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Humboldt-Universität zu Berlin - Philosophische Anthropologie

Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Philosophie | Philosophische Anthropologie | Lehre | Kommentiertes Verzeichnis der Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2012/2013

Kommentiertes Verzeichnis der Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2012/2013

 

VL Einführung in die Hermeneutik (b, d, LA/S2, S3)

Magnus Schlette

Veranst.Nr. 51 011

Raum: siehe Aushang; ab Mi., 17.10.2012, wöch. 10-12 Uhr

 

Hermeneutik ist die Lehre vom Verstehen. Die Verstehensleistungen, mit denen die Hermeneutik sich befasst, reichen von der Auslegung deutungsbedürftiger Schriften über die Erschließung kultureller Sinnzusammenhänge bis zur Selbstverständigung des Menschen über den Horizont seiner jeweiligen Handlungen und schließlich seines Lebensvollzugs im Ganzen. Die Hermeneutik sucht folglich nach Antworten auf die Fragen, was es heißt, dass uns in der Auseinandersetzung mit den kulturellen Erzeugnissen unserer Lebenswelt etwas zu verstehen gegeben wird und dass man sich in der Verfolgung seiner jeweiligen Absichten auf etwas verstehen kann. Dass uns diese Fragen aber überhaupt wichtig sind, gehört zur „hermeneutischen Lebensform des Abendlandes“ (Wolfgang Reinhard). Die Vorlesung führt in die geistesgeschichtliche Entwicklung dieser Lebensform ein, indem sie die Entwicklung der Hermeneutik in Grundzügen nachvollzieht. Der Schwerpunkt der Vorlesung liegt dabei auf der Entwicklung der philosophischen Hermeneutik, deren Theoriebildung mit der sukzessiv immer differenzierten Entfaltung eines generischen Verstehensbegriffs befasst war und ist. Auf dieser Grundlage sollen dann historisch-systematische Einblicke in die Aufgaben hermeneutischer Theoriebildung in der Theologie, der Jurisprudenz und den kulturwissenschaftlichen Disziplinen gegeben werden.
Literatur: Zur Vorbereitung seien die Hermeneutikartikel in HWPh und TRE empfohlen.

 

 

PS Historische Texte zur Ausdrucksanthropologie (b, c, d, LA/S2)

Magnus Schlette

Veranst.Nr. 51 037

UL 6, 2014B; ab Mi., 17.10.2012, wöch. 12-14 Uhr

 

Als eigenständige Disziplin bildet sich die Anthropologie zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert durch Emanzipation von der vormodernen Metaphysik und durch Opposition zur modernen Geschichtsphilosophie heraus. Die anthropologische Forschung wird seit ihrer disziplinären Institutionalisierung von der Überzeugung geleitet, dass uns nur die Erfahrung über den Menschen belehrt, dass wir ihr aber auch entnehmen können, was ihn unbeschadet seiner geschichtlichen Veränderungen, in diesem Sinne seiner ‚Natur’ nach auszeichnet. Diese Überzeugung ist unter modernen Bedingungen allerdings nur dann plausibilisierbar, wenn sie starre Dichotomisierungen von Natur und Kultur vermeidet. Die Geschichte der Ausdrucksanthropologie ist eine Theorietradition, die sich diesem Anspruch gestellt hat. Sie stellt den Menschen in ein Entwicklungskontinuum mit den nicht-menschlichen Gattungen und versucht ihn über die funktionale Bedeutung des Ausdrucksverhaltens für den Lebensvollzug zu begreifen. Im Seminar soll anhand klassischer Texte von Herder bis Cassirer in diese Theorietradition eingeführt werden.

 

 

HS Moral und Religion bei Kant (c, d, LA/S1, S2)

Magnus Schlette

Veranst.Nr. 51 069

UL 6, 2014B; ab Do., 18.10.2012, wöch. 14-16 Uhr

 

In diesem Lektüreseminar wird die vielfältige Verhältnisbestimmung von Moral und Religion in der praktischen Philosophie Kants von den drei Kritiken über Der Streit der Fakultäten und Die Religion innerhalb der Grenzen der reinen Vernunft bis zum Opus postumum nachvollzogen. Vorkenntnisse zur Theoriearchitektonik der Philosophie Kants sind ebenso erwünscht wie Vorkenntnisse zur Geschichte der Religionsphilosophie.

 

 

HS Die Säkularisierung des Heiligen (LA/S2)

Magnus Schlette

Veranst.Nr. 51 070

UL 6, 3103; ab Do., 18.10.2012, wöch. 10-13 Uhr

 

Heilig nennen wir, was eine wesenhaft immaterielle, existentiell verbindliche und gemeinschaftlich verbindende Macht zu einer sinnlich erfahrbaren und gedanklich nachvollziehbaren Präsenz bringt. Die Zuschreibung von Heiligkeit beruht auf der Hintergrundgewissheit, dass der Gegenstand der Zuschreibung Transzendenz zu vergegenwärtigen vermag. Diese Gewissheit ist in der westlichen Moderne problematisch geworden und die Problematisierung des Heiligen ein wesentlicher Aspekt des modernen Säkularisierungsprozesses. Dessen Bedeutung ist nicht auf das ‚Absterben’ von Religion reduzierbar, sondern als spannungsgeladene Auseinandersetzung zwischen religiösen und säkularen Deutungsmustern der Wirklichkeit zu verstehen, in der beide Seiten nicht allein in einem Ausschließungsverhältnis zueinander stehen, sondern sich auch wechselseitig beeinflussen und aus der neue „Zwischenpositionen“ (Charles Taylor) zwischen dem traditionellen christlichen Theismus und dem aufklärerischen Atheismus und Agnostizismus hervorgehen. Im Zuge dieser Auseinandersetzung werden die christlichen Geltungsquellen des Heiligen durch die Aufklärung dekonstruiert, wird seine Erfahrung transzendentalphilosophisch subjektiviert und lebensphilosophisch individualisiert, erweitert bzw. verlagert sich die Kommunikation übers Heilige vom religiösen auf den künstlerischen und politischen Bereich und wird sein Bedeutungsgehalt religionswissenschaftlich diskursiviert. Die dadurch initiierte ‚Metamorphose’ des Heiligen prägt das gegenwärtige Verständnis vom normalsprachlichen Verwendungssinn seines Begriffs. Die Lehrveranstaltung wird sich anhand ausgewählter religionstheoretisch einschlägiger Texte mit der Geschichte der Säkularisierung des Heiligen befassen.
Die Lehrveranstaltung richtet sich ausdrücklich auch an Lehramtsstudenten, denen im letzten Drittel des Semesters Gelegenheit zur Einübung von Unterrichtsvorbereitungen zum Thema des Seminars gegeben wird.

 

 

PS Grundlagentexte der zeitgenössischen Sprachphilosophie / Basic Readings in Contemporary Philosophy of Language (b, d, LA/S2)

Alexander Dinges, Julia Zakkou

Veranst.Nr. 51 018

DOR 24, 1.406; ab Mo., 22.10.2012, wöch. 16-18 Uhr

 

Elche können, auf Grund ihrer Größe, in der Gepäckablage eines ICEs nicht verstaut werden. Dieser Satz mag bisher noch keinem von uns untergekommen sein. Wir verstehen ihn aber trotzdem. Wie machen wir das? Eine prominente Antwort auf diese Frage lautet: Wir haben die Bedeutung aller Wörter gelernt, die in diesem Satz vorkommen. Außerdem haben wir Regeln gelernt, die uns sagen, wie sich die Bedeutung eines Satzes aus der Bedeutung seiner Bestandteile ergibt. Diese Kenntnisse ermöglichen es uns, den obigen Satz zu verstehen.
Diese Antwort setzt voraus, dass es Regeln gibt, die es erlauben, die Bedeutung von Sätzen aus der Bedeutung ihrer Bestandteile abzuleiten. Das ambitionierte Projekt der sogenannten Semantik ist es, geeignete Charakterisierungen der Bedeutung von Wörtern und Sätzen anzugeben und darauf aufbauend diese Regeln zu bestimmen.
In unserem Seminar wollen wir die Grundidee der Semantik, einige spezifische Problemstellungen und weiterreichende philosophische Zusammenhänge diskutieren.
Alle genannten Fragen sollen anhand von Klassikern der modernen Sprachphilosophie erörtern werden. Zu den relevanten Autoren zählen unter anderem Paul Grice, Robert Stalnaker, David Lewis, David Kaplan und John Perry. Voraussetzung für die Teilnahme sind Grundkenntnisse in Logik und die Bereitschaft, sich mit englischsprachiger Literatur auseinanderzusetzen.
Unser Seminar kann, muss aber nicht, als Fortsetzung zum Kurs „Analytische Sprachphilosophie“ aus dem letzten Semester besucht werden.

 

 

PS Geistiges Eigentum / Theories of Intellectual Property (c, d, LA/S2, S3)

Daniel Gruschke

Veranst.Nr. 51 024

SO 22, 4.11; ab Di., 16.10.2012, wöch. 10-12 Uhr

 

Wir verstehen, was es heißt, Eigentum an einem Buch, einem Fahrrad oder einem anderen körperlichen Gegenstand zu haben. Wir sind uns auch darüber im Klaren, dass es, und warum es, sinnvoll ist, über die Institution des Eigentums zu verfügen. Ferner haben wir eine gewisse Vorstellung davon, wie man Eigentum an einem Gegenstand erwirbt – etwa dadurch, dass man ihn herstellt. Bei geistigem Eigentum liegen die Dinge anders. „Konventionelles“ Eigentum besteht in einem Bündel an Rechten hinsichtlich konkreter Gegenstände (diesem Fahrrad oder jenem Buch) und gegenüber anderen Personen. Ideen jedoch sind weder räumlich noch zeitlich lokalisiert und überdies multipel instanziierbar. Ist es dann aber möglich und sinnvoll, von Eigentum an einer Idee zu sprechen? Einige Theoretiker Geistigen Eigentums machen den Schachzug, geistiges Eigentum als Eigentum an Instanziierungen von Ideen zu verstehen. Das wirft die Frage auf, wie man derartiges Eigentum rechtfertigt: Zum einen soll bei der Herstellung einer Instanz der Idee X Eigentumserwerb durch Arbeit oder durch „Projektion“ der Persönlichkeit in die Welt der Naturdinge gerade nicht stattfinden, zumindest nicht für jeden. Zum anderen tangiert die mit Eigentumsrechten begrifflich verbundene Verfügungsmacht im Falle von Ideen und ihren Instanzen unmittelbar fundamentale Rechte aller anderen, etwa das Grundrecht auf Freiheit der Rede, der Kunst oder, in manchen Fällen, der Wissenschaft. Die daraus resultierenden Einschränkungen sind gravierender als Restriktionen, die mit konventionellem Eigentum verbunden sind (einen Gegenstand nicht an sich nehmen, einen Vorgarten nicht betreten zu dürfen etc.). In diesem Seminar wollen wir uns zunächst einen Überblick über klassische und zeitgenössische Theorien von konventionellem und geistigem Eigentum verschaffen, um dann einige aktuelle Themen wie ACTA oder die Open-Access Bewegungen zu diskutieren.

 

 

PS Universalien, Arten, Eigenschaften / Universals, Kinds, Properties (b, d, LA/S1)

Rico Hauswald

Veranst.Nr. 51 025

SO 22, 4.11; ab Mo., 22.10.2012, wöch. 16-18 Uhr

 

Wenn zwei Dinge in einer oder mehreren Eigenschaften übereinstimmen, wenn z.B. beide rot sind, dann haben sie etwas gemeinsam, sie sind – in dieser Hinsicht – einander ähnlich. Dieser scheinbar simple Sachverhalt ist der Ausgangspunkt für eines der ältesten und bedeutendsten philosophischen Probleme. Denn was genau heißt es, dass ein Ding „eine Eigenschaft hat“? Muss man, um dies zu verstehen, zusätzlich zu den beiden erwähnten roten Dingen noch so etwas wie „die Röte“, d.h. eine Universalie, annehmen? Immerhin gibt es das Wort „Röte“ als eigenständige substantivierte Form in unserer Sprache, und von den meisten Substantiven her sind wir es ja gewohnt, dass es Dinge gibt, auf die sie sich beziehen. Doch was für ein Ding sollte „die Röte“ sein? Das Seminar wird sich teilweise mit wichtigen philosophiehistorischen Stationen des „Universalienstreits“, vor allem aber mit neueren systematischen Lösungsansätzen beschäftigen. Eine wichtige Rolle soll ferner die häufig gemachte Unterscheidung zwischen Eigenschaften und Arten spielen. Dabei wird angenommen, dass die Artzugehörigkeit das für ein Ding Wesentliche ist. Jemand ist zum Beispiel von seiner Artzugehörigkeit her (seinem Wesen nach) ein Mensch; er kann nicht aufhören, ein Mensch zu sein, ohne aufzuhören zu existieren. Demgegenüber kann er eine seiner Eigenschaften wie etwa die Unwissenheit verlieren und trotzdem weiterexistieren. Hier zeichnet sich ab, dass die Verständigung über Universalien/Eigenschaften/Arten auch von großer Bedeutung für das ontologische Verständnis von Einzeldingen ist. Was es für ein Einzelding heißt, sich – bis zu einem gewissen Grad – verändern zu können und dennoch dasselbe zu bleiben, steht beispielsweise in enger systematischer Verbindung mit der Art-/Eigenschafts-Unterscheidung.

 

 

PS Aristoteles´ Anthropologie / Aristotle´s anthropology (b, c, d, LA/S1, S2)

Nora Kreft

Veranst.Nr. 51 049

DOR 24, 1.406; ab Di., 23.10.2012, wöch. 12-14 Uhr

 

Anders als Platon meint Aristoteles nicht, dass Menschen aus zwei Substanzen – Seele und Körper – zusammengesetzt sind. Für ihn sind Seele und Körper zwar begrifflich, aber nicht ontologisch voneinander trennbar. Denn ihm zufolge sollten wir die Seele nicht als eigenständig existierend, sondern einfach als Lebensprinzip verstehen, also als ein Prinzip, das die spezifische Daseinsform und den Zweck lebendiger Substanzen bestimmt. Dabei hat jede Art von Lebewesen ein ihr eigenes Lebensprinzip – so auch der Mensch.
Was genau ist nun dieses menschliche Prinzip? Worin zeichnet sich der Mensch vor anderen Lebewesen aus? Aristoteles gibt mehrere Antworten auf diese Frage, darunter mindestens zwei Definitionen: Einmal bestimmt er den Menschen als ein zoon logon echon (etwa: ‚ein vernunftbegabtes Tier‘), dann aber auch als ein zoon politikon (etwa: ‚ein politisches Tier‘). Außerdem meint er, nur der Mensch sei handlungs- und sprachfähig. Welche Überlegungen stehen hinter diesen Aussagen und wie verhalten sie sich zueinander? In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit Aristoteles‘ Bestimmungen zum Wesen des Menschen und ziehen dafür Textausschnitte aus mehreren seiner Werke hinzu. Gegen Ende des Seminars wird es auch um den Einfluss gehen, den Aristoteles‘ Anthropologie auf Teile der derzeitigen Philosophie (wie z.B. die Anthropologie, Handlungstheorie und Ethik) ausübt.

Literatur:

  • Aristoteles: Über die Seele, Nikomachische Ethik, Eudemische Ethik, Politik
  • Foot, Philippa, 2001: Natural Goodness, Oxford Univ. Press.
  • Thompson, Michael, 2008: ‘Naive Action Theory’ in: Life and Action, Harvard Univ. Press.
  • Tomasello, Michael, 2009: Die Ursprünge der menschlichen Kommunikation, Suhrkamp.

 

 

PS Zeitgenössische Philosophie der Liebe / Philosophy of love (b, c, d, LA/S1, S2)

Nora Kreft

Veranst.Nr. 51 0491

DOR 24, 1.406; ab Di., 23.10.2012, wöch. 18-20 Uhr

 

Zwischenmenschliche Liebe in all ihren Formen bewegt und prägt unser Leben ganz zentral. Sie ist verantwortlich für einen großen Teil von menschlichem Glück und Leid. Und viele meinen, dass sie diesen Einfluss zu Recht hat, dass wir uns ihr aussetzen sollten, weil sie so wertvoll, vielleicht gar eine der wertvollsten Erfahrungen überhaupt ist.
Aber was ist Liebe eigentlich, dass sie uns so umtreiben kann? Und worin genau besteht ihr Wert? Könnte es nicht auch Gründe geben, an ihrem Wert zu zweifeln? Man könnte z. B. befürchten, dass Liebe unsere Autonomie gefährdet, und solange wir Autonomie ebenfalls hoch besetzen, wäre das möglicherweise ein Grund, sich vor ihr zu hüten. Außerdem stellt sich die Frage, ob Liebe auf moralisch problematische Weise parteilich gegenüber dem Geliebten macht. In diesem Seminar diskutieren wir diese und weitere sich anschließende Fragen. Als Grundlage lesen wir Texte aus der jüngeren Debatte über Liebe.

Literatur:

  • Frankfurt, Harry, 2006: Taking Ourselves Seriously & Getting it Right, Stanford Univ. Press.
  • Kolodny, Niko, 2003: ‘Love as Valuing a Relationship’, in The Philosophical Review, Vol. 112.
  • Nussbaum, Martha, 1990: ‘Love and the Individual: Romantic Rightness and Platonic Aspiration’, in her Love’s Knowledge, Oxford Univ. Press.
  • Velleman, David, 1999: ‘Love as a Moral Emotion’, in Ethics, Vol. 109.

 

 

PS Historische Betrachtung mechanischer Deutungen des Menschen / The History of Mechanistic Interpretations of Man (b, d, LA/S1, S2)

Beate Krickel

Veranst.Nr. 51 026

I 110, 241; ab Di., 16.10.2012, wöch. 16-18 Uhr

 

Nach der mechanistischen Weltsicht kann jedes natürliche Phänomen allein durch die Bewegungen von Materie und deren Gesetze erklärt werden. In der Biologie bedeutet dies die Auffassung, dass organische Prozesse allein anhand der Interaktionen der materiellen Bestandteile des Organismus erklärt werden können. Damit negieren mechanistische Strömungen in der Biologie die These des Vitalismus, dass Leben eine bestimme Lebenskraft voraussetze. Sofern auch der Mensch als biologisches Wesen mechanistisch beschrieben werden kann, stellt sich die Frage, was uns von unbelebten Dingen und Maschinen unterscheidet.
In dem Proseminar werden wir uns einerseits mit dem Disput zwischen Vitalisten und Mechanisten beschäftigen. Andererseits werden wir die Frage, ob/inwiefern sich Organismen von Mechanismen unterscheiden, diskutieren. Wir werden uns diesen Fragestellungen in erster Linie durch historische Texte auf deutscher und englischer Sprache nähern (Aristoteles, Descartes, Harvey, Boyle, Leibniz, La Mettrie, etc.).

Literatur: The Philosophy of Biology: An Episodic History von Marjorie Grene