Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Lehrstuhl für Praktische Philosophie und Sozialphilosophie & Humanities and Social Change Center Berlin

Lehre

Lehrstuhlinhaberin
Prof. Dr. Rahel Jaeggi        

 

Aktuelles Semester 

Wintersemester 2019/2020

VL Einführung in die Kritische Theorie / Introduction to Critical Theory

Diese Vorlesung soll historisch und systematisch in die wichtigsten Texte, Begriffe und Problemstellungen der von T. W. Adorno und Max Horkheimer begründeten Kritischen Theorie der "Frankfurter Schule" einführen. Neben der Erkundung des Traditionszusammenhangs der Kritischen Theorie und ihres Umfelds wird dabei die Frage im Zentrum stehen, was eigentlich die "Kritische Theorie" gegenüber anderen theoretischen Unternehmungen ausmacht, welche systematischen Kernelemente und Thesen heute noch für eine Kritische Theorie der Gesellschaft zentral sein könnten und wie sich diese zu sozialkritischen Theorien anderer theoretischer Herkunft verhalten.

Einführende Literatur: 

Raymond Geuss: Die Idee einer kritischen Theorie. Hain, Bodenheim 1988.

Rolf Wiggershaus: Die Frankfurter Schule. Geschichte, Theoretische Entwicklung, Politische Bedeutung. DTV, München 1988.

Honneth, Axel / Institut für Sozialforschung (Hrsg.): Schlüsseltexte der Kritischen Theorie. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006.

 

HS Probleme der Kritischen Theorie/Problems of Critical Theory

Dieses Seminar hat „Probleme der Kritischen Theorie“ im doppelten Sinn zum Gegenstand. Einerseits soll es um philosophische Fragestellungen gehen, die sich die Kritische Theorie gestellt hat, seit sie 1931 als interdisziplinärer Diskussionszusammenhang am Frankfurter Institut für Sozialforschung von Max Horkheimer begründet wurde. Zu diesen Fragestellungen, die von den heutigen Vertreter_innen der Kritischen Theorie auf vielfältige Art und Weise weiterverfolgt werden, gehören: Ideologie- und Vernunftkritik, Verdinglichung, Entfremdung, Geschichtsphilosophie, Emanzipation und Bedürfniskritik. Neben dieser Rekonstruktion materialer Fragen der Kritischen Theorie soll es andererseits um Probleme gehen, mit denen der Versuch der systematischen Weiterentwicklung einer kritischen Theorie heute konfrontiert ist. Zur Diskussion steht hier, auf welchen Grundlagen die Kritische Theorie beruht und wie es um deren Tragfähigkeit im Licht jüngerer Herausforderungen durch andere theoretische Strömungen in der Sozialphilosophie bestellt ist: Die liberale und poststrukturalistische Kritik der hegelmarxistischen Begriffe von Vernunft, Geschichte und Gesellschaft, die Pluralisierung emanzipatorischer sozialer Bewegungen oder die Konjunktur und gerechtigkeitstheoretischer Theorieansätze stellen wesentliche Grundannahmen der frühen Kritischen Theorie infrage und/oder erweitern diese.  Feministische und postkoloniale Ansätze, Critical Race Theories sowie neue sozialepistemologische Ansätze stellen die Fragen der alten kritischen Theorie mit philosophisch neuen Mitteln. Wie verhält sich die kritische Theorie im weiten Sinn zur Kritischen Theorie der Frankfurter Schule und was können die jeweiligen Ansätze voneinander lernen? 

Das Seminar richtet sich an fortgeschrittene Studierende und Doktoranden mit Vorkenntnissen hinsichtlich der klassischen wie neueren Texte und Autoren der Kritischen Theorie sowie der Bereitschaft, sich in ausgedehnte Debatten einzuarbeiten. 

 

Philosophisches Kolloquium/Philosophical Colloquium (c)

Das Forschungscolloquium zur Sozialphilosophie soll der Lektüre von wichtigen Neuerscheinungen im Bereich der Sozialphilosophie und der politischen Philosophie, der Diskussion von Vorträgen sowie der Vorstellung eigener wissenschaftlicher Arbeiten dienen. Die Teilnahme ist nur nach Rücksprache vor Semesterbeginn und auf persönliche Einladung hin möglich. (rahel.jaeggi@staff.hu-berlin.de)

 

 

Vergangene Semester