancient Philosophy (d) (engl. Sprache)

Termin: Do 10 s.t. -12                    wöch.              Ort: I 110, 241                        Beginn: 08.05.2008

Kommentar: This course is for doctoral students in ancient philosophy, the aim being to round out an advanced education by (1) reading short, difficult, and central texts from ancient authors, (2) reading recent or "classic" secondary literature on those texts, and (3) having a no-holds-barred discussion of both. Knowledge of Greek required. Knowledge of Latin desirable. Discussion held in English. Open only to members of the Graduate School of Ancient. Philosophy, except by special permission.

 

Beere, Jonathan                                                                 HS                                                 51 052

Weisheit und scheinbare Weisheit bei Platon (b)

Termin: Di 10 s.t. -12                     wöch.              Ort: I 110, 241                        Beginn: 06.05.2008

 

Kommentar: Wir werden Platons Phaidon und Sophistes lesen, besonders in Hinblick auf die Natur der Venunft, den gesunden Zustand der Vernunft, die Korruption der Vernunft, und die Möglichkeit, vernunftig zu scheinen, ohne vernunftig zu sein. Teilnehmer müssen hinreichende Englischkenntnisse haben, um englische Sekundärliteratur zu lesen.

 

Corcilius, Klaus                                                                  HS                                                 51 053

Stoische Ethik (c, d, LA/S1, S2)

Termin: Do 12-14                    wöch.              Ort: I 110, 241                        Beginn: 17.04.2008

Kommentar: Die Ethik der älteren Stoa will den Weg zu einem glücklichen Leben weisen. Neben konkreten Handlungsanweisungen tut sie dies mit den klassischen Mitteln der Philosophie: Ihre Bestimmung der Tugend, des Begriffs des Guten, Güterlehre und Glückstheorie sind nur ein Teil davon. Hinzu kommen die Lehre von der moralischen Verantwortung, die Normfigur des sog. stoischen Weisen, die Emotionstheorie und vieles andere mehr.

Im Seminar wollen wir uns diese Thesen gemeinsam erarbeiten und dabei nach Möglichkeit den für die Stoa besonders wichtigen Zusammenhang mit anderen Gebieten der Philosophie berücksichtigen. Je nach Interessenlage können wir auch einen Blick auf zeitgenössische Adaptionen stoischer Ethik werfen.

Voraussetzungen: Sprachkenntnisse in Griechisch und Latein sind zwar erwünscht, aber nicht Voraussetzung. Teilnehmer sollten zur aktiven Teilnahme und Übernahme von Referaten bereit sein.

Texte: Die Texte sind zu einem großen Teil nur fragmentarisch überliefert (versammelt in: Stoicorum Veterum Fragmenta, Hans v. Arnim, Leipzig, 1903-5). Eine übersichtliche Textauswahl mit Übersetzung (und knappen Kommentaren) gibt es in der großen Textsammlung zur hellenistischen Philosophie von A.A. Long und D.N. Sedley. Sie wurde von Karlheinz Hülser ins Deutsche übertragenen: "Die hellenistischen Philosophen", Metzler 2006 (ohne Originaltexte, dafür erschwinglich). Um stoische Ethik geht es in den Paragraphen 56-67.

Weitere Literatur: Stoics, Epicureans and Sceptics, Robert W. Sharples, London 1996 (kurze und gut lesbare Einführung in die gesamte hellenistische Philosophie). The Cambridge History of Hellenistic Philosophy hrsg. von Keimpe Algra, Jonathan Barnes, und Jaap Mansfeld, Cambridge 2005. The Cambridge Companion to the Stoics, hrsg. von Brad Inwood, Cambridge 2003. Die stoische Ethik, 2. Aufl., Maximilian Forschner,, Darmstadt 1995. Zur Ethik der älteren Stoa, hrsg. v. Barbara Guckes, Göttingen 2004. Topics in Stoic Philosophy, hrsg. v. Katerina Ierodiakonou, Oxford, 1999.

 

 

Dietzsch, Steffen                                                                HS                                                 51 054

Natur-Subjekt-Denken. Schellings Naturphilosophie um 1800 (b, c, d)

Achtung! abweichend vom Thema im UVV

Termin: Do 12-14                    wöch.              Ort: I 110, 241                        Beginn: 17.04.2008

Kommentar:Die Naturphilosophie Schellings ist eine singuläre Erscheinung im Kontext des Deutschen Idealismus. Sie entwickelt, Kantsche Prämissen weiterführend, einen originären Begriff der Natur als dynamischen Wirklichkeitszusammenhang. Erst hier wird der transzendentalphilosophischen Begriff der ‚Erfahrung’ wirklich entfaltet. Eine der Pointen dieser Naturphilosophie Schellings ist in dem Diktum zusammengefasst: Der Idealismus hat Recht, wenn er die Vernunft zum Selbstschöpfer von allem macht, denn dies ist in der Natur selbst begründet (…) er wird selbst etwas Erklärbares.

Texte: Schelling: Ideen zu einer Philosophie der Natur (1797), Schelling: Allgemeine Deduktion des dynamischen Prozesses (1800), Schelling: Über das Verhältnis der bildenden Künste zu der Natur (1807), Joh. Wilh. Ritter: Physik als Kunst (1806).

Literatur: Wissenschaftshistorischer Bericht zu Schellings Naturphilosophie. Ergänzungsband zu Band 5-9 der Akademieausgabe der Bayerischen Akad. D. Wiss, , Stuttgart 1994.


Gerhardt, Volker                                                               HS                                                 51 057

Philosophieren unter den Bedingungen des Exils: Hans Jonas (b, c, d, LA/S1, S2)

Termin: Di 18-20                     wöch.              Ort: DOR 24, 1.406                Beginn: 22.04.2008

Kommentar: Neben Karl Löwith, mit dem die Reihe über das Philosophieren unter den Bedingungen des Exilsbegonnen hat, gehört Hans Jonas zu den wenigen wirklich eigenständigen Schülern Martin Heideggers. Ihm ist das Schicksal widerfahren, nach seiner Vertreibung durch die Nazis in Deutschland nur einer kleinen Zahl vor Gelehrten bekannt zu sein, die sich für die Geschichte der Gnosis interessierten. Das in zwei Bänden 1934 und 1954 erschienene Werk Gnosis und spätantiker Geist erschien vielen nur als ein Beitrag zur Religionsgeschichte. Auch Jonas’ brillante Studie zum Begriff des Lebens (Organismus und Freiheit, 1973), die heute unter dem Titel Das Prinzip Leben (1997) vorliegen, haben ihn kaum bekannter gemacht. Erst sein unter dramatischen biographischen Umständen auf Deutsch geschriebenes Werk Das Prinzip Verantwortung (1979) machte einer breiten Öffentlichkeit bewusst, dass Hans Jonas zu den originellen Köpfen des 20. Jahrhunderts gehört.

Jonas hat sein Werk, das bis zum Schluss im Schatten des Exils gestanden hat, in seinen Gesprächen mit Rachel Salamander kommentiert. Die Arbeit beginnt mit der Lektüre dieses Buches: Erinnerungen. Nach Gesprächen mit Rachel Salamander, Frankfurt 2003. Wer sich schon vor Beginn des Seminars für die Übernahme eines Referats interessiert, schreibe an Volker.Gerhardt@Philosophie.HU-Berlin.de.

 

 

Haag, Johannes                                                                 HS                                                 51 059

Fichtes Theorie des Selbstbewusstseins (b)

Termin: Fr 14-16                     wöch.              Ort: I 110, 241                        Beginn: 18.04.2008

Kommentar: Johann Gottlieb Fichtes Philosophie gilt als rätselhaft und hermetisch. Dazu tragen sicherlich zu einem guten Teil die ungewöhnliche, häufig nicht hinreichend explizierte Terminologie und die Darstellungsweise bei, in der rhetorische Gesichtspunkte oft die der sachlichen Angemessenheit zu überwiegen scheinen. Hinter dieser abschreckenden Fassade verbirgt sich jedoch ein faszinierendes, inhaltlich und methodisch anspruchsvolles philosophisches System.

In diesem Seminar soll es darum gehen, dies anhand eines Theorieteils zu veranschaulichen, der bei Fichte am Beginn der Ausarbeitung seines Systems steht und der sicherlich zu den umstrittensten und schwierigsten Aspekten dieses Systems zählt: nämlich anhand seiner Lehre von der ursprünglichen Selbstsetzung des Ich und des Bewusstseins dieser Selbstsetzung in der intellektuellen Anschauung.

Zu diesem Zweck sollen ausgewählte Texte Fichtes aus der Entwicklungsphase der Wissenschaftslehre bis zu seinem Weggang aus Jena 1799, gelesen und diskutiert werden. (Vorkenntnisse der Fichteschen Philosophie werden nicht vorausgesetzt.)

Literatur: Viele der für uns relevanten Texte finden sich in Bd. 1 von Fichtes Werke, 11 Bd. Hrsg. Immanuel Hermann Fichte. Berlin: Walter de Gruyter,1971.

 

 

Hecht, Hartmut                                                                  HS                                                 51 060

Kommentare zur Monadologie (b, d)

Termin: Do 14-16                    wöch.              Ort: I 110, 241                        Beginn: 17.04.2008

Kommentar: Leibniz’ „Monadologie“ ist in der Rezeptionsgeschichte recht unterschiedlich wahrgenommen worden. Neben den philosophieinternen Bezugnahmen gab es in der Mitte des 18. Jahrhunderts durch Euler bereits den Versuch, diesen Text physikalisch auszuwerten. Die Perspektiven der unterschiedlichsten Disziplinen auf die „Monadologie“ haben sich heute vervielfacht und schlagen sich in besonderer Weise in den Kommentaren der Herausgeber nieder. Es werden drei neuere Editionen der „Monadologie“ vorgestellt, die in den Begleittexten jeweils eigene Akzente setzen. Auf diese Weise sollen die Reichhaltigkeit, das Interpretationspotential und die Aktualität dieses sehr dichten und philosophisch anspruchsvollen Textes von Leibniz diskutiert werden.

Die folgenden Ausgaben der „Monadologie“ werden benötigt: G. W. Leibniz: Monadologie (Französisch/Deutsch). Übersetzt und herausgegeben von Hartmut Hecht, Stuttgart: Reclam, 1998. Monadologie, Übersetzung: Hartmut Hecht, Ausgabe: Institut für Markentechnik, Genf 2006. (wird im Handapparat zur Verfügung gestellt) Grundwahrheiten der Philosophie. Monadologie. Französisch-deutsche Parallelausgabe, hrsg. von Joachim Christian Horn. Europäische Verlagsanstalt (1962, broschiert 1985).


 

Helmig, Christoph                                                              HS                                                 51 055

Die Philosophie des griechischen Neuplatonismus (b, d)

Termin: Do 18-20                    wöch.              Ort: DOR 24, 1.406                Beginn: 17.04.2008

 

Kommentar: Dieses Seminar möchte einen einführenden Überblick geben über Personen, Sprache und Philosophie des griechischen Neuplatonismus (von Plotin [3. Jhd. n. Chr.] bis Stephanos von Alexandrien [6. Jhd. n. Chr.]) vor dem Hintergrund seiner Quellen (Platon, Aristoteles, Stoa, Mittelplatonismus). Zentrale neuplatonische Schriften bzw. Schriftgattungen (Einleitung, Abhandlung, Kommentar, Streitschrift, Biographie, Brief, Hymnus) werden vorgestellt und in Auszügen gelesen und interpretiert. Die Veranstaltung möchte darüberhinaus eine Zusammenfassung von Schwerpunkten der Neuplatonismusforschung der letzten Jahre bieten und mögliche Forschungsdesiderate aufzeigen. Folgende Themen stehen zentral:

  • Entstehung und Ausbildung des neuplatonischen System
  • die neuplatonischen Schulen in Athen und Alexandria
  • das neuplatonische Curriculum
  • der Charakter der neuplatonischen Schriften und Kommentare
  • das Verhältnis Platon - Aristoteles in den Augen der Neuplatoniker
  • Nachwirkung

Gute Griechischkenntnisse sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme.

Literatur zur ersten Orientierung: - H. Dörrie / M. Baltes / C. Pietsch (Hrsg.), Der Platonismus in der Antike, Stuttgart, 1987 ff. [bisher sind sechs Bände (von acht) erschienen]

- D. O'Meara, Plotinus: An Introduction to the Enneads, Oxford, 1993.

- J. Dillon / L. Gerson (Hrsg.), Neoplatonic Philosophy.  Introductory Readings, Indianapolis and Cambridge, 2004.

- Proclus, The Elements of Theology, a revised text with translation, introduction and commentary by E.R. Dodds, second edition, Oxford, 1963. [erste Auflage 1933]

- R. Sorabji (Hrsg.), Aristotle Transformed. The Ancient Commentators and their Influence, London: Duckworth, 1990.

- R. Sorabji (Hrsg.), The Philosophy of the Commentators 200-600 AD. A Sourcebook, 3 vol., London, 2004.

- E.J. Watts, City and School in late antique Athens and Alexandria, Berkeley and Los Angeles, 2006.

- C. Steel / C. Helmig, "Neue Forschungen zum Neuplatonismus (1995-2003). Teil I", Allgemeine Zeitschrift für Philosophie 29 (2004), 143-162.

- C. Steel / C. Helmig, "Neue Forschungen zum Neuplatonismus (1995-2003). Teil II", Allgemeine Zeitschrift für Philosophie 29 (2004), 225-247.

 

 

Heise, Jens                                                                         HS                                                 51 061

Helmuth Plessner: Philosophische Anthropologie (c, d, LA/S2)

Termin: 10-16              BS                  Ort:     UL 6, 2060        Beginn: 21.07.-25.07.08

Kommentar
: Plessners Programm einer Philosophischen Anthropologie soll an zwei Texten diskutiert
werden. 1. Grenzen der Gemeinschaft (1924) ist ein Text mit vielen Facetten. Er greift in die politische Debatte der 20ger Jahre ein, stellt Verbindungen zum 18. Jahrhundert und zu anderen Kulturen her und wendet sich polemisch gegen die Selbstinterpretation des Menschen als autonome Person. 2. Lachen und Weinen (1941) ist der Versuch, durch die Analyse von
Verhaltensgrenzen plausibel zu machen, dass sich der Mensch nicht von einem Zentrum aus beschreiben läßt; dass er "exzentrisch" positioniert und deswegen genötigt ist, Grenzen immer wieder neu zu bestimmen.
Die Plessner-Texte, weitere Literatur und ein Seminarplan finden sich im Apparat der Zweigbibliothek Philosophie. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Übernahme eines Referats, die Themen ergeben sich aus dem Semesterplan. Anmeldung ab 1. Juni 2008 unter: jens_heise@gmx.de

Literatur: Helmuth Plessner: Grenzen der Gemeinschaft, in Gesammelte Schriften,
Frankfurt / M. 1980, Bd. V; Lachen und Weinen, in: a.a.O., Bd. VII. Eßbach /
Fischer / Lethen (Hrg.): Plessners 'Grenzen der Gemeinschaft', Frankfurt / M. 2002.
Hans Peter Krüger: Zwischen Lachen und Weinen, Bd. I, Berlin 1999.


 

 

Himmelmann, Beatrix                                                        HS                                                 51 062

Der Marburger Heidegger (b, d)

Termin: 10-18              BS                   Ort: UL 6, 3103          Beginn: 22.09.-26.09.08

Kommentar: Die Lehrveranstaltung muss leider kurzfristig ausfallen.

 

 

 

Krois, John-Michael                                                          HS                                                 51 064

Neuroästhetik: Konzeption – Kritik – Ergebnisse (b, d)

Termin: Do 14-16                    wöch.              Ort: DOR 24, 1.405                Beginn: 17.04.2008

Kommentar: Schon im 19. Jahrhundert schlugen Wissenschaftler vor, die idealistische Lehre von Geschmacksurteilen durch eine "Ästhetik von unten" zu ergänzen. Mit Hilfe experimenteller Forschung sollten ästhetische Wahrnehmung und Kunst auf physiologische Prozesse zurückgeführt werden. Heute erlebt dieser Gedanke eine Renaissance in der "Neuroästhetik" oder - noch allgemeiner - "Bioästhetik". In dem Seminar sollen verschiedene Forschungsansätze verglichen und über Methoden der Ästhetik und Kunsttheorie kritisch nachgedacht werden. Spezifische Themen sind u.a.: Synaesthesie, Spiegelneuronen und Emotion, ästhetische Urteile, Sinn und Emotion in den Künsten.

Literatur: Die Texte werden über moodle als pdf-Datein aufrufbar sein.

 

 

Lenz, Martin; Nolte, Katrin                                              HS                                                 51 065

Wahrnehmung und Synthesis (b, LA/S1)

Termin: Mi 12-14                    wöch.              Ort: DOR 24, 1.406                Beginn: 16.04.2008

Kommentar:In Anlehnung an Überlegungen John McDowells setzt das Seminar bei der Frage nach dem Verhältnis zwischen Wahrnehmen und Urteilen an. Traditionell wird zwischen diesen beiden kognitiven Vorgängen eine Kluft unterstellt, die sich je nach Problemstellung ganz unterschiedlich ausbuchstabieren und verschiedenen ‚Bereichen‘ zuschreiben läßt: z.B. als Unterscheidung zwischen Gegenständen (Sinnliches vs. Begriffliches), psychischen Vermögen (Wahrnehmung vs. Denken), epistemischen Akteuren (Tiere vs. Menschen) oder auch explanatorischen Zusammenhängen (Ursachen vs. Gründe).

Wir wollen anhand verschiedener Positionen der neuzeitlichen und gegenwärtigen Philosophie (v.a. Locke, Kant, Quine, Dretske, McDowell) untersuchen, wie das Verhältnis zwischen den kognitiven Vorgängen konzipiert wurde, welche Probleme die genannte Kluft aufwirft und welche Schwierigkeiten die Versuche, diese Kluft zu überbrücken, nach sich ziehen.

Anmerkung: Bis zu Beginn des Semesters sollten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Einleitung aus J. McDowells Mind and World (Cambridge/Mass. 1994, S. xi-xxiv) bereits gründlich durchgearbeitet und Fragen vorbereitet haben. Zu Beginn des Semesters werden die weiteren Texte als Kopiervorlagen zur Verfügung gestellt.

 

 

Margreiter, Reinhard                                                        HS                                                 51 066

Grundfragen der Medienphilosophie (b, c, d, LA/S1, S2)

Termin: 9-16                           BS                   Ort: UL 6, 3103                Beginn: 25./26. und 28./29.08.08

Kommentar:In der LV werden einige Konzeptionen gegenwärtiger Medienphilosophie vorgestellt und diskutiert, u.a. die Konzeptionen von Sandbothe, Hartmann, Winkler, Krämer, Münker und Schwemmer. Besonderes Augenmerk gilt den Beziehungen zwischen empirischen Medienwissenschaften, (post-)modernen Medientheorien (z.B. McLuhan, Baudrillard, Flusser, Virilio, Postman, Kittler) und an traditionelle Problemstellungen anknüpfenden akademischen Medienphilosophien. Es geht um die Frage, ob und inwieweit es sinnvoll ist, Medialität als zentralen philosophischen Begriff einzuführen, und welche Ergebnisse zu erwarten sind, wenn alte Disziplinen der Philosophie (wie Erkenntnistheorie, Ästhetik, Ethik oder Anthropologie) medientheoretisch reformuliertwerden. Ab 1. Juni 2008 liegt am Institut für Philosophie eine Informations- und Anmeldemappe auf, die auch per Mail (r.margreiter@utanet.at) angefordert werden kann.

 

Literatur: R. Margreiter (2007): Medienphilosophie. Eine Einführung. Parerga: Berlin. – S. Münker, A. Roesler, M. Sandbothe (Hg., 2003): Medienphilosophie. Beiträge zur Klärung eines Begriffs. Rowohlt: Reinbek.

 

 

Max, Ingolf                                                                        HS                                                 51 091

Seltsame Schleifen – Rekursion in Logik, Sprache und Kunst (a, d, d)

Termin: 10-16              BS                   Ort: AKU 5, 401         Beginn: 28.07.-01.08.08

Kommentar: Dieser Kurs greift mit den „seltsamen Schleifen“, wie D. R. Hofstadter die Phänomene der Rekursion und Selbstbezüglichkeit metaphorisch charakterisiert hat, ein höchst aktuelles und interdisziplinäres Thema auf, welches vor allem unter sprachphilosophischen, linguistischen und logischen, zunehmend aber auch unter ästhetischen, musikwissenschaftlichen und kunsttheoretischen Gesichtspunkten diskutiert wird. Leistungen und Grenzen der methodischen Nutzung begrifflicher Analogien zwischen verschiedenen Wissensgebieten stehen zur Diskussion. Bezugnehmend auf die klassischen Fragen der Rekursivität logischer, sprachlicher und musikalischer/künstlerischer Strukturen wird der aktuelle Stand der Debatte reflektiert.

Den Abschluss des Kurses bildet ein eintägiger Workshop auf dem Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen über ihre Sichtweisen referieren und diskutieren werden.

 

Angaben:

·   Verwendbarkeit: Bachelor (Vertiefungsstudium), Master und Magister (Hauptstudium) Philosophie, Informatik, Kunstwissenschaften, Linguistik, Musikwissenschaft; offen für Teilnehmer weiterer Fachgebiete und Einrichtungen

·         2. August 2007: Eintägiger Workshop

 

Um eine vorherige Anmeldung an maxingol@rz.hu-berlin.de bis zum 20.07.2008 wird gebeten.

Bis zum 30.04.2008 wird unter http://amor.rz.hu-berlin.de/~maxingol/rekursion08/ eine Internetseite eingerichtet.

Leistungsnachweise  werden vergeben für ein in ausführliches und qualitativ hochwertiges Referat mit detailliertem Handout im Verlauf des Förderkurses oder ein Kurzreferat im Verlauf des Förderkurses nebst einer anspruchsvollen Hausarbeit im Umfang von etwa 15 Seiten.

Die Themen für die Referate bzw. die Hausarbeiten können bestimmt werden (a) durch die Wahl eines vorgegebenen Themas aus der Internetliste oder (b) durch den eigenständigen Vorschlag eines Themas aus dem oben vorgegebenen Rahmen des Förderkurses in Abstimmung mit mir.

 

 

Meuter, Norbert                                                                HS                                                 51 092

Theorie der Abhängigkeit, Praxis und Befreiung. Das Subjekt bei Sigmund Freud

und Alfred Lorenzer

Termin: 10-18              BS                   Ort: UL 6, 3071          Beginn: 18.08.-22.08.08

Kommentar: In dem Sommerkurs soll die Arbeit mit Freud aus dem letzten Jahr fortgesetzt werden. Diesmal geht es um die prekäre Stellung des Subjekts in der Psychoanalyse. Während in der psychoanalytischen Theorie das Subjekt in seinen fundamentalen Abhängigkeiten aufgezeigt wird, versteht sich die psychoanalytische Praxis als eine Methode der Befreiung aus diesen Abhängigkeiten. Ob und wie Theorie und Praxis miteinander vereinbar sind, ist Gegenstand des Kurses, in dem außer Freud selbst auch der symboltheoretische Ansatz von Alfred Lorenzer diskutiert werden soll. Die vorhergehende Lektüre der Seminartexte (ab dem Sommersemester im Apparat der Zeigbibliothek Philosophie) und die Übernahme eines Referates sind Vorraussetzung zur Teilnahme. Anmeldungen ab dem 01.07.2008 unter: Norbert.Meuter@philosophie.hu-berlin.de

 

  1. Sitzung

Montag 18.08.

10:00-13:00

Freud: Jenseits des Lustprinzips

Kap. I-IV

  2. Sitzung

Montag 18.08.

14:00-16:00

Freud: Jenseits des Lustprinzips

Kap. V-VII

  3. Sitzung

Dienstag 19.08.

10:00-13:00

Freud: Das Ich und das Es

Kap. I-III

  4. Sitzung

Dienstag 19.08.

14:00-16:00

Freud: Das Ich und das Es

Kap. IV-V

  5. Sitzung

Mittwoch 20.08.

10:00-13:00

Freud: Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse,
27. & 28. Vorlesung

  6. Sitzung

Mittwoch 20.08.

14:00-16:00

Freud: Konstruktionen in der Analyse,
Die Psychoanalytische Technik

  7. Sitzung

Donnerstag 21.08.

10:00-13:00

Lorenzer: Kritik des psychoanalytischen Symbolbegriffs,
Kap. IV

  8. Sitzung

Donnerstag 21.08.

14:00-16:00

Lorenzer: Sprachzerstörung und Rekonstruktion,
Kap. III & IV

  9. Sitzung

Freitag 22.08.

10:00-13:00

Lorenzer: Sprachzerstörung und Rekonstruktion,
Kap. V

10. Sitzung

Freitag 22.08.

14:00-16:00

Abschlussdiskussion

 

Seminartexte: Sigmund Freud (Fischer-Studienausgabe)

Bd. I – Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse und Neue Folge. Frankfurt/M.: Fischer 1969 S. 415-430: Die Übertragung (27. Vorlesung, 1917); S. 431-445: Die analytische Therapie (28. Vorlesung, 1917). Bd. III – Psychologie des Unbewußten. Frankfurt/M.: Fischer 1975. S. 213-272: Jenseits des Lustprinzips (1920); S. 273-330: Das Ich und das Es (1923). Ergänzungsband: Schriften zur Behandlungstechnik. Frankfurt/M.: Fischer 1975. S. 393-406: Konstruktionen in der Analyse (1937); S. 407-421: Die psychoanalytische Technik (1940) Alfred Lorenzer: Kritik des psychoanalytischen Symbolbegriffs. Frankfurt/M. 1972. S. 87-123: Symbol, Verdrängung und unbewußte Inhalte (Kap. IV) Sprachzerstörung und Rekonstruktion. Vorarbeiten zu einer Metatheorie der Psychoanalyse. Frankfurt/M. 1973 (1995). S. 106-126: Exkurs über Symbol und Klischee (Kap. III); S. 127-136: Exkurs über die Krankengeschichte des kleinen Hans (Kap.IV); S. 138-194: Das szenische Verstehen (Kap. V).

 

 

Möckel, Christian                                                              HS                                                 51 067

Husserls phänomenologische Wissenschaftsphilosophie (Ideen III)(b, d, LA/S1)

! findet nicht statt !

 



Müller, Olaf                                                                       HS                                                 51 068

Goethes Farbenlehre (b, d, LA/S1, S2)

Termin: Do 18-20                    wöch.              Ort: UL 6, 2014 A                  Beginn: 17.04.2008

Kommentar: Goethe war ein begnadeter Wissenschaftsphilosoph. In seiner dreibändigen Farbenlehre attackiert er Newtons Theorie – eine Theorie, die bis heute unser Denken übers Licht und die Farben formt. Dass Goethes Widerstand gegen diese Theorie keine Verrücktheit eines wildgewordenen Poeten ist, sondern u.a. auf wohlüberlegten wissenschaftstheoretischen Analysen beruht, soll im ersten Teil des Seminars zum Vorschein kommen, durch Lektüre des polemischen Teils der Farbenlehre. Das ist der Teil der Farbenlehre, der die wenigsten Anhänger hat, viele Dummheiten und noch mehr wertvolle Einsichten enthält.

Im zweiten Teil des Seminars (der in der ersten Woche der vorlesungsfreien Zeit stattfinden wird) wollen wir einige Farb-Experimente des Wiener Künstlers Ingo Nussbaumer diskutieren, die durch Goethes Farbenlehre angeregt worden sind und die dessen Methode mit modernen Mitteln fortführen. Dieser Teil des Seminars ist freiwillig; er ist in erster Linie für die Teilnehmer des interdisziplinären Sommerkurses Spektrale Unordnung gedacht, in dem diese Experimente durchgeführt werden. (Kooperation mit Dr. Johannes Grebe-Ellis vom Institut für Physik und Ingo Nussbaumer. Siehe die Hinweise zu den Sommerkursen im Veranstaltungskommentar des Instituts für Philosophie, im Netz unter http://www.philosophie.hu-berlin.de/kvv/.

Anmerkungen: Der erste Teil des Seminars umfasst zwei Semesterwochenstunden; der zweite Teil eine zusätzliche Semesterwochenstunde. Wer in dem Seminar einen Leistungsschein erwerben möchte, muss (mindestens) am ersten Seminarteil teilnehmen und eine Hausarbeit zu einem der beiden Seminarteile verfassen. Aus organisatorischen Gründen können für die schiere Teilnahme am zweiten Seminarteil keine zusätzlichen Leistungspunkte erworben werden.

Der zweite Teil des Seminars findet als Blockveranstaltung vom 21.07.-27.07.08 von 18-19 Uhr, UL 6, Raum 3103 statt.

 

 




Pauen, Michael                                                                  HS                                                 51 070

Current Issues in Philosophy and Neuroscience (b, d) (engl. Sprache)

Termin: Do 16-18                    wöch.              Ort: DOR 24, 1.406                Beginn: 17.04.2008

Kommentar: The seminar will discuss issues of common interest for philosophers, psychologists, and neuroscientists.  The focus will be on papers from recent years on issues like theory of mind, social neuroscience, decision making, self and self-consciousness, perception, and free will.



Pauen, Michael                                                                  HS                                                 51 071

Explanation and Causality (b, d) (engl. Sprache)

Termin: Do 14-16                    wöch.              Ort: DOR 24, 1.406                Beginn: 17.04.2008

Kommentar: Giving explanations is one of the main objectives of empirical research, and most explanations are causal explanations. It is, however, highly controversial what explanations really are and how we can account for causal relations.

Beginning with the classical deductive-nomological account, we will discuss different types of explanations among them also reductive explanations, mereological explanations, and the problem of emergence. Other issues will be causation and the problem of determinism.

 

 

Perler, Dominik                                                                  HS                                                 51 073

Ideentheorie (b, d)

Termin: Mo 14-16                   wöch.              Ort: DOR 24, 1.406                Beginn: 21.04.2008

Kommentar:Das Hauptseminar konzentriert sich auf ausgewählte Texte zur Ideentheorie (Descartes, Malebranche, Leibniz, Locke, Hume) und stellt drei Problembereiche in den Mittelpunkt:

  • Ontologische Fragen: Was für Entitäten sind Ideen? Wie werden sie individuiert? Und welchen Platz nehmen sie in einer ontologischen Erklärung des Geistes ein?
  • Genetische Fragen: Wie entstehen Ideen? Welche Rolle spielen dabei physiologische und psychologische Prozesse?
  • Erkenntnistheoretische Fragen: Welchen kognitiven Zugang zur materiellen Welt ermöglichen Ideen? Und welche Art von Erkenntnis wird dadurch gewonnen?

Eine Analyse der verschiedenen Antworten, die von den klassischen Ideentheoretikern auf diese Fragen gegeben wurden, soll verdeutlichen, dass der Ideenbegriff in ganz unterschiedlichen ontologischen Theorien verankert ist und die Grundlage zu unterschiedlichen erkenntnistheoretischen Modellen legt. Besondere Beachtung soll im Verlauf des Seminars der Frage gewidmet werden, ob Ideentheorien immer zu einem starken Repräsentationalismus führen, wie häufig argumentiert wird, oder ob sie auch mit einem schwachen Repräsentationalismus oder gar mit einem direkten Realismus kompatibel sind. Zur Behandlung dieser Frage soll auch ein Bogen zu gegenwärtigen Repräsentationstheorien geschlagen werden.

Die Teilnahme am Seminar setzt Grundkenntnisse der frühneuzeitlichen Philosophie voraus. Falls diese Kenntnisse nicht vorhanden sind, wird ein Besuch der Vorlesung „Ideentheorie“ empfohlen, die einen allgemeinen Überblick bietet. Das Seminar verfolgt allerdings nicht das Ziel, eine Einführung zu vermitteln. Vielmehr sollen die genannten Leitfragen anhand ausgewählter Texte diskutiert werden. Es wird auch erwartet, dass sich die Teilnehmer/innen selbstständig mit ausgewählter Forschungsliteratur beschäftigen.

Für das Seminar wird ein Reader vorbereitet, der Primärtexte und Kommentare enthält. Er wird ab Semesterbeginn zur Verfügung stehen.

 

Rapp, Christof; Brüllmann, Philipp                                   HS                                                 51 075

Aristoteles , Politik (c, LA/S1)

Termin: Mo 16-18                   wöch.              Ort: DOR 24, 1.406                Beginn: 21.04.2008

Kommentar: Aristoteles’ Schrift Politik gilt als einer der Grundtexte der politischen Philosophie und der politischen Theorie. Wichtige Strömungen der politischen Philosophie im 20. Jahrhundert versuchen explizit an Aristoteles’ Schrift anzuknüpfen. Oft wird an Aristoteles’ politischem Denken hervorgehoben, dass es – anders als viele modernen Ansätze – unmittelbar am Ziel der Ethik, nämlich der Bestimmung des glücklichen Lebens, anknüpft und dieses auf die politische Ebene überträgt. Bei näherer Betrachtung zeigt sich allerdings, dass die Aristotelische Schrift eine durchaus komplexe Theorie, bestehend aus mehreren eigenständigen Ansätzen enthält. Im Seminar soll diesen Ansätzen im Einzelnen nachgegangen werden: Herrschaftsformen und politische Herrschaft, Verfassungslehre, Gerechtigkeit in der Polis, optimale und suboptimale Verfassungen, Demokratie und Demokratiekritik, politische Tugenden, usw. – Als Gast wird der Autor des bislang wichtigsten Kommentars zur Aristoteles’ Politik, Professor Eckart Schütrumpf (Boulder, Colorada) teilnehmen.

 

 

Schmidt, Thomas                                                                HS                                                 51 077

Evolution und Ethik (c, d, LA/S1, S2))

Termin: Mi 10-12                    wöch.              Ort: DOR 24, 1.406                Beginn: 16.04.2008

Kommentar:Schon bei Charles Darwin finden sich Versuche, gewisse moralisch relevante Phänomene, etwa das Entstehen einer moralischen Disposition des Menschen, unter Rückgriff auf evolutionstheoretische Überlegungen zu erklären. In der Gegenwart knüpfen viele philosophische Naturalisten an Darwins diesbezügliche Vorschläge an. Dabei wird häufig behauptet, dass die Möglichkeit der evolutionären Erklärung von Moral erhebliche Konsequenzen für die philosophische Ethik hat. In diesem Seminar werden wir uns mit solchen Erklärungen und mit der Frage nach ihren möglichen philosophischen Implikationen beschäftigen.




Schmidt, Thomas; Tetens, Holm                                       HS                                                 51 078

Vernunft und Glaube (b, d, LA/S1, S2)

Termin: Fr 10-12                     wöch.              Ort: UL 6, 2002               Beginn: 18.04.2008

Kommentar: Gegenwärtig ist die These von der ‚Wiederkehr der Religionen’ in aller Munde. Man kann erhebliche soziologische und religionssoziologische Zweifel an der Richtigkeit dieser These haben. Wie auch immer, im Zuge der Diskussion um die These von der ‚Wiederkehr der Religionen’ erfährt jedenfalls ein sehr altes Thema der abendländischen Philosophie, nämlich das Verhältnis von Vernunft und Glaube, wieder eine stärkere Beachtung. Im Seminar wollen wir uns kritisch mit neueren Texten zu diesem Thema auseinandersetzen, unter anderem mit Texten von Josef Ratzinger und der Diskussion zwischen Ratzinger und Jürgen Habermas. Ein genauer Seminarplan wird in der ersten Sitzung des Seminars verabredet. - Die Veranstaltung wird zusammen mit Prof. Dr. Holm Tetens, FU Berlin, durchgeführt.

 

 

 

 

Schwemmer, Oswald                                                          HS                                                 51 080

Martin Heidegger, Der Ursprung des Kunstwerks (d, d, LA/S2)

Termin: Di 10-12                     wöch.              Ort: DOR 24, 1.406                Beginn: 15.04.2008

Kommentar: In seiner Schrift zum Ursprung des Kunstwerks (1935/36) bedient sich Heidegger einer stark metaphorischen Ausdrucksweise, die reich an mythischen Anspielungen ist. Insbesondere seine Rede von »Erde« und »Welt« und der »Bestreitung« ihres »Streites« lässt sich nicht einfach auflösen. Im Seminar soll versucht werden, in eingehender Lektüre Heideggers Gedankengang nachzuvollziehen und daraufhin zu prüfen, ob die dabei entwickelte Sicht des Kunstwerks einen besonderen Beitrag der Kunst für die menschliche Weltorientierung erkennen lässt.

 

 

Thöle, Bernhard                                                                 HS                                                 51 083

Probleme von Raum und Zeit in der Philosophie der Neuzeit (b, d)

Termin: Mi 16-18                    wöch.              Ort: DOR 24, 1.406                Beginn: 16.04.2008

Kommentar: Was ist die Natur von Raum und Zeit? Sind sie Substanzen oder Relationsgefüge? In welchem Verhältnis stehen sie zu materiellen Dingen? Sind sie unendlich oder endlich? Sind sie unendlich teilbar? Sind sie subjektiv oder objektiv?

Fragen wie diese wurden zwar nicht erst in der Philosophie der Neuzeit gestellt; sie erhielten aber mit der Entwicklung der neuzeitlichen Physik eine neue Richtung und Brisanz. In der Veranstaltung sollen zentrale Positionen und Problemstellungen, die in der Philosophie der Neuzeit von Descartes bis Kant zu dieser Thematik entwickelt wurden, diskutiert werden. Wir werden Texte u.a. von Descartes, Locke, Leibniz, Newton, Clarke, Bayle, Hume und Kant behandeln.

Zur Einführung: Garber, D./Henry, J./Joy, L./Gabbay, A.: New Doctrines of Body and its Powers, Place and Space, in Garber, D./Ayers, M. (eds.): The Cambridge History of Seventeenth-Century Philosophy. Vol. I. Cambridge 1998; Cassirer, E.: Kapitel "Raum und Zeit" in ders.: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit. Bd. II. 19223.

 

 

 

Wild, Markus; Tietz, Sarah                                               HS                                                 51 085

Sprache, Geist und Biologie: Die Philosophie Ruth Millikans (b, d, LA/S2)

Termin: Mi 14-16                    wöch.              Ort: UL 6, 2014 B                        Beginn: 16.04.2008

Kommentar: 1984 erscheint Ruth Millikans Hauptwerk Language, Thought and Other Biological Categories. Darin versucht Millikan das Phänomen der Intentionalität (d.h. die Bezugnahme des Geistes auf einen Gegenstand) naturalistisch zu erklären, und zwar unter Rückgriff auf einen durch die Evolutionstheorie gestützten Begriff der Funktion. Die grundlegende These lautet, dass ein Zustand A sich dann auf einen Umstand B bezieht, wenn es die evolutionäre Funktion von A ist, die Präsenz von B anzuzeigen. Dieser als „Teleosemantik“ bekannte Ansatz kann als die gegenwärtig vielversprechendste naturalistische Theorie betrachtet werden. Millikan hat in verschiedenen Aufsätzen und Monographien diesen Ansatz systematisch ausgebaut und verteidigt. In unserem Seminar wollen wir uns zuerst mit Millikans Begriff einer (biologischen) Funktion vertraut machen und dann die Anwendung dieses Begriffs auf Geist und Sprache betrachten. Im Anschluss daran sollen klassische Einwände gegen die Teleosemantik untersucht werden.

Die Texte werden auf Englisch gelesen, denn Ruth Millikan wird in der Woche vom 21. Juli in Berlin sein, um mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieses Seminars über ihre Theorie zu diskutieren. Eines der Hauptziele des Seminars besteht darin, uns soweit in die Teleosemantik von Millikan einzuarbeiten, dass wir mit Gewinn in ein Gespräch eintreten können. Hierfür sollen von den Seminarteilnehmern (in Gruppen) kleine Vorträge erarbeitet werden, die als Grundlage für die Diskussion mit Ruth Millikan dienen.

In der ersten Sitzung (16.04.) werden die Teilnahmebedingungen und das Programm dieses Seminars vorgestellt. Wer in der ersten Sitzung nicht teilnehmen kann, ist gebeten sich per E-mail anzumelden: Wildm@philosophie.hu-berlin.de, sarah.tietz@philosophie.hu-berlin.de

Zur Teleosemantik vgl. http://plato.stanford.edu/entries/content-teleological/ (v.a. Abschnitt 3.2)

Zu Millikan vgl. http://www.philosophy.uconn.edu/department/millikan/ (Es lohnt sich sicher, sich mit einem der zahlreichen Texte auf dieser Webseite vorbereitend vertraut zu machen)

 

 

Runggaldier, Edmund                                                        HS                                                 60 886

Zwecke und Ziele (c, d)

Termin: Di 18-20                     wöch.              Ort: BU 26, 108                      Beginn: 15.04.2008

Kommentar:Zwecke und Ziele spielen in unserem Alltag eine wichtige Rolle: Wenn wir erklären, warum Menschen verschiedenes tun bzw. unterlassen, rekurrieren wir nicht nur auf ihre Überzeugungen, sondern auch auf ihre Ziele. Im Altertum und im MA meinte man, sogar Naturabläufe durch Rekurs auf Ziele, d.h. teleologisch, erklären zu können. In den modernen Naturwissenschaften sind teleologische Erklärungen zwar obsolet, aber heute greifen Biologen wieder vermehrt auf sie zurück. Im Seminar wollen wir uns mit den klassischen aristotelischen Texten sowie mit der heutigen Debatte über die Teleologie im Zusammenhang mit der Evolutionstheorie auseinandersetzen.

Literatur: Aristoteles, Metaphysik und Physik; Toepfer G., Zweckbegriff und Organismus. Würzburg 2004. Ellis B, The Philosophy of Nature. Chesham 2002.

 



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Colloquien

 

Geßner, Willfried                                                               CO                                                51 056

Wirtschaftsphilosophie (c)

Termin: Di 18-21                     14tgl.               Ort: I 110, 239                        Beginn: 15.04.2008

Kommentar: In Fortsetzung der 2005 begonnenen LV-Reihe Wirtschaftsphilosophie soll diesmal die Wirtschaftsethik im Mittelpunkt stehen. Wie lässt sich das Verhältnis von Wirtschaft und Moral als kultureller Sphären philosophisch denken – und wie stellt es sich in der Praxis, insbesondere im Handeln von Unternehmen, dar?

Die Veranstaltung richtet sich an fortgeschrittene Studenten und Doktoranden, welche eigene Arbeiten aus diesem Themenbereich einer qualifizierten Kritik aussetzen wollen. Entsprechende konkrete Vorschläge sind Bedingung für eine Teilnahme. Voranmeldungen bitte bis 31.03.2008 an willfried.gessner@t-online.de.


Gerhardt, Volker                                                               CO                                                51 058

Zur Philosophie der Gegenwart (c, d)

Termin: Mo 19-22                   wöch.              Ort: UL 6, 3103                      Beginn: 21.04.2008

Kommentar: Das Kolloquium wird von der Mitarbeit aller Teilnehmer getragen, die aus ihren eigenen Arbeitsvorhaben berichten und bereit sind, ihre Überlegungen auf die vorrangigen Fragen des Denkens zu beziehen. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

 

Horstmann, Rolf-Peter                                                      CO                                                51 063

Philosophische Themen (b, c, d)

Termin: Fr 19-22                     wöch.              Ort: UL 6, 3103                      Beginn: wird bekanntgegeben                                                                                                        

Kommentar: Gegenstand des Kolloquiums ist die Diskussion neuerer Literatur und von Arbeitsprojekten von Examenskandidaten. Anmeldung über Frau Hassel, UL 6 Raum 3040, Telefon 030-2093 2206 oder e-mail sabine.hassel@philosophie.hu-berlin.de ist unbedingt erforderlich.

 

Müller, Olaf                                                                       CO                                                51 069

Wissenschaftsphilosophisches Kolloquium (b, LA/S1, S2)

Termin: Di 19-22 c.t.   wöch.              Ort: UL 6, 3103                      Beginn: 15.04.2008

Kommentar: Das Kolloquium bietet seinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit, in einem vierstündigen Abendmarathon eigene aktuelle Arbeiten (die im weiteren Sinn mit Wissenschaftsphilosophie zusammenhängen) gründlich zu verteidigen

Anmerkung: Neue Kolloquianten können nur auf persönliche Einladung hin an der Diskussion teilnehmen.

 


Perler, Dominik                                                                 CO                                                51 074

Probleme der theoretischen Philosophie (b)

Termin: Di 16-18                     14tgl.               Ort: DOR 24, 1.404                Beginn: 22.04.2008

Kommentar: Das Kolloquium bietet Prüfungskandidat/innen und Doktorand/innen die Gelegenheit, entstehende Arbeiten im Bereich der Theoretischen Philosophie vorzustellen. Die Beiträge können sowohl historisch (vornehmlich im Bereich der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Philosophie) als auch systematisch (mit analytischem Ansatz) orientiert sein. Eine Voranmeldung im Lehrstuhlsekretariat (Frau E. Schaum, E-mail: SchaumE@Philosophie.HU-Berlin.de) ist unbedingt erforderlich.

Das Kolloquium findet alle 14 Tage (beginnend in der zweiten Woche) statt und wechselt sich mit dem Kolloquium der Leibnizpreis-Forschungsgruppe (beginnend in der ersten Woche) ab.


Rapp, Christof                                                                   CO                                                51 076

Themen der antiken Philosophie (b, d)

Termin: Di 16-18.30                wöch.              Ort: UL 6, 3103                      Beginn: 15.04.2008

Kommentar: Im Kolloquium werden verschiedene Forschungsprojekte, vorzüglich aus dem Bereich der antiken Philosophie vorgestellt und diskutiert. Die Veranstaltung ist besonders für Examenskandidaten und Doktoranden gedacht.

Anmerkungen: Anmeldung vor Semesterbeginn erforderlich.

 

Schmidt, Thomas                                                               CO                                                51 079

Praktische Philosophie/Ethik (c, d)

Termin: Do 16.15-18.30          wöch.              Ort: UL 6, 3103                      Beginn: 17.04.2008

Kommentar: Dieses Kolloquium richtet sich vor allem an Studierende unmittelbar vor dem Examen und an Promovierende. Es bietet ein Forum zur Diskussion im Entstehen begriffener eigener philosophischer Arbeiten, vornehmlich auf dem Gebiet der praktischen Philosophie.

Anmerkung: Die Teilnahme kann nur nach persönlicher Rücksprache vor Semesterbeginn ermöglicht werden.


Schwemmer, Oswald                                                          CO                                                51 081

Kolloquium für Examenskandidaten und Doktoranden

Termin: Mo 18-20                   wöch.              Ort: UL6, 3036                       Beginn: 21.04.2008

Kommentar: Das Kolloquium ist für Examenskandidaten und Doktoranden konzipiert und dient der Vorstellung der entsprechenden Arbeiten. Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung.

 

 


Schwemmer, Oswald                                                          CO                                                51 082

Tutorenkolloquium

Termin: Mo 10-11                   wöch.              Ort: UL6, 3036                       Beginn: 21.04.2008

Kommentar: Das Kolloquium mit den Tutoren dient der gemeinsamen Vorbereitung insbesondere für die standardisierten Tutorien.

 

 

Thöle, Bernhard                                                                 CO                                                51 084

Philosophische Themen (b, d)

Termin: Do 19-22                    wöch.              Ort: UL6, 3103                       Beginn: 17.04.2008

Kommentar: In der Veranstaltung sollen Texte zu Kants theoretischer Philosophie diskutiert werden. Darüber hinaus soll Examenskandidaten Gelegenheit zur Vorstellung und Diskussion eigener Arbeitsprojekte gegeben werden. Anmeldung (ggf. mit kurzen Angaben über eigene Arbeitsprojekte) bei Frau Hassel (e-mail: HasselS@philosophie.hu-berlin.de)

 



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Fachdidaktik

 



Meyer, Kirstin                                                                   PS                                                 51 046

Fachdidaktik Philosophie/Ethik (f)

Termin: Mo 12-14                   wöch.              Ort: DOR 24, 1.404                Beginn: 21.04.2008

Kommentar: Dieses Seminar dient dem Erwerb von Kenntnissen der Unterrichtsplanung in den Fächern Philosophie und Ethik. Die Didaktik der Philosophie beschäftigt sich mit der Kunst, das Philosophieren zu lehren. Um die Frage zu beantworten, wie das Philosophieren gelehrt werden kann, sollte man sich zunächst mit dem Zweckdieses Unternehmens beschäftigen, also mit der Frage, wozu das Philosophieren gelehrt werden sollte. Dieser Frage gehen wir daher im ersten Teil dieses Seminars genauer nach. Im zweiten Teil des Seminars wenden wir uns dann der Frage zu, wie man mit Schülerinnen und Schülern gemeinsam philosophieren kann. Dabei werden wir Grundprinzipien der Unterrichtsplanung erarbeiten und diese auf konkrete Planungsbeispiele anwenden.

Literatur: Ein Reader mit der im Seminar behandelten Literatur steht zu Semesterbeginn zur Verfügung.

 

 

Meyer, Kirstin                                                                   HS                                                 51 087

Bildung und staatliche Neutralität (f, c, LA/S1, S2)

Termin Di 10-12                     wöch.              Ort: DOR 24, 1.404                Beginn: 15.04.2008

Kommentar: Die Forderung nach staatlicher Neutralität ist weit verbreitet: Der Staat sollte neutral bleiben, wenn religiöse und andere wertende Ansichten unter den Bürgern umstritten sind. Einige Liberale meinen jedoch, diese Forderung sei auch in liberalen Staaten bisher nicht umfassend eingelöst worden. So seien z.B. bestimmte Facetten des Bildungsbereichs mit dem Neutralitätsgebot nicht vereinbar. Perfektionisten meinen hingegen, dies offenbare gerade die Schwächen des Neutralitätsgebotes. Wem ist in dieser Debatte zuzustimmen? Darf sich das staatliche Bildungswesen an bestimmten Werten orientieren, auch wenn diese umstritten sind? Darf der schulischen Bildung beispielsweise ein umfassendes Autonomieideal zugrunde gelegt werden? Neben einer grundlegenden Diskussion des liberalen Neutralitätsgebotes wird es also in diesem Seminar speziell um die Forderung nach Neutralität im Bildungsbereich gehen.

Literatur: Ein Reader mit der im Seminar behandelten Literatur steht zu Semesterbeginn zur Verfügung.

 

 

Hagner, Joachim                                                                HS                                                 51 088

Praktikumvorbereitendes Seminar im Fach Philosophie (f)

Termin: Mo 16-18                   wöch.              Ort: DOR 24, 1.405                Beginn: 21.04.2008

Kommentar: Das Seminar befasst sich unter Einbeziehung allgemein- und fachdidaktischer sowie lernpsychologischer Literatur mit der Planung und Analyse von Unterricht.

Das schließt ein

- die rahmenplankonforme Festlegung inhaltlicher Schwerpunkte;

- die Unterscheidung verschiedener thematischer Facetten als Grundlage der Sequenzplanung;

- die darauf bezogene Bearbeitung geeigneter Texte;

- die Sachanalyse;

- die didaktische Aufbereitung;

- die Formulierung von Schwerpunkt- und Feinlernzielen;

- die Umsetzung der didaktischen Überlegungen in einem Stundenverlaufsplan;

- die Entwicklung von Kriterien zur Analyse von Unterricht und

- die Durchführung der Unterrichtsplanung im Seminar.

Erwerb eines Leistungsnachweises durch die Anfertigung eines Unterrichtsentwurfs.

Anmerkungen: Begrenzte Teilnehmerzahl. Vorherige Anmeldung im Praktikumbüro (der TU bzw. HU) erforderlich.

Leistungsnachweise: Erwerb eines Leistungsnachweises durch die Anfertigung eines Unterrichtsentwurfs.

 

 

Hagner, Joachim                                                                BS                                                 51 089

Unterrichtspraktikum im Fach Philosophie (f)

Termin: 08.09.-26.09.08       

Kommentar: Im Fachpraktikum soll zum einen der Philosophieunterricht an (Berliner) Gymnasien kriteriengeleitet beobachtet und analysiert werden.

Zum anderen soll unter Anleitung von Tutoren und Hochschullehrern eigenständig Unterricht geplant und durchgeführt werden.

Erwerb eines Leistungsnachweises durch die Anfertigung eines Praktikumbericht.

Anmerkungen: Begrenzte Teilnehmerzahl. Vorherige Anmeldung im Praktikumsbüro (der TU bzw. HU) erforderlich.

Leistungsnachweise: Erwerb eines Leistungsnachweises durch die Anfertigung eines Praktikumberichts.

 

 

Hagner, Joachim                                                                HS                                                 51 090

Praktikumnachbereitendes Seminar im Fach Philosophie (f)

Termin:   10.05.08, 9-17 Uhr und 11.05.08, 9-13 Uhr               BS                   Ort: Werner-von-Siemens-Gymnasium,
                                                                                                                 Beskidenstr. 3, 14129 Berlin                             

Kommentar: Anliegen des Hauptseminars ist eine Vertiefung der bereits erworbenen fachdidaktischen Kenntnisse und ihre Erweiterung.

Das betrifft

- die Phasierung des Unterrichts;

- seine einzelnen Phasen;

- den Einsatz von akustischen und visuellen Medien im Unterricht;

- die Führung des Unterrichtsgesprächs;

- die Bedeutung des Übens im Philosophieunterricht;

- die Vermittlung der sogenannten „Methodenkompetenzen“ und

außerschulische Lernorte.

Bitte mit vorheriger Anmeldung über e-Mail: jhagner@t-online.de

Teilnahmevoraussetzung: Erfolgreich abgeschlossenes Praktikum

Leistungsnachweise: Erwerb eines Leistungsnachweises durch eine schriftliche Hausarbeit.

Leistungsnachweise: Erwerb eines Leistungsnachweises durch die Anfertigung eines Unterrichtsentwurfs.

 




Sommerkurs am Institut für Philosophie

Müller, Olaf                                                                       HS                                                 51 093

Spektrale Unordnung (b, d, LA/S1, S2)

Termin: s. unten                       BS                   Ort: s. unten                 Beginn: 21.07.-27.07.08

Kommentar: Für diesen interdisziplinären Sommerkurs haben der Physiker Dr. Johannes Grebe-Ellis (vom Lehrstuhl für Didaktik der Physik, Adlershof) und Prof. Dr. Olaf Müller (vom Lehrstuhl für Wissenschaftsphilosophie) den Wiener Künstler, Philosophen und Farbexperimentator Ingo Nussbaumer eingeladen.

Ingo Nussbaumer hat die sogenannten unordentlichen Spektren entdeckt und als erster systematisch beschrieben: Das sind Farbspektren, die ähnlichen Bedingungen gehorchen wie Newtons homogenes Lichtspektrum und die zueinander in erstaunlichen Symmetriebeziehungen stehen. In der Sommerschule werden wir diese (und verwandte) Experimente durchführen, ihre phänomenologisch angemessene Beschreibung erarbeiten und ihre theoretische Bedeutung diskutieren.

Ergänzt wird der Sommerkurs durch ein Hauptseminar über Goethes Farbenlehre, in dem Goethes wissenschaftstheoretische Überlegungen zu prismatischen Farbexperimenten durchgesprochen werden. (Siehe die Hinweise bei den Hauptseminaren von Prof. Dr. Olaf Müller im Veranstaltungskommentar des Instituts für Philosophie, im Netz unter http://www.philosophie.hu-berlin.de/kvv/. Wer am Sommerkurs teilnehmen will, aber nicht viel über physikalische Optik weiss, dem empfehlen wir den Besuch des Hauptseminars.

Anmerkung. Der Sommerkurs wendet sich an Studierende der Philosophie (im Hauptstudium oder im Master-Studium), an Studierende der Physik und an Mitglieder der Graduierten-Schule Mind and Brain.

Da wir die Teilnehmerzahl begrenzen müssen, bitten wir alle Interessenten, sich bis zum Mo, 23.6.2008 elegraphisch bei Frau Hassel anzumelden (sabine.hassel@philosophie.hu-berlin.de). Wir werden die endgültige Teilnehmerliste bis zum Mo, 7.7.2008 bekanntgeben.

Blockveranstaltung: Mo 21.7.2008 bis So 27.7.2008

Mo bis So 10-13 Uhr (Adlershof) und 17-18 Uhr (UL 6, Raum 3103)



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Meisterkurse am Institut für Philosophie




Frede, Dorothea                                                                 BS                                                     

Platons Ethik

Termin: 10-16                                     Ort: UL 6, 3103          Beginn: 02.06.-06.06.08

Kommentar: Das Seminar ist für interessierte Studierende im fortgeschrittenen Stadium gedacht, insbesondere für MA-Studierende und Doktoranden.  Es soll an fünf Tagen in je einer Vormittags- und einer Nachmittagssitzung (mit Ausnahme des Freitagnachmittag) zentrale Texte aus Platons früher, mittlerer und später Zeit zur Diskussion gestellt werden. Das Seminar wird in der 1. Juni-Woche stattfinden, d.h. vom 2.-6. Juni.  Die Texte werden noch bekannt gegeben.

 

 

Rosen, Michael                                                                  BS                                                     

Rawls' Politische Theorie

Termin: 10-16                                     Ort: UL 6, 3103          Beginn: 23.06.-28.06.08

Kommentar: Das Ziel dieser Veranstaltung ist ganz einfach: Wir wollen uns intensiv und kritisch mit Rawls’ philosophischen Unternehmen auseinandersetzen. Wir werden alle seine Hauptschriften (A Theory of Justice, Political Liberalism, The Law of Peoples) behandeln. Freilich hoffen wir, dass diese Beschäftigung auch die zahlreich von Rawls angeregten Debatten erhellen wird, mit Sekundärliteratur zu Rawls werden wir uns aber im Seminar nicht befassen.

Die Sitzungen sind folgendermaßen eingeteilt:

1. Deontology and Reflective Equilibrium  A Theory of Justice (= TJ) Kap. 1, also TJ sect. 87, (“Outline of a Decision Procedure for Ethics” (in Collected Papers = CP))

2. Contract and Contractarianism    TJ Kap. 2 & 3

3. Liberty TJ Kap. 4, (The Basic Liberties and their Priority (The Tanner Lectures))

4. Distribution and Equality  TJ Kap. 5, TJ sect. 77

5. Democracy and Just Institutions  TJ, Kap. 6, (“Two Concepts of Rules” (in CP))

6. Conceptions of the Good and the Sense of Justice TJ Kap. 7-9

7. Constructivism Political Liberalism (= PL Lectures 1-3) (“Kantian Constructivism in Moral Theory (The Dewey Lectures)”, J. Phil. 1981)

8. Stability and Overlapping Consensus PL Lectures 4-8

9. International Justice The Law of Peoples, “50 Years after Hiroshima” (in CP)

10. Public Reason “The Idea of Public Reason Revisited” (in The Law of Peoples) and “Reply to Habermas” (in PL, paperback edition)

Alle, die zu dieser intensiven Arbeit bereit sind, sind sehr herzlich willkommen, an dem Seminar teilzunehmen. Voraussetzung ist, dass die notwendige Lektüre - d.h. die drei Hauptschriften - schon vor dem Seminarbeginn absolviert wird. Teilnehmer werden gebeten, ein sehr kurzes  Einleitungsreferat (10-Minuten lang) zu einer von den Sitzungen vorzubereiten (nach Vereinbarung).

Die Sprache im Seminar wird deutsch sein, die behandelten Werke liegen ebenfalls in deutscher Übersetzung vor:

Eine Theorie der Gerechtigkeit, übers. von Hermann Vetter, Frankfurt am Main 1979.

Politischer Liberalismus, übers. von Wilfried Hinsch, Frankfurt am Main 1998.

Das Recht der Völker. Enthält: Nochmals: die Idee der öffentlichen Vernunft, übers. von Wilfried Hinsch, Berlin 2002.

Voranmeldung ist notwendig (bis zum 10. Juni), und erfolgt über Frau Anna Herzog (herzogan@cms.hu-berlin.de). Weitere Fragen können an Frau Herzog oder Michael Rosen (mrosen@gov.harvard.edu) gestellt werden.

 

 

Förster, Eckart                                                                   BS                                                     

Kants Opus postumum

Termin: 10-16                                     Ort: UL 6, 3103          Beginn: 21.07.-25.07.08

Kommentar: In diesem Seminar sollen Gehalt und Bedeutung von Kants letzten, unvollendeten  "Hauptwerk", dem so genannten Opus postumum, erschlossen werden.  Dazu dienen drei Fragegruppen:

1) Welche Probleme versucht Kant in diesem Werk zu lösen?

2) Werden sie gelöst, und wenn ja, wie?

3) Welche Konsequenzen haben diese Lösung für Kants Transzendentalphilosophie?

Die Textarbeit soll in ständigem Rückbezug auf Kants frühere Schriften, vor allem die Metaphysischen Anfangsgründe der Naturwissenschaft und die drei Kritiken stattfinden. Im Opus postumum (Akademieausgabe Bd. 21 und 22) werden wir uns vorrangig auf die folgenden Passagen konzentrieren:  21:373-412; 21:294-307; 22:196-201; 21:181-90; 21:206-33; 22:11-131; 21:16-59.

Literatur: Dina Emundts, Kants Übergangskonzeption im Opus postumum (Berlin/New York 2004); Eckart Förster, Kant's Final Synthesis (Cambridge, Mass. 2000).

 

 

Nida-Rümelin, Julian                                                         BS                                                     

Vernunft und Freiheit

Termin: 10-16                                     Ort: UL 6, 3103          Beginn: 04.08.-08.08.08

Kommentar: Thema des Meisterkurses ist das Verhältnis von Vernunft und Freiheit. Der These einer engen Verkoppelung von Vernunft und Freiheit, wie sie unter anderem der Kantischen Denktradition entspricht und wie sie auch von mir verteidigt wird, soll anderen Positionen gegenübergestellt werden, etwa derjenigen der Frankfurt-Schule der praktischen Philosophie. Ziel des Meisterkurses ist es, das Verhältnis von Vernunft und Freiheit systematisch zu klären, d.h. ein gründliches Nachdenken und eine intensive Diskussion zu dieser Thematik anzuregen, nicht etwa einen Überblick zu den unterschiedlichen Positionen und Protagonisten der praktischen Philosophie der Gegenwart zu vermitteln. Nicht zuletzt sollen Überlegungen des Dozenten in Fortführung früherer Publikationen zum Verhältnis von Bewusstsein und Freiheit, Kausalität und Gründen, metaphysischen Aspekten des Verhältnisses von Vernunft und Freiheit etc. zur Diskussion gestellt werden.

Als vorbereitende Lektüre empfohlen: JNR: "Strukturelle Rationalität" (Reclam Universalbibliothek 2001) und "Über menschliche Freiheit" (Reclam Universalbibliothek 2005). Zur besseren Vorbereitung des Meisterkurses ist eine Anmeldung bis Ende Mai in Form einer e-mail mit einer kurzen Information zum bisherigen Studium und/oder Forschung an www.Julian.Nida-Ruemelin.de erwünscht. Die Teilnehmer erhalten dann rechtzeitig vor Beginn des Meisterkurses weitere Informationen. Die erste Sitzung des Meisterkursesfindet am Montag, den 4. August, 10 Uhr, statt.

 



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Praxisorientierte Lehrveranstaltungen der Philosophischen Fakultät I




Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft

Angebote mit Praxisrelevanz auch für andere Fächer

 

51 836   Wissensmanagement und Wissenspräsentation

              HS         Do     12-14     wöch.              DOR 26, 120                                 H.-U. Kamke

Im Seminar sollen neben den theoretischen Grundlagen des Wissensmanagements und Frage der Abgrenzung zum Informationsmanagement die Kenntnisse praktischer Werkzeuge vermittelt werden. Daneben ist die Rolle der Bibliotheken in der Wissens- oder Informationsgesellschaft zu diskutieren und es sind entsprechende Schlußfolgerungen darzustellen.

Von den Studierenden werden regelmäßig kleinere Beiträge und eine rege Mitarbeit erwartet.

Literatur: Einführende Literatur wird zu Semesterbeginn mitgeteilt.




51 829   Copyright in the networked world (in engl. Sprache)

              HS         Mo    10-12     wöch.              DOR 26, 120                                        M. Seadle

This course looks at how libraries and scholars use and understand copyright law and regulation. While the law will be discussed, the emphasis is on practice in libraries and in online environments, not on the law itself. The topics will include: “fair use” and the TEACH Act in the US; “fair dealing” and similar user exemptions in the UK, Canada, and Australia; German and continental teaching and research exemptions; interlibrary loan and document delivery law and practice; moral rights; and international copyright agreements and practices. The course will be held in English.

 


51 841   Literaturdienste und Auskunftsmittel

              HS         Di      10-12     wöch.              DOR 26, 120                                       G. Pannier

Das Seminar beschäftigt sich mit der bibliographischen Literaturinformation sowohl auf nationaler Ebene als auch unter fachlichen Gesichtspunkten (hier bieten sich die Disziplinen an, die als Fächerkombinationen im Magisterstudiengang gewählt wurden). Die Informationsleistungen Virtueller Fachbibliotheken sowie spezifische Angebote ausgewählter Universitätsbibliotheken im Bereich Informationskompetenz werden analysiert und wichtige bibliographische Datensammlungen des BID-Bereiches und aus Buchhandel/Verlagswesen werden vorgestellt. Neben Online-Auskunftsdiensten (u.a. Internet Public Library, Deutsche Internetbibliothek, Question Point) werden biographische und allgemeine Informationsmittel hinsichtlich ihres Nutzens für die bibliothekarische Auskunftstätigkeit diskutiert. Ziel ist es, effektive Wege zu bibliographischen Informationen aufzuzeigen. Seminarreferate können sich auch mit den (bibliographischen) Dienstleistungsangeboten ausgewählter Einrichtungen befassen oder die nationalbibliographische Situation einzelner Länder analysieren. Geübt werden soll das methodische Vorgehen bei der Suche nach Literatur- und anderen Informationen, die Bewertung relevanter Informationsmittel und ihre strukturierte Präsentation. [Gleichzeitig auch Angebot für den interdisziplinären Studiengang Editionswissenschaften der FU und HU]

Literatur: Informationsmittel für Bibliotheken -IfB- : digitales Rezensionsorgan für Bibliothek und Wissenschaft. 1993ff.http://www.bsz-bw.de/SWBplus/ifb/ifb.shtml Virtuelle Fachbibliotheken u.a. http://www.vascoda.de/

 Bell, Barbara L.: An annotated guide to Current National Bibliographies. – 2., compl. rev. ed. – München : Saur, 1998. – 487 S. (UBCIM publications : N. S. ; 18)

Georg Schneider ; Friedrich Nestler: Handbuch der Bibliographie / Begr. von Georg Schneider. Völlig neu bearb. von Friedrich Nestler. - 6., völlig neu bearb. Aufl.. - Stuttgart : Hiersemann, 1999. – 726 S.

Weitere Hinweise im Seminarverlauf.

 

51 843   Praktische Fachinformationsrecherche in historischen Fächern

              HS         Mi     10-12     wöch.               DOR 26, 120                                  H.-U. Kamke

Nach einer Analyse der wichtigsten Datenbanken und einem Überblick zum Stand der EDV-Anwendung in einem ersten Teil sollen in einem zweiten Teil die als wichtig festgestellten Datenbanken näher untersucht und Qualitätskriterien  für ihre Bewertung erarbeitet werden.

Von den Studierenden werden regelmäßig kleinere Beiträge und eine rege Mitarbeit erwartet. Die Studierenden sollten aus dem Kanon der historischen Fächer kommen oder doch zumindest mit historischen Fragestellungen und Methoden vertraut sein. [Gleichzeitig auch Angebot für den interdisziplinären Studiengang Editionswissenschaften der FU und HU]

Literatur: Einführende Literatur wird zu Semesterbeginn mitgeteilt.



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Projekt "Studium & Praxis" der Philosophischen Fakultät I



Projekt "Studium & Praxis"

„Studium & Praxis“ – ein Projekt der Philosophischen Fakultät I der Humboldt-Universität zu Berlin – ist seit 1996 bestrebt, den Studierenden den Übergang vom Studium ins Berufsleben zu erleichtern.

Was bietet das Projekt?

    Hinweise zur beruflichen Orientierung
    Informationen zu Praktikumsangeboten des Projekts und Praktikumsvermittlung
    „Job_Enter“ - Veranstaltungsreihe zu Berufswegen von Geistes- und SozialwissenschaftlerInnen
    Alumni-Ansprechpartnerin

Ansprechpartnerin
 
    Barbara Jung
    Tel.: 2093-2783
    Raum 3062
    jungbarb@cms.hu-berlin.de



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Job_Enter_08




Berufswege für Geistes- und Sozialwissenschaftler/-innen

Drei Referenten aus der Praxis stellen die Berufsfelder vor und sprechen über notwendige Qualifikationen und Einstiegsmöglichkeiten. Anschließend gibt es die Gelegenheit, Fragen zu stellen.

23.04.2008           Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jobs im Bereich Kommunikation erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Kein Museum, kein Wirtschaftsunternehmen, kein Verlag verzichtet heute auf eine PR- oder Presseabteilung. Immer geht es dabei um das Managen von Kommunikation. Mit Hilfe unserer ReferentInnen versuchen wir, dieses weit gefächerte Feld zu konkretisieren.


30.04.2008           Internationale Organisationen, Stiftungen, Vereine
Über 22 Mio. Bürger engagierten sich im letzten Jahr ehrenamtlich in über 8000 Stiftungen, Vereinen und Organisationen. Von der Arbeit an der Basis bis hin zu leitenden Funktionen, von der Öffentlichkeitsarbeit bis zum Projektmanagement vereint die Arbeit im 3. Sektor sehr vielfältige Tätigkeitsfelder.

07.05.2009          Film und Fernsehen

„Ich will was mit Medien machen“. Ein häufiger Satz junger Studierender. Viele denken dabei an Berufe im Bereich Film und Fernsehen. Aber was erwartet Berufsanfänger im TV-Alltag? Wie glamourös ist die Film-Welt wirklich? Und welche Kompetenzen sind gefragt? Fragen, auf die unsere ReferentInnen Antwort geben.

14.05.2008           Informationsmanagement
Immer mehr Informationen müssen strukturiert, archiviert und zugänglich gemacht werden. Es kommt darauf an, sie nutzbar und gut greifbar zu machen. Im Informationsmanagement werden Datenbanken eingerichtet und programmiert, Oberflächen entwickelt und Wissen archiviert.

28.05.2008           Internet
Immer mehr Multimedia-Agenturen lassen sich in Berlin nieder. Sie sind eine noch weitgehend unentdeckte Anlaufstelle für GeisteswissenschaftlerInnen. Was genau macht ein Konzepter? Wodurch zeichnet sich die Arbeit eines Online-Redakteurs aus? Und worum geht es bei Usability?

04.06.2008           Museum
Unsere persönliche Erinnerung hat Grenzen. Diese Grenzen werden durch kollektive Erinnerung in Ausstellungen, Museen und Gedenkstätten aufgeweicht und verschoben. Museen entwickeln ihre Ausstellungen selbst oder geben sie bei Agenturen in Auftrag. Besucher müssen betreut, Kataloge geschrieben und die Presse informiert werden.

11.06.2008           Stadt
Städte unterliegen ständigem Wandel. Nicht immer wirkt er sich positiv auf die Stadtteile aus. Ziel des Quartier- und Stadtteilmanagements ist es, eine dauerhafte Verbesserung der Situation in „Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf“ zu erreichen. Unsere Referenten werden unterschiedliche Aufgaben in diesem noch jungen Berufsfeld vorstellen.

18.6.2008           Weiterbildung
Geistes- und SozialwissenschafterlerInnen können in der Erwachsenenweiterbildung als Trainer für Hard- und Softskills arbeiten. Sie vermitteln Wissen und Fähigkeiten, die andere befähigen, ihren Job besser auszufüllen.

Ort und Zeit:
Unter den Linden 6, Raum 3059
mittwochs 18.00 Uhr c.t.

Kontakt:
Philosophische Fakultät II
Büro für Praxisorientierung
Tel. 030/2093 9722
constanze.richter@rz.hu-berlin.de

Eine Kooperation der Philosophischen Fakultäten I, II und III.


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