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Humboldt-Universität zu Berlin - Praktische Philosophie/Ethik

Benjamin Kiesewetter

Benjamin Kiesewetter

E-Mail: Benjamin.Kiesewetter [at] hu-berlin.de
Unter den Linden 6, Raum 3042d
Tel: +49 30 2093-2556


Persönliche Webseite: https://benjaminkiesewetter.jimdo.com/

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CV (.pdf)

   

Schwerpunkte

Moralphilosophie und Metaethik; Normativität, Rationalität und Gründe; Demokratie, Menschenrechte und Kinderrechte; ausgewählte Bereiche der angewandten Ethik, der Geschichte der Ethik und der Erkenntnistheorie.

Zur Person

2001-2007 Studium der Philosophie, Neueren deutschen Literatur und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und der University of Nottingham (UK). 2014 Promotion mit einer Arbeit über die Normativität der Rationalität. 2001-2006 und 2008-2011 Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. 2014 Humboldt-Preis. Seit 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Humboldt-Universität zu Berlin; seit 2015 DFG-finanzierte eigene Stelle. Gastwissenschaftler an der University of California, Berkeley (2009-2010) und der Universidad Torcuato Di Tella, Buenos Aires (2011). Von März bis Juli 2014 Research Associate an der School of Philosophy der Australian National University (ANU), Canberra. Von Oktober 2016 bis September 2017 Vertretung der Professur für Praktische Philosophie an der Universität Hamburg.

Ausgewählte Veröffentlichungen

The Normativity of Rationality, Oxford: Oxford University Press. (Pre-order discount link)

"What Kind of Perspectivism?", erscheint in: Journal of Moral Philosophy. (Vorabdruck)

„The Right and the Wrong Kind of Reasons“ (mit Jan Gertken), Philosophy Compass 12 (5), e12412, 2017 (Druckfassung, Vorabdruck)

„You Ought to Φ Only If You May Believe that You Ought to  Φ“, The Philosophical Quarterly 66 (265): 760-782, 2016. (Druckfassung, Vorabdruck)

„Instrumental Normativity: In Defense of the Transmission Principle“, Ethics 125 (4): 921-946, 2015. (Druckfassung)

„A Dilemma for Parfit’s Conception of Normativity“, Analysis 72 (3): 466-474, 2012. (Druckfassung, Vorabdruck)

„‚Ought‘ and the Perspective of the Agent“, Journal of Ethics and Social Philosophy 5 (3): 1-24, 2011. (Druckfassung)

„Dürfen wir Kindern das Wahlrecht vorenthalten?“, Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie 95 (2): 252-273, 2009. (DruckfassungVorabdruck)

(Vollständige Pubikationsliste hier)

In Vorbereitung

„How Reasons Are Sensitive to Available Evidence“, eingeladener Beitrag zu  Normativity: Epistemic and Practical, hg. v. Connor McHugh, Daniel Whiting und Jonathan Way, erscheint bei: Oxford University Press (PDF Download)

„Can the Lottery Paradox be Solved by Identifying Epistemic Justification with Epistemic Permissibility?“ (PDF Download)

"Practical Conflicts as a Problem for Epistemic Reductionism about Reasons" (mit Jan Gertken), Artikelmanuskript (in Vorbereitung)

„Is There a Liberal Principle of Instrumental Transmission?“ (mit Jan Gertken), Artikelmanuskript (in Vorbereitung)

Aktuelle Vorträge
 

„T.B.A.“, University of Leeds, 07.12.2017.

"T.B.A.", King's College London, 09.12.2017.

Author Meets Students, Goethe Universität Frankfurt, 06.02.2018.

Philosophisches Kolloquium, Goethe Universität Frankfurt, 06.02.2018.


What is Irrationality?“, Universität Erfurt, 29.11.2017.

„Gründe, Werte und Normativität“, Bewerbungsvortrag für eine W2 Professur für Praktische Philosophie, Universität Hamburg, 17.11.2017.

Is There a Liberal Principle of Instrumental Transmission“, Boston University, 20.10.2017.

Why There Is No Such Thing As a Motivating Reason, Deutscher Kongress für Philosophie, Humboldt-Universität zu Berlin, 27.09.2017.

„Are Epistemic Reasons Normative?, Conference Ethics of Mind: Responsibility, Normativity and RationalityFriedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, 01.08.2017.

What Kind of Perspectivism?, Buchsymposion zu Michael J. Zimmermans Ignorance and Moral Obligation, APA Pacific Division Meeting, Seattle, 12.04.2017, Handout.

(Ausführliche Vortragsliste hier)

Projekte

Prinzipien des deliberativen Sollens (DFG-Projekt)

Praktische Überlegungen zielen auf die Beantwortung der Frage „Was soll ich tun?“. Grundanliegen des Forschungsprojektes ist es, zu einem Verständnis desjenigen Begriffs des ‚Sollens’ beizutragen, der Gegenstand dieser Kernfrage praktischer Deliberation ist und deshalb als deliberativer Sollensbegriff bezeichnet werden kann. Das Ziel des Projektes besteht darin, grund­legende Prinzipien des deliberativen Sollens einer systematischen Untersuchung zu unterziehen und philosophische Konsequenzen solcher Prinzipien zu erarbeiten. Unter grundlegenden Prinzi­pien sind dabei solche Prinzipien zu verstehen, die unabhängig von jeder inhaltlich substantiellen normativen Theorie Gültigkeit beanspruchen, wie z.B. Prinzipien, die den Gesetzen der deontischen Logik entsprechen, und Prinzipien der instrumentellen Übertragung (sog. „instrumental transmission principles“).

 

Die Normativität der Rationalität (Dissertation)

Manchmal weisen unsere Absichten und Überzeugungen eine Struktur auf, die uns als irrational erweist. Diese Dissertation beschäftigt sich mit der Frage, ob wir solche Irrationalität vermeiden sollten oder gute Gründe haben, dies zu tun. Die Arbeit verteidigt die Normativität der Rationalität, indem sie für eine neue Lösung derjenigen Probleme argumentiert, die sich aus der Annahme ergeben, dass wir rational sein sollten. Dabei werden Standpunkte zu mehreren zentralen Fragen der Theorie der Rationalität und der Normativität entwickelt, etwa in Bezug auf Form und Inhalt rationaler Standards oder Erfordernisse, die Bedingungen legitimer Kritik und die Rolle von Gründen in Deliberation und Ratschlägen. Die Arbeit legt eine gründebasierte Konzeption praktischer und theoretischer Rationalität sowie eine neue, evidenz-relative Theorie normativer Gründe vor, um schließlich strukturelle Irrationalität auf der Basis dieser beiden Ansätze zu erklären.

Die Dissertation wurde mit dem Humboldt-Preis 2014 ausgezeichnet.

 

Rechte von Kindern

Kaum jemand bestreitet, dass Kinder Träger von juridischen und moralischen Rechten sind. Gleichzeitig ist der rechtliche Status von Minderjährigen erheblich eingeschränkt: So werden jungen Menschen Rechte vorenthalten, die Erwachsenen (zumindest in demokratischen Staaten) selbstverständlich zukommen – z. B. das Wahlrecht. Haben Kinder also einen nur eingeschränkten rechtlichen Status? Kommen ihnen nur spezifische Kinderrechte zu oder haben sie denselben Anspruch auf die allgemeinen Menschenrechte? Gibt es eine hinreichende Rechtfertigung für unsere Praxis, fundamentale Rechte durch Altersgrenzen zu beschränken? Welche Konsequenzen ergeben sich für den Begriff des Rechtes, wenn wir Kinder als Rechtssubjekte akzeptieren? Diese und andere Fragen stehen im Zentrum des Forschungsprojekts.

Publikationen

„Dürfen wir Kindern das Wahlrecht vorenthalten?“, in: Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie 95 (2), 252-273 (2009). (DruckfassungVorabdruck)

Ins Japanische übersetzt von Toshiro Terada: „子どもに選挙権を与えない ことは許されるか?”, PRIME 33, Meiji Gakuin Daigaku, 63-81 (2011). (Druckfassung)

Lehre

Einführung in die Politische Philosophie
Vorlesung, SS 2017 (Universität Hamburg)

Warum Demokratie?
Hauptseminar, SS 2017 (Universität Hamburg)

Migrationsethik
Proseminar, SS 2017 (Universität Hamburg)

Forschungskolloquium Praktische Philosophie
WS 2016/17, SS 2017 (Universität Hamburg)

Gründe und Rationalität
Vorlesung, WS 2016/17 (Universität Hamburg)

Unsicherheit und Unwissenheit in der Moral
Hauptseminar, WS 2016/17 (Universität Hamburg)

Aristoteles, Nikomachische Ethik
Proseminar, WS 2014/15 (HU Berlin) und WS 2016/17  (Universität Hamburg)

Was sind Rechte?
Hauptseminar, mit Felix Koch, WS 2014/15

Armut und globale Gerechtigkeit
Proseminar, WS 2013/14

Dworkins Gerechtigkeitstheorie
Hauptseminar, WS 2013/14

Einführung in die Bio- und Medizinethik
Proseminar, SS 2013

Warum moralisch sein?
Proseminar, SS 2013

Derek Parfit, On What Matters
Hauptseminar, mit Jan Gertken, WS 2012/13

Metaethik
Proseminar, SS 2011

Praktische Vernunft: Neuere Arbeiten
Hauptseminar, mit Thomas Schmidt, WS 2010/11

Tun und Unterlassen
Proseminar, mit Jan Gertken, SS 2009