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Humboldt-Universität zu Berlin - Praktische Philosophie/Ethik

Wintersemester 2019/2020

 


CO Philosophisches Kolloquium Th. Schmidt UL 6, 2093 Do. 16:15-18:30
VEV Einführung in die normative Ethik Th. Schmidt UL6, 3038/035 Do. 10-12
HS Absichten in der Ethik Th. Schmidt DOR 24, 1406 Fr. 10-12
HS The Moral Nexus J. Gertken DOR 24, 1406 Di. 12-14
PS Two Treatises of Government J. Gertken DOR 24, 1406 Mi. 14-16

 

CO Philosophisches Kolloquium

Thomas Schmidt

 

Veranst.-Nr. 51074

UL 6, 2093; ab Do., 17.10.2019, wöchtl. 16:15-18:30 Uhr

 

Dieses Kolloquium richtet sich vor allem an Studierende vor dem Masterabschluss und an Promovierende. Es bietet ein Forum zur Diskussion im Entstehen begriffener eigener philosophischer Arbeiten. Die Teilnahme ist nur nach Rücksprache vor Semesterbeginn oder auf persönliche Einladung hin möglich.

 


 

VEV Einführung in die normative Ethik

Thomas Schmidt

 

Veranst.-Nr. 51010

UL 6, 3038/035; ab Do., 17.10.2019, wöchtl. 10-12 Uhr

 

Anliegen der normativen Ethik ist es, Antworten auf inhaltliche moralische Fragen zu formulieren und zu begründen. Im Gegensatz zur sog. angewandten Ethik stehen in der normativen Ethik nicht vergleichsweise konkrete Probleme im Mittelpunkt des Interesses (etwa: „Was ist aus ethischer Sicht zu Embryonenforschung zu sagen?“), sondern vielmehr allgemeine ethische Fragestellungen wie beispielsweise: Welche allgemeinen Kriterien moralisch richtigen bzw. falschen Handeln lassen sich begründen? Ist die Unterscheidung zwischen aktivem Tun und passivem Geschehenlassen moralisch relevant? Hängt es von den Motiven des Handelnden ab, ob eine Handlung moralisch richtig bzw. falsch ist? Wie lässt sich die tugendhafte Person allgemein charakterisieren?

Die Vorlesung bietet eine Einführung in wichtige Fragestellungen, Begriffe und Theorien der normativen Ethik.

 


 

HS Absichten in der Ethik

Thomas Schmidt

 

Veranst.-Nr. 51051

DOR 24, 1406; ab Fr., 18.10.2019, wöchtl. 10-12 Uhr

 

Wir erwarten voneinander nicht nur, dass wir das Richtige tun, sondern auch, dass wir das Richtige aus den richtigen Gründen tun: Wer das seinem Erbonkel gegebene Versprechen einhält, um nicht enterbt zu werden, der handelt womöglich richtig, verdient aber keine moralische Anerkennung. Und mitunter handelt der, der aus den falschen Gründen handelt, schon deswegen moralisch falsch: Wer in der Absicht in das Einzelhandelsgeschäft zu gehen vorhat, sich dort beraten zu lassen, um hernach billiger im Internet zu bestellen, der sollte besser gleich daheim bleiben (oder?).

In diesem Seminar werden wir uns mit neueren und neuesten philosophischen Arbeiten zu der Frage befassen, welche Rolle Absichten bei der Beurteilung von Handelnden bzw. von Handlungen spielen sollten.

 


 

HS The Moral Nexus

Jan Gertken

 

Veranst.-Nr. 51038

DOR 24, 1406; ab Di., 15.10.2019, wöchtl. 12-14 Uhr

 

In seinem Buch The Moral Nexus argumentiert Jay Wallace für eine relationale Konzeption moralischer Verpflichtung. Dieser Position zufolge betreffen moralische Pflichten solche Handlungen, die auszuführen wir anderen Personen gegenüber verpflichtet sind, wobei diese Personen uns gegenüber zudem einen Anspruch darauf haben, dass wir entsprechend handeln, so dass wir ihnen ein Unrecht tun, wenn wir diesen Anspruch nicht erfüllen. Dieses interpersonelle Verständnis moralischer Normativität wird von Wallace begründet und hinsichtlich seiner Voraussetzungen und Implikationen untersucht, insb. im Hinblick auf wichtige Grundlagenfragen der Ethik. 

 

Im Seminar werden wir zentrale Kapitel des Buches diskutieren. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, den Text im englischen Original zu lesen.

 


 

PS Two Treatises of Government

Jan Gertken

 

Veranst.-Nr. 51015

DOR 24, 1406; ab Mi., 16.10.2019, wöchtl. 14-16 Uhr

 

John Lockes 1689 erschienene Schrift Two Treatises of Government, in der Locke eine umfassende Konzeption legitimer Herrschaft entwickelt, gehört zu den einflussreichsten Klassikern der politischen Philosophie. Zentraler Ausgangspunkt für Locke ist die Annahme, dass Personen von Natur aus frei und mit bestimmten Rechten ausgestattet sind. Von hier ausgehend argumentiert Locke (u.a.) dafür, dass legitime politische Herrschaft als Resultat eines Gesellschaftsvertrags zu begreifen ist, mit dem Personen sich durch ihre freie Zustimmung einer Regierung unterstellen, deren zentrale Aufgabe darin besteht, die Rechte der ihr Untergebenen zu schützen.

 

Im Seminar werden wir zentrale Kapitel des Buches diskutieren. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, den Text im englischen Original zu lesen.