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Humboldt-Universität zu Berlin - Praktische Philosophie/Ethik

Jan Gertken

Dr. Jan Gertken

E-Mail: Jan.Gertken@philosophie.hu-berlin.de

Unter den Linden 6, Raum 3013
Tel: +49 30 2093-2850

Dr. Jan Gertken ist bis März 2018 für Forschung (Link) beurlaubt.

CV (.pdf)

   

Schwerpunkte

Normative Ethik und Metaethik (insb.: Rolle und Reichweite moralischer Prinzipien, Begründung und Wahrheitsfähigkeit moralischer Urteile, Grundlagen deontologischer Ethik, die „Taurek-Debatte“ und das Anzahlproblem), Rationalität und normative Gründe.

Weitere Interessenschwerpunkte: Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie, Ästhetik (insb. philosophische Literaturtheorie). 

Zur Person

1999-2006 Studium der Fächer Philosophie und Deutsche Philologie in Göttingen und St Andrews (UK). Von 2007-2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Praktische Philosophie/Ethik der Humboldt-Universität zu Berlin. 2012 Promotion mit einer Arbeit zur Rolle von Prinzipien in der Ethik und der Herausforderung durch den ethischen Partikularismus. Von April bis September 2013 Junior Fellow der Kolleg-Forschergruppe „Normenbegründung in Medizinethik und Biopolitik“ an  der Universität Münster. Seit Oktober 2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Praktische Philosophie/Ethik der Humboldt-Universität zu Berlin. Bis März 2018 beurlaubt zur Wahrnehmung eines Postdoctoral Fellowships im Rahmen der  Forschungsgruppe “Relational Normativity and Promissory Obligation”; Topoi Exzellenzcluster 264, Berlin.

Publikationen
(Auswahl)

„The Right and the Wrong Kind of Reasons“ (zusammen mit Benjamin Kiesewetter), Philosophy Compass 12 (5) (2017) (PDF)

„Aggregation für Nonkonsequentialisten“, Zeitschrift für Philosophische Forschung 70 (2): 269-274, 2016.

„Mixed Feelings About Mixed Solutions“, Ethical Theory and Moral Practice 19 (1): 56-69, 2016.

„Prinzipien in der Ethik – Précis“ und „Repliken“, Zeitschrift für philosophische Forschung 69 (1): S. 73-77 & 91-95, 2015.

Prinzipien in der Ethik, Münster: Mentis (2014).

Vorträge
(Auswahl)

„Haben Überforderungseinwände ein eigenständiges Gewicht?“ (Workshop Moralische Überforderung, 21.-22.01.2017, Universität Münster)

„The Restrictions of Consequentialism“, Universität Lund (27.10.2016, Handout)

The Wrong Kind of Reasons Problem: Its Scope and Significance“, Universität Lund (26.10.2016, Handout)

„How the numbers count, Universität Lund (25.10.2016, Handout)

„Do Wrong-Making Features Ground an Act’s Wrongness?, Zurich Early-Career Postdoc Workshop in Theoretical Philosophy, Universität Zürich (01.07.2016)

Grounding und die Relation des Falschmachens, Frankfurt Metaethik Workshop, Frankfurt School of Finance & Management (27.05.2016)

„Ist Einheit in der Vielfalt von Werten möglich?“,  Workshop Wertontologie und Glück, Universität Münster (03.–04.03. 2016)

„Is There a Liberal Principle of Instrumental Transmission?“ (mit Benjamin Kiesewetter), 9. Kongress der Gesellschaft für analytische Philosophie (GAP), Universität Osnabrück (15.09.2015); European Normativity Network Conference, Humboldt-Universität zu Berlin (20.11.2015, Handout)

„Interpersonal Aggregation and the Separateness of Persons”, Institut für Philosophie, Universität Bayreuth (27.01.2015)

„What’s Wrong With the Wrong Kind of Reasons?“ (mit Benjamin Kiesewetter), Konferenz „The Wrong Kind of Reasons“, Humboldt-Universität zu Berlin (22.09.2014, Handout)

„The Because Constraint and its Metaethical Implications“, Workshop Normativity and Meaning, Universität des Saarlandes, Saarbrücken (14.-16. Mai 2014)

„Relativer Wert: Kein Ausweg für den Konsequentialismus“, Institut für Philosophie, HU Berlin (08.01.2014)

„Mixed Feelings about the Mixed Solution“, Workshop The Dimensions of Consequentialism, Universität Konstanz (16.-17. November 2013)

Aktuelle Projekte

Aggregation, Fairness und das Anzahlproblem

Dieses Projekt steht unter der Frage, ob und in welcher Form die Anzahl der von einer Handlung Betroffenen ein moralisch zu berücksichtigender Gesichtspunkt in trade-off-Situationen ist – inwiefern also, mit den Worten John Taureks, die Anzahl zählt. Im Rahmen eines deontologischen Pluralismus Ross’scher Prägung steht hierbei vor allem der Versuch im Mittelpunkt, bei der Beantwortung der genannten Frage neben Fairnessgesichtspunkten auch solche Überlegungen zu berücksichtigen, die gewöhnlich von Konsequentialisten zugunsten der Rettung der größtmöglichen Anzahl vorgebracht werden.


Zur Rolle von Prinzipien in der Ethik
(Dissertationsprojekt, abgesschlossen 11/2012, 2014 erschienen bei Mentis, Münster)

Die von vielen geteilte Sichtweise, dass Prinzipien für das moralische Denken eine zentrale Rolle zukommt, wurde in jüngster Zeit von sog. Partikularisten in Frage gestellt, die dafür argumentieren, dass wir uns nicht an moralischen Prinzipien orientierten sollten. Anliegen der Untersuchung ist zum einen die systematische Verortung der partikularistischen Herausforderung an ein prinzipienethisches Moralverständnis. Des Weiteren wird das Potential prinzipienfreundlicher wie prinzipienkritischer Argumente ausgelotet. Zentrale Ergebnisse sind, dass die Diskussion des Partikularismus zu weiten Teilen als substantieller moralischer Disput erster Ordnung zu begreifen ist, dass die radikalste Form der Prinzipienkritik einer Überprüfung nicht standhält und dass prinzipienethische Ansätze, ebenso wie die partikularistische Prinzipienkritik, aufgrund des Phänomens moralischer Unbestimmtheit an ihre Grenzen gelangen.

Lehre (Auswahl)

Das Prinzip der Doppelwirkung
Hauptseminar, WS 2015/16

Sterbehilfe
Proseminar, WS 2015/16

Gründe und Werte
Hauptseminar, SS 2015

Robert Nozick: Anarchy, State and Utopia
Proseminar, SS 2015

Roger Crisp: Reasons and the Good
Hauptseminar, WS 2014/15

Ist Notwehr moralisch erlaubt?
Hauptseminar, SS 2014

Humanitäre Interventionen
Proseminar, SS 2014

Ethischer Kontraktualismus
Hauptseminar, WS 2013/14

Menschenwürde und Instrumentalisierung
Proseminar, WS 2012/13

Derek Parfit: On What Matters
Hauptseminar, mit Benjamin Kiesewetter, WS 2012/13

Sollte man die größere Anzahl retten?
Proseminar, SS 2012