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Humboldt-Universität zu Berlin - Praktische Philosophie/Ethik

Sommersemester 2017

 


HS Theorien der Normativität Th. Schmidt DOR 24, 1.406 Fr. 10-12
HS Rechte und Pflichten Th. Schmidt DOR 24, 1.406 Fr. 14-16
CO Philosophisches Kolloquium Th. Schmidt UL 6, 3103 Do. 16-18:30
PS Personale Autonomie N. Tepelmann DOR 24, 1.406 Mo. 16-18
PS Töten im Krieg B. Braun DOR 24, 1.406 Di. 14-16

 

 

HS Theorien der Normativität / Theories of Normativity

Thomas Schmidt

 

Veranst.-Nr. 51052

DOR 24, 1.406; ab Fr., 21.04.2017, wöchtl. 10-12 Uhr

 

Normative Urteile sind Urteile darüber, dass etwas richtig bzw. falsch ist, dass etwas gut bzw. schlecht ist, dass es Gründe gibt, die dafür sprechen, auf einen bestimmten Sachverhalt auf eine bestimmte Weise zu reagieren, dass man etwas Bestimmtes tun soll, etc. Urteile dieser Art fällen wir in ethischen Kontexten, z. B. in Auseinandersetzungen darum, ob wir moralisch verpflichtet sind, Flüchtlinge aus Kriegsgebieten aufzunehmen. Wir fällen sie aber auch in außermoralischen Kontexten, etwa wenn wir uns fragen, welches Fach wir studieren sollen, oder zu der Ansicht gelangen, dass es gut für uns wäre, mit dem Rauchen aufzuhören.

In diesem Seminar werden wir uns mit unterschiedlichen philosophischen Theorien der Normativität befassen – also mit konkurrierenden philosophischen Ansätzen, die das Normative philosophisch zu erhellen beanspruchen, etwa mit Blick auf die Fragen, ob es normative Tatsachen gibt, ob normative Urteile wahr oder falsch sein können, wie sie begründet werden können, inwieweit sie mit nicht-normativen Urteilen zusammenhängen bzw. sich in charakteristischer Weise von ihnen unterscheiden, etc. Unter anderem werden wir realistische, konstruktivistische, expressivistische und irrtumstheoretische Ansätze diskutieren. Mit dem Seminar verfolgen wir den Anspruch, einen Überblick über wichtige aktuell intensiv diskutierte Theorieoptionen und damit Einblicke in den aktuellen Forschungsstand eines Kerngebiets nicht nur der praktischen Philosophie zu ermöglichen.

 


 

HS Rechte und Pflichten / Rights and Obligations

Thomas Schmidt

 

Veranst.-Nr. 51061

DOR 24, 1.406; ab Fr., 21.04.2017, wöchtl. 14-16 Uhr

 

In diesem Seminar werden wir uns mit neueren Beiträgen zur Theorie moralischer Rechte und moralischer Verpflichtung beschäftigen. Im Vordergrund wird zum einen das Anliegen stehen, die normative Struktur moralischer Rechte und moralischer Verpflichtung zu erhellen – insbesondere mit Blick auf die Fragen, wie das Verhältnis von Rechten und Pflichten zueinander zu konzipieren ist und wie Rechte und Pflichten auf der einen Seite mit anderen ethischen Kategorien – etwa: Werten, Gründen, Sollen – auf der anderen Seite zusammenhängen. Zum anderen werden wir uns mit der in der aktuellen Forschungsliteratur prominent vertretenen Auffassung auseinandersetzen, dass mit dem Komplex von Rechten und ihnen korrespondierenden Pflichten nicht nur ein moralischer Phänomenbereich unter mehreren angesprochen ist, sondern dass es sich bei Rechten und Verpflichtungen um die wesentlichen Elemente von Moral handelt, denen man in erster Linie philosophisch Rechnung tragen muss, um Moral überhaupt angemessen zu begreifen.

 


 

CO Philosophisches Kolloquium

Thomas Schmidt

 

Veranst.-Nr. 51070

UL 6, 3103; ab Do., 21.04.16, wöchtl. 16:00-18:30 Uhr
 

Dieses Kolloquium richtet sich vor allem an Studierende vor dem Magister- bzw. Masterabschluss und an Promovierende. Es bietet ein Forum zur Diskussion im Entstehen begriffener eigener philosophischer Arbeiten. Die Teilnahme ist nur nach Rücksprache vor Semesterbeginn oder auf persönliche Einladung hin möglich.

 


 


PS Personale Autonomie / Personal Autonomy

Niklaas Tepelmann

 

Veranst.-Nr. 51012

DOR 24, 1.406; ab Mo., 24.04.2017, wöchtl. 16-18 Uhr

 

Wenn wir zwar manchmal von inneren und äußeren Zwängen getrieben sind, so besitzen wir als Personen doch auch die Fähigkeit zu autonomem, selbstbestimmtem Handeln. Dem Begriff personaler Autonomie kann man sich gut durch Beispiele für nicht, oder jedenfalls nicht vollkommen, autonomes Handeln nähern: So handelt ein Alkoholiker, der seine Sucht überwinden möchte, letztlich aber doch zur Flasche greift, nicht autonom. Eine Studentin, die bei der Studienwahl nicht ihre eigenen Interessen berücksichtigt, sondern nur die Erwartungen ihrer Eltern erfüllen möchte, handelt ebenfalls nicht autonom. Doch worin besteht personale Autonomie, und was genau macht Fälle wie die genannten zu Beispielen fehlender Autonomie? In diesem Proseminar werden wir Theorien der personalen Autonomie diskutieren, die unterschiedliche Antworten auf diese Fragen geben.

 


PS Töten im Krieg / Killing in War

Berit Braun

 

Veranst.-Nr. 51042

DOR 24, 1.406; ab Di., 18.04.2017, wöchtl. 14-16 Uhr

 

In diesem Seminar werden wir uns mit verschiedenen ethischen Problemen rund um die Situation von Kombattanten im Krieg beschäftigen. Ist das Töten feindlicher Soldaten im Krieg moralisch erlaubt? Sind alle Kombattanten moralisch gleichgestellt, egal ob sie für eine gerechte oder eine ungerechte Sache kämpfen? Können ungerechte Kombattanten für ihre Kriegsbeteiligung moralisch entschuldigt werden? Lassen sich Überlegungen zur individuellen Notwehr auf Kriegssituationen übertragen? Und was schließlich ist der moralische Status von Zivilisten im Krieg? Ausgangspunkt der Seminararbeit sind die Überlegungen, die Jeff McMahan in seinem Buch „Kann Töten gerecht sein? Krieg und Ethik“ entwickelt.